Beiträge von ingo74

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    Original geschrieben von wrywindfall
    Und wenn man dann links mal vorschriftsmäßig langsam fährt, fahren die so dicht auf, dass man meint, die wollen einen gleich nach hause mitnehmen. Was nützen die die Geschwindigkeitsbeschränkungen, wenn sich nicht alle daran halten müssen?


    fahr doch einfach rechts rüber ;)

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    Original geschrieben von VFBler
    Aber wir schweifen wieder ab. Sollten wir nicht endlich mal zu diesem Thema nen eigenen Thread auf machen? ;)


    ich denke das das thema nicht ausgelagert werden muss, der thread stellt ganz gut die situation um s21 dar - es geht im prinzip um 2 sachen, zum einen s21 direkt, was aber immer mehr in den hintergrund gerät und zum anderen die, die s21 aus parteitaktik zur eigenen machtstärkung benutzen...

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    Original geschrieben von VFBler
    Seit der letzten Wahl aber deutlich Erik. Man siehe nur die FDP: Wieviel Prozent hatten Sie bei der Wahl? 17%??? Und jetzt knabbern sie an der 5% Hürde rum weil sie Dinge versprochen haben die eigentlich so nicht machbar waren. Aber die Wähler vielen drauf rein obwohl es Stimmen gab die dagegen gewarnt haben. Aber so ist es nunmal wenn man nur Weis sehen will statt auch Schwarz mir den vielen Grautönen dazwischen.


    wenn es das wäre, dann frag ich mich, warum die grünen so profitieren - gerade die sind häufig an der realität gescheitert, aber geschadet hat es nicht..
    also geht es um was anderes oder es kommt noch was anderes dazu, ich denke da an selbstdarstellung der partei, kommunikation, gute pr, etc - und vor allem die anderen parteien, bzw deren schlechtes auftreteten, selbstdarstellung, kommunikation, pr, etc...


    die grünen benutzen s21 und den protest und profitieren davon und gerade deswegen wird das

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    Original geschrieben von Carsten
    Die Grünen haben vermutlich grade am meisten Angst vor der Stimmung in Stuttgart, weil sie IMHO selbst nach einem Wahlsieg S21 nicht mehr aufhalten werden können, und dann könnte es mal richtig Zunder geben.


    noch ein interessantes thema werden

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    Original geschrieben von oleR
    "Was die Bevölkerung doch überhaupt nicht kapiert hat ist, dass fast das komplette Geld für überhaupt nichts anderes hätte ausgegeben werden können."


    Das sind politische Zielsetzungen und damit änderbare Dinge. Mal davon abgesehen kommt ein Gutteil aus allgemeinen Fördertöpfen, die auch für andere Projekte umsetzbar wären. Auch in BaWü gibt es genug Bahnprojekte, die hoffnungslos überlastet sind, aber mangels Geld nicht realisiert werden.


    du hast anscheinend das system mit den "fördertöpfen" nicht ganz verstanden, das geld ist nicht weg, fließt aber zurück, wenn es nicht abgerufen wird und dann gibt es mehrere möglichkeiten, was dann passiert, fakt ist jedoch, das man das geld dann nicht einfach nehmen kann und sagen, das wird nicht gemacht, aber dafür wird das gemacht.
    die gelder müssen beantragt und zugewiesen werden und das dauert seine zeit und zb die eu gelder werden dann sicher nicht nach deutschland gehen...


    womit wir bei einer meiner fragen sind - was ist denn nun eigentlich eine machbare alternative zu s21..?






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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Nun ja, wenn das Volk für Volksentscheide zu blöde ist, müsste man folgerichtig auch die Wahlen zum Parlament abschaffen, weil dabei dann ja auch nur Kappes rauskommen kann...
    ...


    manche themen sind für volksentscheide sicher prädestiniert und manche nicht. das hat meiner meinung nach nichts mit blödheit zu, sondern mit der komplexität des themas.
    und bei volksentscheidungen sollte man immer vorsichtig sein und bedenken, wie leicht meinungen und stimmungen durch medien etc manipuliert werden können..!



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    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Und ein 5 Milliarden-Projekt hat durchaus das politische und finanzielle Gewicht, dass die Bevölkerung einer Demokratie den Anspruch erheben darf, hier nicht de facto entmündigt zu werden. Denn machen wir uns nichts vor:


    In unserer parlamtentarischen Demokratie wird das Volk nach Stimmabgabe de facto und de jure umgehend entmündigt und bekommt einen "Vormund" vor die Nase gesetzt.


    ich weiß das das anscheinend nicht in dein weltbild passt, was du die grade zusammenreimst, aber ich zitiere es gerne nochmal:
    "Die Idee eines Durchgangsbahnhofs als Ersatz für den Stuttgarter Kopfbahnhof wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten geboren. Sechs Jahre später, im Jahr 1994, stellten das eigentliche Projekt Persönlichkeiten vor, die inzwischen Geschichte sind: der Ministerpräsident von Baden-Württemberg hieß Teufel, der Stuttgarter Oberbürgermeister Rommel, Verkehrsminister war Matthias Wissmann, Bahnchef Heinz Dürr. 1997 wurde der Architektenwettbewerb entschieden, 2001 begann das Planfeststellungsverfahren, 2005 wurde die Baugenehmigung erteilt, 2009 wurden die Finanzierungsverträge unterschrieben.


    Auf diesem langen Weg gab es die notwendigen Entscheidungen demokratisch legitimierter Instanzen: vom Gemeinderat über den Landtag bis zum Bundestag. Im Planfeststellungsverfahren wurden mehr als elftausend Einsprüche behandelt; 2006 wies das oberste Verwaltungsgericht Baden-Württembergs drei Klagen gegen den Umbau des Bahnhofs ab. Alle Regeln des Rechtsstaats wurden eingehalten, der Verfahrensweg wurde ausgeschöpft – nicht einmal die Gegner von „Stuttgart 21“ behaupten, dass ihnen der Rechtsweg verkürzt oder gar abgeschnitten worden sei..."
    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF…Tpl~Ecommon~Sspezial.html

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Vor allen Dingen verstehe ich nicht, warum hier alle unisono auf den von den Grünen vorgeschlagenen Weg eindreschen.


    ich antworte mal mit 2 zitaten aus der faz udn 1 aus dem fokus:
    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF…Tpl~Ecommon~Sspezial.html
    "Die Idee eines Durchgangsbahnhofs als Ersatz für den Stuttgarter Kopfbahnhof wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten geboren. Sechs Jahre später, im Jahr 1994, stellten das eigentliche Projekt Persönlichkeiten vor, die inzwischen Geschichte sind: der Ministerpräsident von Baden-Württemberg hieß Teufel, der Stuttgarter Oberbürgermeister Rommel, Verkehrsminister war Matthias Wissmann, Bahnchef Heinz Dürr. 1997 wurde der Architektenwettbewerb entschieden, 2001 begann das Planfeststellungsverfahren, 2005 wurde die Baugenehmigung erteilt, 2009 wurden die Finanzierungsverträge unterschrieben.


    Auf diesem langen Weg gab es die notwendigen Entscheidungen demokratisch legitimierter Instanzen: vom Gemeinderat über den Landtag bis zum Bundestag. Im Planfeststellungsverfahren wurden mehr als elftausend Einsprüche behandelt; 2006 wies das oberste Verwaltungsgericht Baden-Württembergs drei Klagen gegen den Umbau des Bahnhofs ab. Alle Regeln des Rechtsstaats wurden eingehalten, der Verfahrensweg wurde ausgeschöpft – nicht einmal die Gegner von „Stuttgart 21“ behaupten, dass ihnen der Rechtsweg verkürzt oder gar abgeschnitten worden sei..."



    eine volksbefragung am ende eines jahrelangen prozesses ist scheinheilig und dient in dem fall nur der stimmungsmache - funktioniert aber gut...



    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF…Tpl~Ecommon~Scontent.html
    "Nur, wie könnte eine Einigung auf eine nicht nur kosmetische Neuplanung tatsächlich zustande kommen? Per Volksentscheid gewiss nicht. Denn dazu müsste jemand einen kompletten Entwurf ausarbeiten, den das Volk dann genehmigen oder verwerfen könnte. Doch nach welchen Eckpunkten könnte so ein Entwurf entstehen? Gäbe es darüber nicht ebenso Streit wie jetzt über den alten Entwurf? Wer hätte überhaupt das Recht, Wünsche zu äußern, nur ein Stuttgarter oder jeder Deutsche mit Bahncard? Wer dürfte die Wünsche gewichten und die Widersprüche auflösen? Ein nach Parteienproporz besetzter runder Tisch, oder dürften auch Parteilose - wenn ja, nach welchem Schlüssel und in wessen Auftrag - mitbestimmen? Wäre das Ergebnis gerichtlich zu überprüfen, oder soll es der Rechtsstaatlichkeit entzogen werden? Und wer haftet für die Fehler, die sich so in das Bauwerk einschleichen könnten? Nicht zuletzt: Woher käme die Zuversicht, dass ein basisdemokratisch entstandener Entwurf einige Jahre später, wenn die Ausführungsplanungen fertig sind, nicht wiederum auf Widerstand stieße?..."



    wie es besser geht hatte ich auch schon verlinkt:
    http://www.focus.de/politik/de…cht-nicht_aid_560750.html
    "Römmele: Ein Beteiligungsverfahren. Was man in Stuttgart jetzt braucht, ist ein so genanntes „joint fact finding“. Gegner und Befürworter müssen sich zusammensetzen und zu einer gemeinsamen Interpretation der Fakten kommen. Erst dann kann man ausloten, wie viel Verhandlungsspielraum besteht. Das ist die erste Phase. Dann muss es einen ständigen Dialog geben, um das Konfliktpotential einzubinden und die Vielfalt der Stimmen für die Verbesserung des Projekts zu nutzen. So wie in Frankfurt.


    FOCUS Online: ... beim Bau der neuen Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen...


    Römmele: Frankfurt hatte sein Waterloo schon. Der Bau der Startbahn West hatte in den 1970er- und 80er-Jahren zu heftigen Protesten und gewalttätigen Demonstrationen mit Toten geführt. Als dann Ende der 90er-Jahre der Bau einer neuen Landebahn anstand, hat die Landesregierung von Anfang an das Gespräch mit den Gegnern gesucht. 1998 initiierte die rot-grüne Landesregierung unter Hans Eichel ein Mediationsverfahren und Roland Koch hat das später fortgeführt. Zwei Jahre lang wurde diskutiert, am Ende stand ein von allen fast allen Parteien anerkanntes Mediationspaket, der Anti-Lärm-Pakt. Auch danach wurde weiter miteinander geredet, bis heute begleitet ein regionales Dialogforum den Ausbau und die Umsetzung der Vereinbarungen.


    FOCUS Online: Warum wurden diese Erfahrungen nicht auch für das Großprojekt Stuttgart 21 genutzt?


    Römmele: Das ist mir schleierhaft. Die Schwaben haben da nicht über den eigenen Tellerrand hinausgeschaut. Allerdings muss man zugestehen, dass die Pläne zu Stuttgart 21 zunächst auch von der Bevölkerung positiv aufgenommen wurden. Das hat möglicherweise den Blick auf potenzielle Risiken verstellt...."

    Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    was genau willst du mir damit sagen?


    ganz einfach, es gibt unterschiedliche statistiken (hier von infratest dimap und emnid) die beide von sich behaupten, repräsentativ zu sein.
    das worauf ich angespielt habe, ist das, was sich hier im thread und draussen in der bevölkerung, immer wieder zeigt - viele der linken und vergleichbare nehmen bistimmte beispiele, um ihre meinung zu unterstützen, kommen dann gegenbeispiele, werden diese als falsch und nicht zutreffend abgewertet.
    als beispiel dient da übrigens auch die donnerstagsdemo - das was einige demonstranten behaupten wird als die wahrheit dargestellt, das was die polizei behauptet, als lügen und intrigen dargestellt..


    apropo - hier der link zum focus mit den umfragedetails (die sich übrigens - laut focus - auf gesamtdeutschland bezieht)und einige details aus dem polizeibericht:
    http://www.focus.de/politik/de…1-gegnern_aid_560519.html


    hier noch ein interessantes interview mit bezug auf eine ähnliche problematik von frankfurt (stichwort startbahn west) und deren lösung:
    http://www.focus.de/politik/de…cht-nicht_aid_560750.html



    da ich grad soviel verlinke ;) hier noch der heutige kommentar der faz:
    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    "...Nur, wie könnte eine Einigung auf eine nicht nur kosmetische Neuplanung tatsächlich zustande kommen? Per Volksentscheid gewiss nicht. Denn dazu müsste jemand einen kompletten Entwurf ausarbeiten, den das Volk dann genehmigen oder verwerfen könnte. Doch nach welchen Eckpunkten könnte so ein Entwurf entstehen? Gäbe es darüber nicht ebenso Streit wie jetzt über den alten Entwurf? Wer hätte überhaupt das Recht, Wünsche zu äußern, nur ein Stuttgarter oder jeder Deutsche mit Bahncard? Wer dürfte die Wünsche gewichten und die Widersprüche auflösen? Ein nach Parteienproporz besetzter runder Tisch, oder dürften auch Parteilose - wenn ja, nach welchem Schlüssel und in wessen Auftrag - mitbestimmen? Wäre das Ergebnis gerichtlich zu überprüfen, oder soll es der Rechtsstaatlichkeit entzogen werden? Und wer haftet für die Fehler, die sich so in das Bauwerk einschleichen könnten? Nicht zuletzt: Woher käme die Zuversicht, dass ein basisdemokratisch entstandener Entwurf einige Jahre später, wenn die Ausführungsplanungen fertig sind, nicht wiederum auf Widerstand stieße?..."


    "...Der angeblich konservative Grüne Kretschmann hat in dem einen Punkt recht, dass die Bürger „keine zehn Milliarden oder mehr sinnlos vergraben sehen“ wollen. Echte Bürger wollen nicht einmal eine Milliarde sinnlos ausgeben lassen. Da kein verbindliches Stuttgart 22 in Aussicht steht, es jedoch ein solches Stuttgart 21 gibt, das allerdings mit jeder Unterbrechung teurer wird, ist nicht ein Baustopp vernünftig, sondern ein Proteststopp...."



    ich denke, dass sich nach der aufregung über den donnerstag sich die fronten im zuge der schlichtung glätten und s21 - etwas verändert - gebaut wird. die kommentare - nach dem donnerstag gegen s21 - drehen sich langsam wieder und mit ihnen werden viele auch ihre meinung wieder ändern...