Original geschrieben von Robert Beloe
Ausbeutung gibt es schon immer; das ist richtig, das macht es aber auch nicht besser. Und es ist nicht richtig, dass Ausbeutung Schicksal und vermeidlich ist. Das ist auch geschichtlich einfach Unsinn.
Es mag sein, dass dem ein oder anderen ein schönes I-Phone oder eine Gehaltserhöhungen wichtiger ist als gute Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern, obwohl ich nicht mal glaube, dass man diesen Egoismus in der Bevölkerung auch nicht überschätzen sollte. Ich finde es jedenfalls weiter absolut legitim, auf solche Missverhältnisse hinzuweisen. Das ist auch erfolgreich oft so geschehen: Dank kritischer Medienberichterstattung mussten schon viele Konzerne ihre Arbeitsbedingungen und Umweltpolitik verbessern. Das ist das Gute an der Globalisierung: Sie macht Ausbeutung auch in anderen Ländern sichtbar und gibt die Chance, gegen sie vorzugehen.
@rakassel: Es tut mir leid, dass Du den Vergleich nicht verstanden hast. Ich habe nicht geschrieben, dass Apple ein Mörder ist. Ich habe damit nur darauf hinweisen wollen, dass es keine Gleichheit im Unrecht gibt, auch nicht im moralischen Unrecht. Und daher zieht m.E. das Argument, dass das doch alle so machen, überhaupt nicht.
Komisch finde ich, dass sich einige durch die Kritik an Apple anscheinend auf den Schlips getreten fühlen. Man könnte auch einfach sagen: Okay, da gibt es ein Problem, da muss man etwas machen. Dass das nicht unmöglich ist, hat ja Apple bereits bewiesen, als das Unternehmen das erste Mal auf die Kritik an den Arbeitsbedingungen reagiert hat.