Ist zwar im Grunde genommen etwas OT, ich würde aber trotzdem gerne etwas dazu sagen:
Zitat
Original geschrieben von BigBlue007
Als Star Trek - Fan träume ich von einer Welt, in der Menschen intelligent sind, sich aktiv mit sich und ihrer Umwelt befassen und bestrebt sind, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen, und zwar primär um des Einbringens willens. Erst mit solchen Menschen ist etwas wie eine echte "Demokratie", das dann auch wirklich diesen Namen verdient, realisierbar. Weder unsere noch unsere unmittelbar nachfolgenden Generationen werden das erleben, aber irgendwann mal wird es hoffentlich soweit sein.
Ehrlich gesagt glaube, oder besser gesagt fürchte ich, daß es nie so weit kommt, egal wie wünschenswert dieser Zustand auch wäre. Die Gesellschaft in Star Trek ist, um es mal mit den Worten eines (angehenden ;)) Soziologen auszudrücken, eine positive Utopie, also eine im Grunde genommen gute Vorstellung, deren Durchführung allerdings so gut wie unmöglich ist.
Wenn ich mal mein etwas angestaubtes Wissen über Star Trek herausziehe, basiert doch die (menschliche) Gesellschaft einfach darauf, daß alle Menschen beispielsweise ihren Beruf nicht für Geld sondern zum Wohle der Gemeinschaft und um seines selbst Willen ausüben (sollte ich da daneben liegen, bitte ich um Berichtigung), und ich bin mir sehr sicher, daß die menschliche Gesellschaft einen solchen Zustand niemals erreichen wird. Ich halte die Matrix-Definition der Menschheit ("die Menschheit ist ein Virus") für eher zutreffend, denn die Menschen sind meiner Ansicht nach im Grunde ihres Herzens absolute Egoisten - eine Neigung, die IMHO nur durch die Erziehung (hier v. a. das Beibringen von Werten) unterdrückt werden kann und so lange verborgen bleibt, bis ein Mensch wirkliche Macht hat. Es mag zwar Menschen geben, die sich nicht von Macht haben korrumpieren lassen, nur fällt mir ehrlich gesagt gerade keiner ein... Daher würde meiner Ansicht nach die Star-Trek-Gesellschaft nicht funktioniren, denn sie basiert darauf, daß ein absoluter Großteil der Menschen bei all ihren Handlungen immer das Wohl der Gesellschaft im Hinterkopf hat und im Grunde genommen ihre eigenen Belange den Belangen der Gesellschaft unterordnen, und für ein solches Verhalten sind die Menschen vermutlich einfach nicht ausgelegt. Unter Umständen, obwohl ich nicht daran glaube, kommt es im weiteren Verlauf der Evolution so weit, daß die Menschen (wenn sie sich bis dahin nicht alle gegenseitig umgebracht haben) ihr Steinzeit-Denken ("erst ich - dann der Rest") ablegen und als Gemeinschaft denken und handeln, aber das dürfte deutlich länger dauern als bis zu den Jahren um 2100 / 2200, in denen Star Trek spielt. Allerdings bin ich mir wirklich nicht sicher, ob es die Menschheit überhaupt in bis dahin schafft... 
Wie gesagt, das war jetzt ziemlich OT, aber trotzdem wollte ich es gerne mal gesagt haben. Hoffe, das ist in Ordnung! 
Grüße, Krähe