Bei Großkonzernen kann eine individuelle Gehaltsverhandlung auch nicht funktionieren. Irgendwer muss die Grenzen festlegen. Und derjenige der die Grenzen festlegt will so wenig als möglich zahlen.
Beiträge von mumpel
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Ernstgemeinte Frage:Warum bewerben sich dann nicht viele der intelligenteren Arbeitslosen bei der Bahn?
Das musst Du die Menschen fragen. Ich weiss das nicht. -
Das habe ich noch nicht gewusst, dass als Voraussetzung für einen Job bei der Bahn lediglich eine bestandene MPU reicht. Wieder etwas dazu gelernt :top:.
Wenn Du Fdl werden möchtest musst Du Dich nur bewerben. Dann machst Du eine MPU. Bestehst Du die MPU bekommst Du einen 90-Tage-Schnellkurs. Bestehst Du den Kurs machst Du auf Deinen zukünftigem Arbeitsplatz eine örtliche Einweisung, mit anschließender Prüfung (Auf einem ESTW ist diese Prüfung aber schwer, viele fallen spätestens da durch. Die Prüfung kann bis zu 16 Stunden dauern, auf mehrere Tage aufgeteilt. Für jedes Stellwerk und/oder jeden Stellbezirk brauchst Du eine eigene örtliche Einweisung mit Prüfung). Lokführer-Prüfungen sind noch schwerer. Wenn Personalmangel herrscht muss man auch Quereinsteiger akzeptieren. -
Was soll wie ablaufen?
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Wenn viele Mitarbeiter kündigen, gibt es beste Voraussetzungen für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen!Da irrst Du. Der Einzige der über die Gehälter verhandeln könnte sitzt in Berlin im Sony-Center. Wie sollen 160.000 Mitarbeiter Gehaltsverhandlungen führen? Die Führungskräfte vor Ort können zwar Mitarbeiter einstellen und entlassen, haben aber keine Lohnverhandlungsvollmacht. Ich habe das Gefühl das Du unter Realitätsverlust leidest. Von den Strukturen eines Großkonzerns scheinst Du keine Ahnung zu haben. Mit Dir darüber eine Diskussion zu führen ist Zeitverschwendung.
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BTW:
Gewerkschaften bzw. Tarifverträge haben einen Vorteil. Da entscheiden die Tarifpartner was verdient wird. Dadurch verdienen Frauen und Männer das gleiche. Da entscheidet der Tarifvertrag was Frau verdient, und nicht der männliche Arbeitgeber. -
Das wäre eine saubere Sache: Kündigen, mit mehreren potentiellen Arbeitgebern verhandeln, und dann neuen Arbeitsvertrag (egal wo) abschließen. Gute Fachleute werden überall gesucht.
Wenn alle EVG-Mitglieder kündigen, wer macht dann freiwillig deren Arbeit? Wie willst Du 110.000 Mitarbeiter ersetzen wenn Du niemanden findest der diese Tätigkeit für das Geld erledigen möchte? An meinem derzeitigen Arbeitsplatz findet sich schon jetzt niemand der die Tätigkeit freiwillig macht (das hat aber auch mit der Arbeit/Tätigkeit zu tun, nicht alleine mit der Bezahlung), und gezwungen werden kann niemand. Und jetzt mal ehrlich, Eisenbahner-Fachwissen ist in der Privatwirtschaft wertlos. Ist ja nicht so wie bei der Bahn die jeden nimmt solange er die MPU besteht. Also denk erstmal nach bevor Du schreibst, lieber Goyale. -
Schön wäre es, wenn mal einen Monat niemand mehr mit der Bahn fahren würde
Der Spruch taugt noch nicht mal als schlechter Witz. Das ist einfach nur ein dummer Spruch. -
Dann müsste aber auch die Konzernleitung am selben Strang ziehen. Das werden wir aber nie erleben. Was das Krankfeiern betrifft gebe ich Dir Recht, das gilt aber generell und nicht nur an Streiktagen.
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Wäre es nicht besser, von Beginn an arbeitsvertragliche Dinge so zu vereinbaren, dass alle damit dauerhaft leben können?
Das funktioniert vielleicht in der Privatwirtschaft. Aber nicht bei den ehemaligen Staatsmonopolisten Bahn, Post und Telekom.