Wissenswertes zu Kinder- und Jugendfreizeiten
Konzeption: Hinter jedem Angebot steckt eine Idee. Unser Ziel ist, in Zeiten von Konsum und Massentourismus einen Gegenpol zu bieten. Im Mittelpunkt unserer Freizeiten steht das Gruppenerlebnis. Darunter verstehen wir zum einen, dass den TeilnehmerInnen ein aktives Programm angeboten wird und zum anderen die Kinder und Jugendlichen Mitverantwortung für die Gruppe tragen. Durch den Umgang miteinander werden soziale Fähigkeiten gefördert, neue Erfahrungen gemacht und Erlebnisse von Eigenverantwortung und Selbstständigkeit ermöglicht.
In der Praxis heißt das, unsere Selbstversorgerfreizeiten finden in Gruppenhäusern statt, die eher einfach ausgestattet und den Bedürfnissen einer Gruppe angepasst sind. Tische auf- und abdecken, z.B. mit fetziger Musik im Hintergrund Geschirr abtrocknen, die Zimmer, Gemeinschaftsräume und sanitäre Anlagen sauber halten sind bei uns Selbstverständlichkeiten, die von allen TeilnehmerInnen erwartet werden.
Bei Zeltfreizeiten die Dusche selber bauen, selbstgebackenes Brot aus dem Erdofen essen und mit dem selbst gezimmerten Floß auf dem Bodensee paddeln – im holländischen Ijselmeer das Segel bei schäumender Gischt hissen – behinderte und nicht behinderte Kinder üben gemeinsam eine Zirkusvorführung für Ihre Eltern ein. Dies sind nur einige Beispiele von dem, was auf unseren Freizeiten möglich ist. (Mehr dazu unter: "Konzept Kinder und Jugend")
Unsere FerienbegleiterInnen: Sind ehrenamtlich engagierte junge Leute zwischen 18 und ungefähr 30 Jahren, die Lust haben, ihre Freizeit mit Kindern und Jugendlichen zu verbringen. Um die FerienbegleiterInnen auf ihre Aufgabe vorzubereiten, führen wir ein umfangreiches Ausbildungsprogramm durch. In mehreren Abendkursen und Wochenendseminaren lernen sie Grundlagen der Freizeitpädagogik kennen, vermitteln wir rechtliches und organisatorisches Wissen ebenso wie Erste Hilfe und natürlich jede Menge Methoden und Spiele. (Mehr dazu unter: "Ferienbegleitung")
Unsere Angebote:
Freizeiten für Kinder:
Kids von 7 bis 12 sind hier richtig. Wilde und lustige Spiele, interessante Kreativangebote, abenteuerliche Unternehmungen gehören ebenso dazu wie ruhige und entspannende Methoden und, je nach Freizeit, thematische Projekte. Die intensive pädagogische Betreuung, klare Gruppenregeln und ein strukturierter Tagesablauf machen es den Kindern leicht, sich auf der Freizeit wohl zu fühlen.
Freizeiten für Jugendliche:
Mitbestimmung, Eigeninitiative, Verantwortung übernehmen: das alles ist angesagt auf Jugendfreizeiten. Unsere Teams bereiten Programmbausteine vor, Wünsche, Ideen und Vorschläge der TeilnehmerInnen fließen in das Programm mit ein. Von den Jugendlichen wird auch erwartet, Verantwortung für sich selbst und die Gruppe zu übernehmen, z.B. beim gemeinsamen Zubereiten der Mahlzeiten. Nicht alles ist verhandelbar: Die FerienbegleiterInnen achten auf einen fairen Umgang miteinander und die Einhaltung der Freizeitregeln (z.B. Jugendschutzgesetz). Sie sind die Organisatoren der Freizeit.
Und:
Ziele der Freizeit- und Ferienpädagogik der AWO
Möglichkeiten für neue Erfahrungen, Erweiterung des Horizonts, Erlebnisse von Eigenverantwortung und Selbständigkeit
aktivere Freizeitgestaltung – Akzente gegen immer mehr Konsumdenken
Abstand zu alltäglichen Erziehungsinstitutionen: Raum für allgemeine Lebensfragen und Vermittlung von Werten für die persönliche Entwicklung
Förderung sozialer Fähigkeiten durch den Umgang miteinander, Begegnung mit Ungewohntem und Fremdem
Beachtung von ökologischen und sozialverträglichen Kriterien
Pädagogische Grundsätze:
Förderung der Kreativität
Einüben demokratischer Verhaltensweisen
solidarisches Handeln
Emanzipation
Integration