Eine Wichtige Frage!
Grundsätzlich gilt es wohl ersteinmal einige Dinge festzustellen:
- Die Renten sind nicht sicher.
- Man kann nicht früh genug anfangen selber etwas für das Alter vorzusorgen.
- Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten dies zu tun.
In D wird es IMHO in naher Zukunft ebenso 3 verschiedene Säulen der Altersvorsorge und -sicherung geben, wie es in der Schweiz bsplw. seit Jahren schon ist:
- Die staatliche Rente, die immer weiter sinken wird, und eher eine Grunddeckung darstellt,
- die private Vorsorge durch Versicherungen etc.,
- und die betriebliche Altersvorsorge.
Über Punkt ein müssen wir uns glaub echt nicht unterhalten, oder? Wir wollen ja Tips zu seiner Situation geben, und nicht schon wieder eine politische Diskussion vom Zaun brechen... 
Zur zweiten Säule:
Zunächst einmal solltest wissen, was für ein "Anlegertyp" du bist, d.h. legst du Geld lieber sehr sicher an, dann könntest du dich für eine klassische Kapitallebens- oder Rentenversicherung entscheiden. Bist du bereit etwas mehr Risiko einzugehen, dann könntest du eine Fondsgebundene LV abschließen. Zählst du dich eher zur 2. Kategorie, so kann ich das nur empfehlen. Du hast auch deine garantierten 3,25% und kommst mit einem Fond sicher auf 6%, wenn nicht noch mehr! Wenn alle Aktien weiter auf Jahrzehnte in den Keller gehen, dann können wir glaub eh alle einpacken.
Was unser "Nissan-Miarbeiter"
geschrieben habe, halte ich erstens ebenfalls für am Gewinnbringensten, und zweitens auch für ziemlich sicher:
Zitat
Original geschrieben von pathfinder
[...] Du kaufst dann viele Monate Anteile zu niedrigen Einstiegespreisen. [...] So ab Mitte 40 sollte man dann aber den Anlageschwerpunkt unbedingt verlagern. Raus aus reinen Aktienfonds und rein in Mischfonds, die nur noch ca. 60% in Aktien und den Rest in Rentenpapieren investieren. Ab dem Alter steht der Kapitalaufbau dann nicht mehr so im Vordergrund. Die Absicherung hat Vorrang. Ab 50 dann den Aktienanteil noch weiter runterfahren und den Rentenpapierfaktor entsprechend erhöhen. So mit 55 dann ggf. nur reine Rentenfonds.
Auch hier bist du übrigens einigermaßen flexibel! (Das wissen viele nur nicht) Du kannst die Zahlungen aussetzen bzw. eine Zeit lang ruhen lassen. Du kannst die Versicherung auch komplett still legen, d.h. zu zahlst nie wieder was in den Vertrag ein, und das was du bisher angespart hast wir trotzdem ganz normal behandelt und verrechnet. Sprich, du bekommst (erst) nach Ablauf der (gesamten) Laufzeit deine Geld, zuzüglich Überschußanteilen heraus. Das ist dann natürlich weniger, wenn du meinetwegen nur 10, statt 42 oder noch mehr Jahre eingezahlt hast, logisch. Nur komplett kündigen solltest du ihn möglichst nicht! Dann bekommst du zwar nen Batzen Geld raus, machst aber quasi immer Verlust!
Die dritte Säule mit der Betrieblichen Vorsorge funktioniert aber nur in einem Betrieb. D.h. du müsstest theoretisch dein ganzes Arbeitsleben in diesem einen Betrieb verbringen. Und, seinen wir mal ehrlich, bei wievielen von uns wird das noch der Fall sein!?
Du kannst allerdings:
- die Versicherung in deinen nächsten Betrieb "mitnehmen", unter der Vorraussetzung, daß dein neuer Chef mitmacht,
- du kannst sie "stilllegen", also nichts mehr einzahlen, und schließt in deinem neuen Betrieb einfach ne neue ab,
- oder du zahlst den (dann ganzen Netto!-) Beitrag selber privat weiter.
Allerdings würde ich mich darauf alleine (wie nie auf eine Sache/ Säule) nie verlassen!!
Darüber hinaus ist heute jeder Arbeitgeber verpflichtet eine Form der betrieblichen Altersvorsorge anzubieten! In größeren Firmen geschieht das der Einfachheit halber (weniger Verwaltungsaufwand, evtl. "mehr rauszuholen") meistens über einen Anbieter, mit dem sich die Firmenleitung auf ein Konzept geeinigt hat. In kleineren (flexibleren) Firmen, kann man seinem Chef einfach ein Angebot unter die Nase halte, und wenn er dann nichts besseres entgegenzusetzen hat, muß er dem zustimmen!
Wie das allerdings (bei dir) mit der Metallrente läuft, weiß ich auch nicht. Würde dir aber auf jeden Fall mal empfehlen, das abzuklären!
Zitat
Original geschrieben von LJ
Was ich noch nicht erwähnt hatte: für die 80€ hab ich auch eine BUZ inklusive. Oder heißt das BUV? BerufsUnfähigkeits.... Ach egal, ihr weißt ja, was ich meine 
Mir ging es halt da drum, ob die 80€ für mein recht geringes Alter zu hoch sind. Oder ob ich noch ein Weilchen warten sollte.
Das erste ist grundsätzlich sehr wichtig, richtig erkannt!
Wenn du (weil du die Metall Rente erwähnt hast) in der Metallverarbeitenden Industrie arbeitest, dann ist der Beitrag für deine BUZ (BerufsUnfähigkeitsZusatzversicherung) eh etwas höher, da du in einer höheren Gefahrengruppe steckst. Daher könnten die 80€ dann durchaus schon wieder realistisch sein.
Wieviel du zahlen willst/ sollst hängt alleine von dir ab! Baust du nur auf eine Säule, auf nur einen Vertrag, kannst du die Summe jeden Monat zahlen, reicht die Summe am Ende der Laufzeit für ne Rente, willst du mehr usw... Das sind aber alles Fragen, die dir der Vetreter eigentlich beantworten müsste/ sollte!
Hoffe geholfen zu haben!
Greets
Eisi
Jetzt noch etwas dazu:
Zitat
Original geschrieben von Elefant
Versicherungsvertreter verkaufen sehr gerne langfristige Renten / Lebensversicherungen weil sie damit das dicke Geld machen...
80 Euro x 12 Monate x 42 Jahre (also bis zum 65. Lebensjahr) = 40.320 Euro (eingezahlte Gesamtsumme). Davon bekommt Dein "Berater" der sich fairer weiseeigentlich Verkäufer nenen müsste etwa 20 Promille Provision (Basis ist die eingezahlte Gesamtsumme, davon 2%), in Heller und Pfennig also 806,40 Euro - 20 Promille sind der untere Durchschnitt, die meisten Versicherer zahlen noch besser :eek:
Einen wirklichen Vorteil hast Du bei einer Rentenversicherung nicht, unbedingt die Finger davon lassen! Schlaue Leute schliessen nicht so einen langfristigen Vertrag ab (immerhin 42 Jahre in meinem Beispiel!) sonder legen das gleiche Geld flexibel bei der Bank ihres Vertrauens an
Vorteil: Du bleibst flexibel und kannst einzahlen, was gerade past... Das Leben hat viele verschiedenen Seiten und die können schnell wechseln - so ein Vertrag kann da auch mit "nur" 80 Euro monatlich schon ein kleiner Klotz am Bein werden
Das Geld ist bei der Bank je nach Anlageform noch sicherer untergebracht als bei einer Versicherung, es fallen weniger Kosten an (Provision, Verwaltung, etc.) und die Zinssätze der Versicherer werden regelmässig überboten. Aktuell bieten Dir die Versicherer 3,25% p.a. an (für alle gleich, da gesetzliche vorgeschrieben!) - das kann eine Bank auch
Also: schmeiss' den Versicherungs-Fuzzi vor die Tür und mach' was vernünftiges mit der Kohle
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Zitat
Original geschrieben von Elefant
5% Rendite schaft auch keine Versicherung 
Der Verkäufer "rechnet" mit einem kleinen aber nicht ganz fairen Trick:
Er nimmt die von Dir gewählte Laufzeit und zieht sie vom aktuellen Jahresdatum ab
Dann rechnet er quasi 2003 minus 42 und tut so als ob Du im Jahr 1961 mit Deinen 80 Euro angefangen hättest und nutzt die in der Vergangenheit erzielte Renditeergebnisse für die Zukunft. Ob es aber wirklich genau so kommt ist mehr als fraglich...
Wirklich sicher sind Dir nur die 3,25% garantierte Verzinsung :eek:
Bevor Du Dich für so eine lange Zeit an eine Firma bindest würde ich mich sehr, sehr gut über diese informieren (nicht vom Verkäufer sondern selbst!) und auch an andere Möglichkeiten sorgfälltig prüfen - es geht hier immerhin um viel viel Geld (Beispiel oben über 40.000 Euro)
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Wie gesagt, dem einen liegt es mehr sein Geld "klassisch" anzulegen, der andere spekuliert damit lieber an der Börse. Wenn wir wirklich wüssten was das beste wäre, dann müssten wir alle ja nicht mehr arbeiten gehen...
Du hast recht, LV o.ä. wird natürlich gerne verkauft, weil es da am meisten Provision gibt, allerdings bekommt nicht jeder Versicherungsvertreter (oder meinetwegen auch "Verkäufer") 20 %o Prov, und prinzipiell ist da ja auch nix schlechtes dran. Du bekommst dein Fixgehalt, ich meine Provision.
Es stimmt allerdings nicht, daß dir alle Vers. zu Zeit nur 3,25 bieten! Das ist das was sie alle schon seit je her garantieren müssen! Dazu bekommst du dann meistens noch 2 Hochrechnungen, die mit verschidene Prozentsätzen arbeiten (z.B. 6 und 8%, was für eine Fondsgebundene LV meiner Meinung nach auch mehr als realistisch ist!). Somit können sich warscheinliche Summen ziemlich voneinander unterscheiden! Das hängt natürlich von vielen Faktoren ab, was du am Ende dann auch wirklich herrausbekommst, u.a. wie sorgfältig die Gesellschaft mit deinem Geld wirtschaftet.
Einige Versicherer arbeiten natürlich mit "bisherigen Verläufen" (also Prozentsätzen, die in der Vergangenheit erziehlt wurden), die dann in die Zukunft hochgerechnet werden. Das ist aber weder sonderlich realistisch, noch ehrlich.
Auch gibt es noch einige, die wohl mit einer "vorraussichtlichen Gewinnerwartung" von 10% rechnen!! :eek: Das war vielleicht einmal...!
Daß es sinnvoll ist, bei solchen Verträgen sich die Gesellschaft sehr genau anzuschauen, stimmt natürlich. Wie gsagt, jede Gesellschaft rechnet anders mit dem Geld ihrer Kunden, legt es anders an.
Du wirst aber keine Bank finden, die diese Summe so ohne weiteres auf die gesamte Laufzeit garantieren kann. Bei so hohen Zinssätzen handelt es sich meistens um ziemlich hohe Summen (5 - 10T€) die angelegt werden müssen. Mal abgesehen davon, daß du dann keinen Todesfallschutz hast!
Und die 3,25% sind ja auch nicht mehr wirklich garantiert...
Es wird wohl kommen, daß die Gesellschaften auf 3, oder sogar 2,75% runter gehen werden müssen! Jetz haben ja schon einige Versicherer Schwierigkeiten diese 3,25% zu zahlen!
Fazit: Also jeder wie er will, der eine baut eher auf Versicherungen, der andere eben nicht.
Trotzdem ist es nicht die feine Englische Art, "den Versicherungs-Fuzzi vor die Tür zu schmeissen". Auch wenn es sicherlich einige besonders aufdringliche Vertreter gibt. Wenn man partout mit denen nichts zu tun haben will, dann kann man auch im Vorfeld verhindern, daß sie überhaupt zu einem ins Haus kommen. Schließlich machen die (meisten) auch einfach nur ihren Job! :top: