Beiträge von Christian

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    Original geschrieben von re_ality
    Also solange sich keiner darüber aufregt und es nicht "raus" kommt kann man ja wohl eh "alles" machen. Wo kein Kläger da kein Richter. *schulterzuck*

    Das ist wahr, aber es braucht sich nur mal ein Schüler bei seinen Eltern zu verquatschen, der Vater hat vielleicht sowieso schon eine Abneigung gegen die Schulleitung, meldet den Vorfall, und schon hat man ein Problem. An meinem Gymnasium wurde mal eine Filmvorführung (es sollte Eintritt bezahlt werden) in letzter Minute gecancelt - wenn das stattgefunden und herausgekommen wäre, hätte die Schule ziemlichen Ärger bekommen können.


    Also lieber keinen "offiziellen" Eintritt verlangen, sondern die Sache über irgendwelche Umwege finanzieren.

    Tja, die Realität kann man glücklicherweise unterschiedlich sehen - ansonsten hätte sich der gute Mann ja auch eifrigst beteiligen müssen, um die Kirch-Pleite zu verhindern. Aber irgendwie hat er sich da ziemlich zurückgehalten, obwohl der Kirch ein ganz kleines bißchen größer war / ist als Mobilcom...

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    Original geschrieben von bluebasic
    übrigens ...


    11.+9.+2+0+0+1

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    Original geschrieben von bluebasic
    das mit der 23 ist doch blödsinn ... die rechnung hat doch garkein system ...

    Wie paßt das denn jetzt zusammen? Du hast das Thema hier doch überhaupt erst aufgebracht - also wieso ist das auf einmal Blödsinn?

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Interessantes Protokoll. Stimmt, die meisten Zwischenrufe bekommt man wirklich nicht mit. Beim direkten Vergleich fällt mir auf, daß das parlamentarische Verhalten der Union im Vergleich mit SPD und Grünen unter aller Sau und in erster Linie von Hilflosigkeit geprägt ist.

    Insbesondere Glos von der CSU tut mal wieder sein bestes, um negativ aufzufallen; aber das ist anscheinend normal (siehe Protokoll zur Skandal-Rede von Schill)... :flop:


    Aber es ist wirklich erstaunlich, welch ein Unterschied zwischen den oberflächlich zivilisierten Bundestags-Ausschnitten, die man gelegentlich im Fernsehen sieht, und der ziemlich ungehobelten Realität besteht.

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Ich habe mich leider in eine kleine Diskussion zu den von mir genannten Punkten verwickeln lassen, was hier absolut ot ist und auch nicht Sinn und Zweck der Sache war. Daher gibt es von mir in dieser Richtung keinen weiteren Diskussionsbeitrag.

    Eigentlich schade; ich fand es eigentlich sehr interessant und auch durchaus konstruktiv - auch wenn es natürlich wie schon gesagt OT war... :rolleyes:

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Was Demonstranten angeht: Wenn ein Demonstrant mit einem Stein oder einem Molotovcocktail wirft, dann ist das Leben der Polizisten durchaus in Gefahr. Oder nehmen wir den Hooligan damals in Frankreich, der den Polizisten zusammengeschlagen hat. Gegen solche Subjekte muß Waffengewalt erlaubt sein, natürlich mit der Maßgabe, die betreffenden Personen möglichst nicht zu er-, sondern nur anzuschießen. So, wie es heute ist, muß jedoch ein Polizist, der einen Menschen auch nur ins Bein schießt, von dem er mit Steinen und brennenden Flaschen angegriffen wird, befürchten, selbst bestraft zu werden. Und das kanns nicht sein. Ich denke allerdings auch hier weiter: Wären Polizisten ermächtigt, öfters von ihrer Waffe Gebrauch zu machen, würden es sich die Chaoten wohl zwei Mal überlegen, ehe sie einen Stein werfen.

    Was einen Molotov-Cocktail oder die Hooligan-Situation damals in Frankreich angeht, fände ich den Einsatz der Schußwaffe durchaus gerechtfertigt. Mollies sind sehr gefährliche Waffen und die Hooligans damals waren in der Überzahl, da kann man eine Notwehr-Situation durchaus gelten lassen. Bei Steinen sieht es wieder anders aus. Wenn ein Steinewerfer einem bewaffneten Polizisten gegenübersteht, halte ich das Ziehen der Waffe und vielleicht - wenn das nicht hilft - einen Warnschuss in die Luft noch für vertretbar; bei einem gezielten (möglicherweise tödlichen) Schuß wird's aber ziemlich kritisch; natürlich kommt es aber auch hier zu Situationen, in denen ein Polizist seine Waffe gerechtfertigterweise ziehen muß.
    Kurz und bündig: Durch die momentane Gesetzgebung sind Polizisten gezungen, mit dem Einsatz der Waffe bis zum allerletzten Moment zu warten, wodurch sicher eine Menge Blutvergießen vermieden wird - stell Dir mal eine Situation wie Wackersdorf ohne eine solche "Hemmschwelle" vor; das würde in einer entsprechend aufgeheizten Atmosphäre in einer ausgiebigen Schießerei enden.


    Dazu kommt noch ein sekundäres Problem - nämlich die schlechte Schießausbildung bei der Polizei (natürlich ließe sich das regeln, aber momentan sieht es eben so aus). Ich bin eigentlich ganz froh, wenn Polizisten, die im Jahr durchschnittlich 100 Schuß auf dem Schießstand abgeben, ihre Waffen so lange wie möglich stecken lassen - denn wenn sie das nicht tun, werden nicht selten auch Unbeteiligte verletzt, weil die Beamten insbesondere auf größere Entfernungen oft nicht richtig treffen.



    Das ist zwar alles eigentlich Mega-OT, ich halte es aber trotzdem für wichtig.

    @ BB007: So sehr ich Deine Meionung sonst schätze (auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind ;)), diesmal hat es mir echt fast die Schuhe ausgezogen, als ich das gelesen habe:

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    Original geschrieben von BigBlue007 Radikale Entschärfung der Vorschriften hinsichtlich des Waffeneinsatzes durch bewaffnete Kräfte (Polizei): Warum dürfen mit Steinen werfende Demonstranten nicht an- und zur Not auch erschossen werden?!?

    Meinst Du das echt ernst?!? :eek: Ich halte das für einen deutlichen Widerspruch zu Deiner IMHO radikal pazifistischen Position die Du in unserer gemeinsamen "Nach-Erfurt-Diskussion" bezogen hast, als Du Dich sehr deutlich gegen den Waffenbesitz im Allgemeinen gestellt hast (mit Ausnahmen für Jäger, wenn ich mich recht erinnere). Wie kannst Du da fordern, daß diejenigen, die in ihrem Beruf (legal) eine Waffe tragen, diese leichter einsetzen dürfen sollten? Und wie begründest Du das? Notwehr kannst Du vergessen, denn Notwehr ist lediglich die Abwehr eines gegenwärtigen Angriffs unter geringstmöglicher Gewaltanwendung (lernt man in der Waffensachkunde-Prüfung) - wenn ein Polizist einen Steinewerfer erschießt, steht die Abwehr des Angriffs in einem eklatanten Mißverhältnis zus Massivität des Angriffs selbst.
    Zusätzlich kann ich mir echt nicht vorstellen, daß ein intelligenter Mensch - und dafür halte ich Dich - tatsächlich Verhältnisse wie beim G8-Gipfel in Genua riskieren möchte, wo harmlose Demonstranten von einer armeeartig auftretenden Polizei gnadenlos zusammengeknüppelt und ja einer (der allerdings etwas weniger harmlos war) sogar erschossen wurde (die genauen Umstände sind noch immer nicht geklärt); denn genau zu solchen Verhältnissen würde die von Dir geforderte Senkung der "Hemmschwelle" beim Waffeneinsatz führen.



    Zum "radikalen Verbot rechter Gruppierungen und Parteien ohne lange Diskussionen":
    Da sind wir uns einig - das wäre wünschenswert. Aber wieder stellt sich die Frage, wie das durchgezogen werden sollte. Man kann nicht alleine den Verdacht auf Rechtsradikalismus als Beweis nehmen (auch wenn das natürlich häufig ziemlich praktisch wäre), denn wir leben in einem Rechtsstaat, in dem Jeder so lange unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist. Wie also willst Du das anstellen, ohne das Grundgesetz (und damit einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Demokratie) abzuschaffen? Und wo willst Du die Grenze ziehen - wann ist eine Gruppierung radikal genug, um verboten zu werden? Geht es da um die REPs oder die NPD, oder genügen schon Tendenzen wie im rechten Flügel der CSU (der auch nicht ohne ist)? Und wer garantiert Dir, daß ein solches Gesetz zum Verbot radikaler Gruppierungen, wenn es einmal existiert, nicht auf andere, vielleicht einfach nur unbequeme Gruppen ausgeweitet wird - was letztlich irgendwann doch wieder in eine Art Diktatur münden würde?



    Ich habe einfach - wie auch bei Deiner Star-Trek-Theorie einer besseren Gesellschaft im "wen soll ich wählen"-Thread - das Gefühl, daß Du Deine Theorien und Lösungsvoschläge, die im Ansatz durchaus überlegenwert sind, nicht bis in die letzte Konsequenz durchdenkst und ihre Durchführbarkeit hinterfragst, denn dann würde Dir auffallen, daß sie meist (leider) nur eines sind: Utopien... ;)