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Original geschrieben von demichve
Zweigniederlassungen von ausländischen Banken aus dem nicht EWR-Raum unterliegen der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung. Das gilt aber nicht für Banken aus dem EWR-Raum wie Consors Bank oder VTB.
-> das bedeutet, dass man eigentlich eher bei einer Bank aus Togo besser abgesichert ist (wenn man der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung mehr vertraut als der EU-weiten Sicherung) als bei einer Bank aus Frankreich oder Österreich. Also wäre es für uns Kunden sogar besser, wenn sich die Bank außerhalb der EU "absetzen" würde ...
Siehe http://www.vab.de/Deutsch/einlagensicherung/ 
wenn das tatsächlich stimmt, das wäre nicht schlecht. Das hätte ich nicht gedacht.
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Original geschrieben von Applied
Bleiben wir beim ursprünglichen Beispiel:
Ist nicht genau das bei Consors passiert?
Die gehörten, wenn ich nicht irre, zur deutschen Schmidtbank und müssten doch damit unter die deutsche (gesetzliche) Einlagensicherung gefallen sein - bevor sie von einer französischen Bank übernommen wurden?
Cortal war nur ein Beispiel.
Das mit der Übernahme der Schmidtbank ist schon lange her, das war alles vor den ganzen Kriesen im Bankenbereich. Damals gab es die Einlagensicherung gar nicht in der heutigen Form (nur eine Vermutung). Die einheitliche EU-weite Sicherung gab es damals vermutlich auch nicht.
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Original geschrieben von Applied
Wieso sollte sie das nicht können? Mir ist nun ehrlich gesagt kein Fall bekannt, bei dem spezifisch eine EU-Bank den Sitz ins Ausland verlegt hat. Aber dass Banken ihren Sitz wechseln ist durchaus möglich.
Eben genau dass das sicherlich möglich ist, genau das war der Hintergrund meiner Überlegungen. Und ob die sich so auch gleich aus der EU-weiten Einlagensicherung verdrücken können.
Irgendwann ist immer das erste Mal. Die erste Bank, die das macht, wird sicherlich nicht einer der großen Banken in Europa sein, sondern eine kleine Bank
Ich hab schon öfters Post von Unternehmen bekommen, dass die Firma X durch Firma Y übernommen worden sei, und damit auch alle Kunden und laufenden Verträge.
Da wurde ich auch noch nie gefragt ob ich überhaupt Kunde von Firma Y sein möchte. Da gab es auch kein Kündigungsrecht. Von daher bin ich skeptisch ob das bei Banken anders ein soll.
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Original geschrieben von Applied
Putin? Wäre mir neu, dass der bei einer österreichischen Bank das Sagen hätte.
Wie schon geschrieben, ich denke dass da mehr Beziehungen bestehen zwischen z.B. der VTB-Bank in Russland und der VTB-direkt in Österreich als nur der Namen. Irgend einen Grund muss es ja schließlich haben warum die VTB in Österreich und in Deutschland tätig ist. Es ist ja nicht so als dass in diesen Ländern Bankenknappheit herrscht und deshalb ein Vakuum herrschte, welches die VTB her gebracht hat.
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Original geschrieben von Applied Ich gehe im übrigen davon aus, dass die österreichischen Behörden schon einschreiten werden, wenn die Kundengelder oder die Solvenz der Bank selbst in Gefahr gerät. Rechtlich sehe ich das nicht wild.
Deswegen würde ich vermuten dass man einen "Diebstahl" der Einlagen auf zwei Wege begeht.
Schritt 1: Verlegung der Bank inkl. Sicherung in ein Russland-freundliches EU-Land (Ungarn wäre wie ich gehört habe ein solches Land)
Schritt 2: Die Machthaber dieses Landes ändern dann die Gesetze und machen es den Anlegern schwer/unmöglich an ihr Geld zu kommen.
Wenn die Österreicher merken dass es problematisch wird mit einer solchen Bank, und die Bank dann anbietet dass sie in ein anderes Land umzieht und die Sicherung mitnimmt, dann werden die Öschis einen Teufel tun und ein Sorgenkind unbedingt im Land behalten wollen.