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ZitatOriginal geschrieben von wgot
Mit jedem großen Küchenmesser kann man jemanden abstechen, und mit jedem Auto jemanden totfahren. Trotzdem gibt's kein Messer und kein Auto mit einer Sperre gegen absichtliches Töten.
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich: Strafrechtlich kann o2 nichts gegen das "aufloopen" unternehmen und IMHO zivilrechtlich auch nicht (außer es eben einzustellen). Aber ich verstehe, was Du meinst ![]()
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Mag an den in D besonders hohen Preisen im TK-Bereich liegen, aber durch Mißbrauch bekommen wir bestimmt keine günstigeren und attraktiveren Angebote.
Die Frage ist, wie denn dann? IMHO nicht durch eine Einschränkung der Nutzung wie es hrgajek vorgeschlagen hat. Vielleicht haben die NB auch einfach ein mieses Image hier in Deutschland, so daß mal keine Skrupel hat, diese zu schröpfen. Vielleicht ist das auch die "deutsche Steuermentalität" ala die bescheißen mich und ich hole mir nur etwas zurück.
Wenn es faire Preise gäbe, würde das Ausnutzen auch zurückgehen.
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IMHO hat O2 beim Easymoney vor allem einen Fehler gemacht: sie haben es unbefristet angeboten. Für 6 oder 12 Monate und dann immer wieder verlängern. Bei Mißbrauch einstellen, oder zu angepaßten Konditionen fortführen, und sie hätten heute ein Problem weniger.
Sie können es auch so jederzeit einstellen. Die interessante Frage ist dabei nur, ob sich daraus ein Jehova ableitet. Wenn ja, wird o2 das wohl ein paar Tausender kosten.
Der Fehler bzgl. EasyMoney war die Einführung. Ich mein, was soll der Scheiß. 2 cent pro Minute sind viel zu gering, um irgendetwas reißen zu können. Und wer wirklich viel gutgeschrieben bekommt, telefoniert meist auch selbst sehr viel, so daß ein Vertrag billiger sein dürfte.
So kommen wir nie zu billigeren IC-Gebühren: Wenn man das mal überspitzt: Andere NB fangen auch mit EasyMoney an und zuerst 5ct., dann 10ct. usw. Und dann geht das Geheule bei der RegTP los, daß man mit den IC-Gebühren nicht auskommt.
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Es ist einfach nicht möglich, Mißbrauch von vornherein zu verhindern. So eine Firma hat bestenfalls 100 Spezialisten, die das Angebot vorher theoretisch abklopfen. Ist's mal auf dem Markt, hocken im Inet 100 Millionen Spezialisten, die gemeinsam drüber brüten, wie sich unerwartetes Kapital aus dem neuen Angebot schlagen läßt.
An o2s Stelle hätte ich Produkte nur angekündigt, dann einen Monat abgewartet und Reaktionen gesammelt. Danach kann man immer noch am Produkt herumschrauben (wie jetzt bei der WAP-Flat). Vielleicht sollte sich o2 - wenn sie es nicht schon tun - angewöhnen, in einschlägigen Foren mitzulesen.
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Und wenn für den Mißbrauch neue Dienstleistung benötigt wird, dann sind plötzlich entsprechende Anbieter da, die es natürlich nicht gab, bevor das Angebot auf den Markt kam.
Mal 'ne blöde Frage: Was war eigentlich eher da: XXL oder EasyMoney?
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Wenn heute eine reine Sprach-Flatrate angeboten wird - egal, ob Festnetz oder mobil, stehen morgen Bauanleitungen und fertige Akustikkoppler im Inet, und wenn man einen speziellen Provider braucht, um damit in's Netz zu kommen, dann gibt es übermorgen welche.
Da bin ich mir nicht sicher: 9600 ist einfach _zu_ gering. Ich bin aber sowieso kein Freund von Flatrates, auch wenn ich davon profitiere. Wer viel nutzt, soll viel zahlen; wer wenig nutzt, soll wenig zahlen.
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Wer Easymoney über normale eingehende Telefonate bekommt, schafft keine 10 Euro am Tag, hat also keinen Grund, sich über eine solche Beschränkung aufzuregen, und wird es auch nicht tun. Und wer drüber schimpft und argumentiert, daß man ja auch mal 16 Stunden am Tag angerufen werden könnte, der hat sein EasyMoney bestimmt nicht über echte Telefonate bekommen.
Ich weiß auch nicht, warum Threads über diese Thematik immer solche Züge annehmen :D. Ich halte 10€ pro Tag für einen Witz. 10€ pro Monat ist wohl etwas realistischer. Wie oben gesagt: Niemand wird _nur_ angerufen. Bei solchen Telefoniergewohnheiten ist ein Vertrag günstiger.
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Schon wird über Sonderkündigung geschrieben. Ist doch kein Problem: Karte gelegentlich leertelefonieren, anschließend in der Mülltonne sonderkündigen. Braucht man noch nichtmal fragen, ob man ein Recht zur Sonderkündigung hat.
Nope, pacta sunt servanda. o2 hat das Recht eingeräumt EasyMoney in Anspruch zu nehmen. Wenn nun die Konditionen verschlechtert werden, muß ein Jehova gewährt werden. Analog: Die F&E-Taktungsänderung. Ich gebe zu, daß der Vergleich hinkt, zumal es sich bei Loop nicht unbedingt um das eigene Geld (=Guthaben) handelt.
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Aber nein, so war's ja nicht gemeint, man will das zusammenbeschissene EasyMoney, welches nichts anderes darstellt als ein Telefonierrecht und keinesfalls ein Geldguthaben, in klingende Münze oder besser knisternde Scheine umsetzen mit der einzigen Begründung, daß man nicht weiter zusammenbescheissen darf.
Und hier liegt o2s Versäumnis. Warum hat man EasyMoney nicht begrenzt? Entweder zeitlich, wie Du es oben angeführt hast oder mit einem Maximalbetrag (z.B. 10€). Weiterhin hätte o2 die AGB ändern können, ohne die Altkarten anzutasten. Ergo: Kein Jehova.
Allerdings glaube ich nicht, daß o2 wahnsinnig viel Geld damit verloren geht. Ich würde wirklich mal gerne Zahlen sehen, wieviele Leute Sonntags (und wenn die Sperre nicht gekommen wäre auch Samstags) aufloopen. Und momentan verkaufen gerade mal zwei Leute ihre Loop-Karte mit einem erhöhtem Guthaben: Einmal 89€ und einmal 220€.
MfG
bimmelbommel