Beiträge von mumpel

    Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    [...] zumal sie eine sogenannte "Low Performerin" ist [...]


    Und was ist der Grund für diese Low-Performance? Unterforderung? Überforderung? Faulheit? Unzufriedenheit? Wie gut identifiziert sie sich mit dem Unternehmen? Ist sie nur des Geldes wegen in der Firma (weil sie arbeiten muss und nicht will)? Oder, oder, oder...? Bevor man hier Gesetz und Gewerkschaft ins Spiel bringt sollte man mal nachforschen weshalb die Arbeitnehmerin ineffektiv ist. Allerdings wäre es m.E. falsch, "Low-Performer" durch Tarifverträge schützen oder schädigen zu wollen.

    Und was ist mit den schwarzen Schafen? Von denen die den Mindestlohn umgehen gibt es reichlich, sogar auf staatlichen Baustellen (gab ja genug Medienberichte darüber, die können ja nicht alle gelogen sein).

    Marktüblich? Wer entscheidet denn was dem Arbeitnehmer "marktüblich zusteht"?. Doch wohl nur Arbeitgeber und Aktionäre. Wenn jemand auf dem Bau mehr buckelt als ein im Büro rumsitzender Studierter und dafür weniger als 5,- Euro bekommt soll das gerecht sein? Und hier mit "nicht intelligent" zu argumentieren ist nicht fein. Man kann auch mit seiner Hände Arbeit viel leisten, körperlich mehr als jemand der den ganzen Tag nur im Büro sitzt. Und nur weil jemand studiert hat soll er mehr wert sein? Ist es nicht eher so dass schon viele Studierte tausende von Euro in den Sand gesetzt haben? Ich kenne Studierte die in ihren Büros weniger leisten als die Arbeitnehmer draußen an der Arbeitsfront. Intelligenz sollte kein Kriterium für Lohnverhandlungen sein. Und genau für solche Ungerechtigkeiten sollte eine Gewerkschaft kämpfen, so wie es unsere Großeltern und Urgroßeltern getan haben. Auch die Argumentation, Gewerkschaften seien "überflüssig", ist nicht gut. Ohne Gewerkschaften würde es vielen heute nicht so gut gehen, allen voran den (ehemaligen) Staatsdienern. Selbst der Intelligenteste kann mit dem Staat nicht über Löhne verhandeln, das geht nur mit Streiks da der Staat nur so zum Einlenken zu bewegen ist. Und bei Großkonzernen wie der Bahn kann nicht jeder Einzelne nach Berlin fahren um dort mit dem Vorstand über den Lohn zu verhandeln. Die Arbeitgebervertreter (Führungskräfte) sind auch nur kleine Angestellte ohne Verhandlungsvollmacht. Also braucht man Arbeitnehmervertreter die das übernehmen und in einem verträglichen Rahmen verhandeln.


    Die Machtkämpfe der Gewerkschaften sind natürlich nicht zu tolerieren, denn das hat mit der Idee einer Gewerkschaft nichts zu tun.

    Sag ich doch. Sozialverträglich. Die AG finden immer einen Weg. Der Mindestlohn wird doch auch umgangen. Nämlich mit neuen Arbeitsverträgen zugunsten der AG. Da werden Wochenarbeitszeiten reduziert, aber gleichzeitig bis zu 30 Stunden Mehrleistung mit dem Grundlohn abgegolten. Und natürlich fallen die Überstunden jeden Monat an. Damit verdient und arbeitet der AN genausoviel wie vor dem 01.01., und der Mindestlohn existiert nur auf dem Papier.

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    [...] Womit rechtfertigt der Arbeitnehmer [...] seinen Anspruch auf mehr Geld? [....]


    Nochmal genauer:


    1. Weil er glaubt es wert zu sein.
    2. Weil die "Berufskollegen" bei der Konkurrenz mehr verdienen (solle man so aber nie seinem AG sagen, der schickt den AN sonst zur Konkurrenz ;) )
    2. Weil ihm niemand verbieten kann um mehr Gehalt zu bitten.
    3. Weil er alles für seinen AG tun würde?