Beiträge von Christian

    Hi Ihr!


    Ich muß eine Arbeit über eine Britische Politikerin (sitzt als Vertreterin der Labour-Regierung im Präsidium der Europäischen Union) schreiben und habe herausgefunden, daß sie Mitglied in einer Gesellschaft namens "Fabian Society" ist, allerdings bin ich trotz Dauer-Googeln nicht so richtig darauf gekommen, was die eigentlich machen; auch die Homepage dieses Vereins hat mir nicht so richtig geholfen. Ich habe den Eíndruck, daß das eine Art Forum für Intellektuelle ist, in dem aktuelle zeitgeschichtliche Vorgänge diskutiert werden, habe aber keine Ahnung, ob da darüber hinaus noch etwas getan wird.


    Hat zufällig schon mal jemand etwas darüber gehört und kann mir Genaueres über diese Gesellschaft sagen?


    Danke schon jetzt! :)



    Grüße, Krähe

    Zitat

    Original geschrieben von Pandur
    Natürlich, aber um eine Entscheidung treffen zu können, sollte man sich vorher informieren... und dazu hätte dieser Thread dienen können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


    Ich denke nicht, daß das in einem Thread (egal in welchem Forum) möglich ist, denn um solch eine Information bereit zu stellen, müßte man im Prinzip die Programme jeder erdenklichen Partei mehr oder weniger "sezieren" und einander gegenüber stellen; nur so würde man einen einigermaßen objektiven und umfassenden Überblick bekommen.


    Meiner Ansicht nach ist es überhaupt nicht richtig möglich, jemandem bei seiner Wahlentscheidung zu helfen, da jeder Mensch seine Prioritäten anders setzt. Außerdem ist das IMHO eine Entscheidung, die jeder für sich alleine treffen sollte. Ich hatte aber ehrlich gesagt ohnehin nicht das Gefühl, daß SF³ wirklich gesagt bekommen wollte "wähle das und das" - meiner Ansicht nach ging es generell um das Ausdrücken einer gewissen Ratlosigkeit im Bezug auf die gegenwärtige Politik. Zumindest ist das der Eindruck, der bei mir entstanden ist; sollte ich da falsch liegen, tut's mir leid, und ich bitte um Berichtigung! ;)

    @ Pitter / Luposen:


    OK, Strauß, und Lambsdorff stammen aus einer Zeit, als ich noch zu jung war, um mich wirklich für Politik zu interessieren.


    Bei Kohl war es IMHO so, daß einerseits seine Verfehlungen erst richtig ans Licht kamen, als er schon nicht mehr im Amt war und ihm andererseits andere Dinge wie zum Beispiel der Spendenskandal (leider) nie so richtig nachgewiesen werden konnte (so wie es halt immer ist); Kohl war / ist für mich eher ein relativ gerissener Betrüger. Scharping hingegen scheint entweder dumm oder einfach nur völlig unfähig zu sein, denn bei ihm ereigneten sich die Skandale vor laufenden Kameras (Route der Bundeswehr im Kosovo) bzw. in Boulevard-Blättchen, wo sie jedermann sehen / nachlesen konnte (Bade-Bilder in der "Bunte"). Das ist für mich schon ein Unterschied, denn Scharping konnte man konkret auf seine Fehler festnageln, während bei anderen politischen Skandalen immer ein Hauch Unsicherheit über die Hintergründe / Hintermänner blieb, so daß man kaum jemanden konkret dafür verantwortlich machen konnte.

    Ehrlich gesagt wundert es mich, daß das nicht schon vorher passiert ist, denn auch wenn ich mich noch so anstrenge - ich erinnere mich an keinen Politiker, der trotz so vieler Schnitzer und Skandalen / Skandälchen so lange im Amt geblieben ist...

    @ Pandur: Wenn man mal nur den OT-Bereich von TT betrachtet, ist dieser Thread meiner Ansicht nach definitiv derjenige mit der meisten Substanz; etwas in der Art habe ich bei TT echt bisher noch nicht gelesen. Wenn Dir der Thread nicht gefällt, lies ihn doch einfach nicht! ;)



    @ BB007


    Ich habe bezogen auf Star Trek nur die menschliche Gesellschaft gemeint – ich denke, wir sind uns einig, dass beispielsweise die Gesellschaft der Ferengi ohne Zahlungsmittel innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen würde... ;)


    Weiterhin:

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Zum einen müssen sich die Wertvorstellungen aller Menschen auf der Welt angleichen. Vereinfacht ausgedrückt: Solange die Menschen an verschiedene Götter glauben, wird das nichts. Ich persönlich gehe als Nichtgläubiger sogar soweit zu sagen "Solange sie an überhaupt irgendwelche Götter glauben...". ;)
    Zum Zweiten muß die Produktivität ein solches Maß erreichen, daß alle Bedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können. Normale Bedürnisse natürlich. Und dann braucht man auch kein Geld mehr.


    Bei Punkt 1 sind wir uns einig. Ich bin ebenfalls Atheist, und meiner Ansicht nach neigen sehr religiöse Menschen häufig dazu, negative Ereignisse oder Zustände als gottgegeben hinzunehmen (meist quittiert mit den Worten "Gottes Wege sind unergründlich"); dies fördert IMHO die Passivität des Menschen (daher vermutlich auch der bekannte Spruch "Religion ist das Opium für das Volk").


    Punkt zwei klingt logisch, ist aber wieder eine positive Utopie (diesmal IMHO sogar eine absolute - also undurchführbare), und zwar aus folgendem Grund:
    Dieser Ansatz funktioniert definitiv nur, wenn wirklich sämtliche Menschen auf der gesamten Erde mit allem versorgt werden könnten, was sie brauchen; denn wenn sich das nur auf ein Land oder einen Kontinent bezieht, käme es (bezogen auf die gesamte Welt) zu einem gefährlichen "Reichtumsgefälle" (ich nenne es jetzt einfach mal so), das ein enormes Konfliktpotential in sich birgt.
    Ich bin aber der Ansicht, dass es nie möglich sein wird, die Bedürfnisse wirklich aller Menschen zu befriedigen, denn erstens halte ich es für absolut ausgeschlossen, Milliarden von Menschen alles zur Verfügung zu stellen, was sie brauchen / möchten, und zweitens wollen Menschen generell immer mehr als sie haben; ich habe ernsthafte Zweifel, dass es einen Zustand gibt, in dem ein Mensch dauerhaft glücklich und zufrieden ist. Daher halte ich die Verwirklichung dieses (in der Theorie sicher richtigen) Ansatzes für vollkommen ausgeschlossen.

    Was hat denn die Netzanzeige an Deinem Urlaubsort gesagt? Es wäre ja auch möglich, daß einfach der dortige Empfang einfach nicht er allerbeste war und das Handy somit einfach etwas mehr zu tun hatte, um sich ins Netz einzubuchen. Das würde sich auch in der Anzeige der restlichen Standby-Zeit niederschlagen, da das Handy für diese Angabe ja eine Art Nutzungsstatistik aufstellt...

    Ist zwar im Grunde genommen etwas OT, ich würde aber trotzdem gerne etwas dazu sagen:


    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Als Star Trek - Fan träume ich von einer Welt, in der Menschen intelligent sind, sich aktiv mit sich und ihrer Umwelt befassen und bestrebt sind, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, und zwar primär um des Einbringens willens. Erst mit solchen Menschen ist etwas wie eine echte "Demokratie", das dann auch wirklich diesen Namen verdient, realisierbar. Weder unsere noch unsere unmittelbar nachfolgenden Generationen werden das erleben, aber irgendwann mal wird es hoffentlich soweit sein.


    Ehrlich gesagt glaube, oder besser gesagt fürchte ich, daß es nie so weit kommt, egal wie wünschenswert dieser Zustand auch wäre. Die Gesellschaft in Star Trek ist, um es mal mit den Worten eines (angehenden ;)) Soziologen auszudrücken, eine positive Utopie, also eine im Grunde genommen gute Vorstellung, deren Durchführung allerdings so gut wie unmöglich ist.
    Wenn ich mal mein etwas angestaubtes Wissen über Star Trek herausziehe, basiert doch die (menschliche) Gesellschaft einfach darauf, daß alle Menschen beispielsweise ihren Beruf nicht für Geld sondern zum Wohle der Gemeinschaft und um seines selbst Willen ausüben (sollte ich da daneben liegen, bitte ich um Berichtigung), und ich bin mir sehr sicher, daß die menschliche Gesellschaft einen solchen Zustand niemals erreichen wird. Ich halte die Matrix-Definition der Menschheit ("die Menschheit ist ein Virus") für eher zutreffend, denn die Menschen sind meiner Ansicht nach im Grunde ihres Herzens absolute Egoisten - eine Neigung, die IMHO nur durch die Erziehung (hier v. a. das Beibringen von Werten) unterdrückt werden kann und so lange verborgen bleibt, bis ein Mensch wirkliche Macht hat. Es mag zwar Menschen geben, die sich nicht von Macht haben korrumpieren lassen, nur fällt mir ehrlich gesagt gerade keiner ein... Daher würde meiner Ansicht nach die Star-Trek-Gesellschaft nicht funktioniren, denn sie basiert darauf, daß ein absoluter Großteil der Menschen bei all ihren Handlungen immer das Wohl der Gesellschaft im Hinterkopf hat und im Grunde genommen ihre eigenen Belange den Belangen der Gesellschaft unterordnen, und für ein solches Verhalten sind die Menschen vermutlich einfach nicht ausgelegt. Unter Umständen, obwohl ich nicht daran glaube, kommt es im weiteren Verlauf der Evolution so weit, daß die Menschen (wenn sie sich bis dahin nicht alle gegenseitig umgebracht haben) ihr Steinzeit-Denken ("erst ich - dann der Rest") ablegen und als Gemeinschaft denken und handeln, aber das dürfte deutlich länger dauern als bis zu den Jahren um 2100 / 2200, in denen Star Trek spielt. Allerdings bin ich mir wirklich nicht sicher, ob es die Menschheit überhaupt in bis dahin schafft... :(



    Wie gesagt, das war jetzt ziemlich OT, aber trotzdem wollte ich es gerne mal gesagt haben. Hoffe, das ist in Ordnung! :rolleyes:


    Grüße, Krähe