Beiträge von ingo74

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich weiß jetzt nicht was die Grünen in BW 1995 für Meinung zu S21 vertreten haben, das Thema war ja zumindest außerhalb von BW kaum bekannt. Wenn die da zu diesen Thema eine ganz andere Meinung vertreten haben sollten, dann wäre das ja noch viel schlimmer mit deren Doppelzüngigkeit.



    hatte ich hier schonmal verlinkt - viele der Forderungen der grünen von damals sind die, die sie heute vehement bekämpfen:
    http://www.reinhard-loeffler.d…-20-s21-arbeitspapier.pdf

    Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    Ein fader Beigeschmack bleibt für mich auch das die Grünen nun das vehement bekämpfen, was sie selber mal gefordert haben - was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, wenn ich heute mit dem Gegenteil Erfolg habe und keiner merkt es


    ich meinte damit nicht den Bund, NRW, Hamburg etc sondern zum Thema passend s21 bzw die Forderung der grünen von 1995...

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Darum ist alles was diese Partei gegen S21 vorbringt nicht aufrichtig, scheinheilig und Wahlkampfgetöse.


    Ein fader Beigeschmack bleibt für mich auch das die Grünen nun das vehement bekämpfen, was sie selber mal gefordert haben - was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, wenn ich heute mit dem Gegenteil Erfolg habe und es keiner merkt....



    by the way - gibt es irgendwo für uä eine Art Zusammenfassung der schlichtungsgespräche..?

    Ich sitze 3,5m vor ner 92" Leinwand - die Größe und der Abstand ist perfekt..!
    BluRay ist das Stichwort - aber auch DVD geht gut wenn man nen guten Player hat der hochskaliert...


    Und wenn du Zufaul bist - wozu gibt es Fernbedienungen mit Makros, ein Knopf und alles läuft an ;)

    Zitat

    Original geschrieben von prodr
    Heute 21.45 im Ersten kommt ein Bericht von Monitor: Stuttgart 21 - Warum die Polizei wirklich so hart zuschlug.


    Mmmh, sehr einseitiger Bericht, neutral ist was anderes, hier wurde nur eine Sichtweise dargestellt, bzw das gezeigt, was dazu passt, gibt genügend andere Bilder die das Gegenteil der Aussage dieses berichtes zeigen....
    Aber die Erosion des rechtsverständnisses wurde unbewusst gut herausgearbeitet ;)

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Daran sieht man wieder, wo man Menschen mit Führungsqualitäten finden kann. ;)


    Frankie


    hierzu sag ich mal besser nichts...... :cool:


    oder doch ;)
    nach dem 2. weltkrieg hat das auch ein teil deutschlands gedacht - die schulden zahlen wir nach 20 jahren einheit immer noch ab....





    im moment geht eine studie der grünen von 95 durch das internet:
    http://www.reinhard-loeffler.d…-20-s21-arbeitspapier.pdf


    sie liest sich etwas anders als das, was die grünen jetzt so von sich geben...



    reinhard löffler von der cdu interpretiert das so:
    "„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“. Dieser Satz wird Konrad Adenauer zugeschrieben. Er spendet allen Trost, die vergesslich sind oder – gleich aus welchen Gründen – ihre Meinung ändern. Diesen Trost bedürfen auch die Grünen. In den Jahren 1992 bis 1995 haben sie... eine Arbeitsgruppe mit dem Namen „Alternativen sind machbar!“ ins Leben gerufen, die „Grüne Vorschläge zu Stuttgart 21 und dem Entwicklungskonzept Filder“ vorgelegt hat. Diese Arbeitsgruppe war hochrangig besetzt: Winfried Hermann (damals Landesvorsitzender der Grünen in Baden-Württemberg, Fritz Kuhn, damals Fraktionsvorsitzender im Landtag, Biggi Bender, damals stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag, Dr. Michael Kienzle, damals Sprecher der Grünen im Gemeinderat und weiteren 9 Personen). In diesem Arbeitspapier wird eine Planskizze zu S 21 vorgelegt, deren Ähnlichkeit zum heutigen Entwurf als rein zufällig angesehen werden kann. Vorgeschlagen wurde eine Untertunnelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit vier Gleisen und einen Tunnel entlang der heutigen Strecke durch den Schlossgarten auf die Filder und von dort nach Ulm. In einer Resolution würdigten die Grünen die Vorteile ihres Tunnelprojektes. Sie hoben die wirtschaftlichen Vorzüge hervor und wiesen auf die ökologischen Folgen eines möglichen Kopfbahnhofs oder eines Ausbaus des Bahnhofs in Bad Cannstatt hin. „Vordergründe Kostenvorteile“ dürften nicht gegengerechnet werden. Die Resolution endet mit der Forderung an die Deutsche Bundesbahn „sich unverzüglich und unmissverständlich auf eine Unterfahrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs für den Personenschnellverkehr festzulegen und damit dem wichtigen Unternehmensziel der Deutschen Bundesbahn gerecht zu werden, die Attraktivität des schienengebundenen Personenverkehrs gerecht zu werden“. Die Grünen haben diesem Beschluss einstimmig zugestimmt. Die Grünen haben sich damals schon Argumente herangezogen, die heute von den S 21 Befürwortern auch vorgetragen werden. Sie waren damals die Vorreiter und die Initiatoren für das Projekt S 21. Sie haben das Projekt vorangetrieben. Ihr Meinungsumschwung kann kaum damit erklärt werden, dass sich ihre Gesichtspunkte geändert werden, sondern nur damit, dass sie sich einer Protestbewegung angeschlossen haben, die ihnen bei Wahlen mehr Stimmen einbringen kann. Mit sachlicher Politik hat das nur wenig gemeinsam. Gemeinhin nennt man das Populismus. "



    interessant ist auch sein "offener brief" an die k21 befürworter:
    http://www.reinhard-loeffler.de/1_meldungen.php


    "Die Grünen fordern einen Bürgerentscheid, mit der Begründung, dass das Projekt damit verhindert werden kann. Der Zeitpunkt für einen Bürgerentscheid wurde aber verpasst. Er hätte vor den parlamentarischen Beschlüssen zustande kommen müssen. Das wissen auch die Grünen, dennoch wiegeln sie die Leute auf, indem sie ihnen weismachen, mit einem Bürgerentscheid könnte das Projekt noch gestoppt werden. Außerdem ist Stuttgart 21 ein Projekt, das dem ganzen Land zugute kommt und über das deshalb ohnehin nicht nur die Stuttgarter allein entscheiden könnten.


    Bisher haben Befragungen gezeigt, dass sich Befürworter und Gegner etwa die Waage gehalten haben. Mit einer Kampagne wird nun versucht, die Gewichte zu verschieben. Es ist ein altes Rezept der Linken mit der Forderung nach Volksentscheiden die parlamentarische Demokratie auszuhebeln. Da wird hysterische Stimmungsmache betrieben, der dann leider auch viele Leute folgen, die sonst ganz vernünftig sind (vor hundert Jahren hat das bereits Le Bon in seiner „Psychologie der Massen“ beschrieben), und wenn dann in einer solchen hysterischen Atmosphäre abgestimmt wird, fällt das Ergebnis entsprechend aus. Die Linken sehen darin die Möglichkeit, dass Minderheiten die Mehrheit beherrschen können. Die verstorbene Meinungsforscherin Noelle Neumann hat diesen Prozess in ihrer „Schweigespirale“ beschrieben. Minderheiten setzen sich mit Hilfe der veröffentlichten Meinung gegen die „schweigende Mehrheit“ durch....


    Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass die Verhinderer Unrecht hatten: Das augenfälligste in Stuttgart ist der Erfolg der neuen Messe aber auch der Fernsehturm oder die Liederhalle sind solche Beispiele.


    Am verständlichsten sind noch die Bedenken, wegen der riesigen Kosten und der ungewohnten Dimension. Aber Großprojekte werden heute überall auf der Welt in Angriff genommen und erfolgreich bewältigt. Der Berliner Bahnhof hat auch 10 Milliarden gekostet, ohne dass die Grünen deshalb auf die Barrikaden gegangen wären.


    Die Grünen schüren den Protest, und verhalten sich undemokratisch, indem sie demokratisch gefasste Beschlüsse nicht akzeptieren. Mandatsträger beteiligen sich an Sitzblockaden und lassen sich wegtragen. Sie fordern einen Bürgerentscheid, obwohl sie wissen, dass das Projekt damit nicht gestoppt werden kann....


    Für einen großen Teil der Initiatoren geht es längst nicht mehr um Stuttgart 21, sondern um die Macht der Straße, die es „denen da oben“ zeigen soll. Ein Teil der Demonstranten fühlt sich als „Widerstandskämpfer“ und man hat bewusst die Bezeichnung „Montagsdemonstrationen“ gewählt, um zu suggerieren, dass es sich um eine „friedliche Revolution“ handelt, wie damals in der DDR.


    Es gibt da nur einen kleinen Unterschied. Die Montagsdemonstrationen in Leipzig richteten sich gegen einen Unrechtsstaat, der seine Bürger einsperrte und knebelte. Die Stuttgart 21 – Demonstrationen richten sich gegen den freiheitlichsten Staat, den es je auf deutschem Boden gegeben hat. Sie zielen darauf ab, die parlamentarische Demokratie auszuhebeln...


    Die Botschaft der Grünen und der Demonstranten lautet: Wenn man nur laut genug schreit und genug Leute auf die Straße bringt, kann man jeden parlamentarischen Beschluss kippen. Das ist im Grunde eine Kampfansage an unsere parlamentarische Demokratie, wie sie in unserer Verfassung verankert ist..."

    hätte würde wenn - ich glaub mittlerweile keiner genannten zahl, da einfach die grundlage der berechnung fehlt. ich bin gespannt auf die vermittlung, da sollen ja auch die kosten dargestellt werden....
    trotzdem ist es für mich ein phänomen wie fast jeder (!) bauauftrag der gemeinden, städte. länder, bund etc. immense kostensteigerungen hat, in wuppertal kenn ich das nur so, in hamburg die elbphilharmonie.. ich denke die liste der beispiele ist unendlich...
    somit ist DAS nichts neues und nicht auf s21 begrenzt...