Zitat
Original geschrieben von Bash-T
Zu deinem Posting davor, Thema Unwissenheit:
Fakt ist, dass Hermann Otto Solms, seines Zeichens Steuerexperte der FDP, ein Steuerkonzept ausgearbeitet hat, das jeder versteht: Jede Steuererklärung besteht nur noch aus einer Seite, es gibt nicht mehr so viele Tricks und Schlupflöcher, es gibt nur noch die drei Steuersätz 15 / 25 / 35%, und das für alle möglichen Steuerarten, also nicht nur die Einkommenssteuer. Der Witz an dem Konzept: Jeder glaubt, dann hätte der Staat kein Geld mehr, aber wenn man es wirklich durchrechnet (und das haben schon zig Leute getan), dann kommt unterm Strich ein Haushalt raus, der Gewinne abwirft. .................
Der Stufentarif 15/25/35% sieht nur einfach aus ist aber rechnerisch komplizierter als die aktuelle Tariftabelle. In dieser könnte man die Steuersätze ja auch senken.
Das Problem ist die Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens, wenn man dieses kennt ist es auch jetzt kein Problem die zu zahlenden Steuern auszurechnen.
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FDP-Vorschlag
Zunächst soll für jeden Bürger - also auch Kinder - ein Grundfreibetrag von 7500 Euro pro Jahr geschaffen werden. Darüber liegende Einkommensteile zwischen 7501 bis 15 000 Euro im Jahr sollen mit 15 Prozent besteuert werden. Auf Einkünfte zwischen 15001 bis 40 000 Euro werden 25 Prozent Steuern und auf sämtliche darüber liegenden Einkommensteile einheitlich 35 Prozent erhoben. Zinsen sollen auch bei großen Geldvermögen nur mit einer Abgeltungsteuer von 25 Prozent belastet werden.
SPD-Vorschlag
.......wird lediglich auf die beschlossenen, aber noch ausstehenden Steuersenkungsstufen 2003 und 2005 verwiesen. Bis dahin werde der Grundfreibetrag von derzeit 7235 auf 7664 Euro im Jahr angehoben sowie der Eingangssteuersatz von 19,9 auf 15 Prozent und der Spitzensteuersatz von 48,5 auf 42 Prozent gesenkt.
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Wie man leicht erkennen kann liegt der wesentliche Unterschied in der Besteuerung hoher Einkommen. Hauptziel der FDP-Steuerpolitik ist es diesen sogenannten Spitzensteuersatz möglichst stark abzusenken.
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Original geschrieben von Bash-T
Das Volk, sprich die Wähler, verhält sich nicht viel anders. Die Leute sind der Meinung, die FDP wäre eine Partei "für die Reichen", da schaut man erst gar nicht aufs Konzept - wenn man das überhaupt bei seiner "Stammpartei" macht. ..........
Ihr Image hat die FDP durch ihre Selbstdarstellung mit Absicht so geformt. Man spricht auch von einer sogenannten Klientelpartei im Gegensatz zu einer Volkspartei.
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Original geschrieben von Bash-T
Auf der anderen Seite wählen sie SPD, weil ihnen Schröder verspricht, keine neuen Schulden zu machen, um die Flutkatastrophe zu finanzieren. Klingt natürlich super, aber was bringt es uns? Die Unternehmen zahlen dafür mehr Körperschaftssteuer, weshalb die Produkte teurer sind, die jeder konsumiert. Stoiber würde mehr Schulden machen, das klingt natürlich furchtbar, doch was steckt dahinter? Schulden zu machen heißt für die Bundesrepublik Deutschland, festverzinsliche Wertpapiere zu emitieren, sog. Bundesschatzbriefe. Der Staat macht also Schulden bei seinen eigenen Bürgern, allerdings holt er sich das Geld (vorübergehend) nur bei denen die es sich leisten könne, nämlich denen, die von sich aus Bundesschatzbriefe kaufen. Was ist denn jetzt besser, was ist denn sozial? Alle indirekt zu belasten, oder nur die um Geld zu bitten, die welches über haben und denen dafür einen kleinen Bonus von 4,x Prozent im Jahr zu zahlen?
Konkret geht es um den sogenannten Erblastentilgungsfond (einen der Schattenhaushalte der Kohlregierung) der durch die Bundesbankgewinne getilgt werden soll. "Die Schulden der Treuhandanstalt, die sich aus Krediten, Altkrediten und Ausgleichsforderungen zusammensetzen, gehen in den Erblastentilgungsfond des Bundes über, der am 1. Januar 1995 errichtet wird."
Im übrigen ist das Schuldenmachen über festverzinsliche Wertpapiere meiner Meinung nach sehr unsozial. Die Zahlungspflicht wird ja nicht aufgehoben sondern nur aufgeschoben und erhöht sich noch um die Zinszahlungen für viele (So wie es aussieht unendlich viele) Jahre. Diese Zinszahlungen werden aus den Steuereinnahmen im wesentlichen Lohn- und Mehrwertsteuer bestritten und so direkt an den wohlhabenden Teil der Bevölkerung überwiesen. Inzwischen geschieht das glaub ich mit etwa 40% der gesamten Steuereinnahmen.
Wie Eichel sinngemäß neulich im Bundestag sagte "wenn es soviel besser ist Schulden zu machen statt Steuern einzunehmen, weshalb erheben wir dann überhaupt noch Steuern und bestreiten nicht den gesamten Haushalt durch Neuverschuldung."
Gruß
Zeus