ZitatOriginal geschrieben von Intruder
Nö, habe ich nicht. Mal ehrlich: wie wirkt das dann?
Ich kenn den Kollegen in Mannheim nicht, aber ich kann Dir sagen, dass ich als Chef mich über jede Beschwerde freue. Und das meine ich ernst. Denn dann habe ich die Chance, noch etwas zu tun, zu verändern, den Kunden doch noch zufrieden zu stellen. Nicht selten sind aus Beschwerden gute geschäfte hervorgegangen und wurde die Kundenbindung verbessert. Gerade im Beschwerdefall zeigt sich die Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben. Produkte sind ähnlich, manche austauschbar, in manchen unterscheiden sich nur die Zahlen. Die handelnden Personen sind es, die den Unterschied machen.
Hättest Du denn Sorge, dass es blöde wirkt, wenn Du Dich beschwerst? Wenn Du als Kunde nicht zufrieden bist, ist das doch Dein gutes Recht?
ZitatIch wiederhole mich: interessiert mich das als Kunde?
Du hast gefragt, an wem es liegt und mit Deinem Smiley angedeutet, dass es die Dreba ist, die auf dem Geld hockt und sich die Zinsgewinne einstreicht. Wollte lediglich darauf hinweisen, dass dem nicht so ist.
ZitatEs besteht ein nicht unerheblicher Unterschied, ob man seinen Ärger über schlechten Service ungehindert in einem anonymen Internetforum ablässt oder in einer Filiale voller Kunden und Mitarbeiter. Ich war wirklich freundlich!
Vielleicht ist das anonyme Internetforum der Grund, aber warum sich im Internet anders verhalten als im Real Life? Eben weil es so schön anonym ist? Ganz ehrlich, wenn Dir die Punkte, die Du hier alle als negative Erlebnisse geschildert hast, so quer im Magen liegen, warum trägst Du sie dann nicht in der Bank vor? Respektive: warum bist Du dann noch Kunde? Nicht, dass ich Dich von uns wegtreiben will, aber ich finde Dein Verhalten unlogisch. Vom Motzen im Internet ändert sich nichts.
ZitatFür Telefonate haben sie aber in Mannheim die Glasboxen und die abgetrennten Bereiche. Dann gehe ich da hin. Aber nicht in der Schalterhalle 2m von der Warteschlange entfernt!
Auch in Mannheim wird an jedem Platz ein Telefon stehen. Wenn es ein Anruf durch den Kunden ist, dann hast Du da wenig Einfluss drauf. Und man weiss bevor man an das Telefon geht auch nicht, wie sich so ein Gespräch entwickelt.
ZitatEhrlich, ich weiß deinen Blickwinkel zu schätzen, und ich bin mir sicher, dass in deiner (kleineren) Filiale eine persönlichere Atmosphäre und Kundenbetreuung herrscht als in einer großen Filiale wie der in Mannheim am Paradeplatz, in der 40 oder 50 Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen.
Persönlichere Atmosphäre wird durch eine kleinere Einheit natürlich enorm erleichtert, keine Frage, aber Ziel in der Betreuung ist auch in großen Filialen, dass sich der Kunde nicht wie ne Nummer in der Warteschlange fühlt. Wenn das in Deinem Fall nicht gelungen ist, ist das in der Tat bedauerlich. Aber sicher keine Absicht.
Zitat
Ja, das war mehr als offensichtlich.
Die Kassenschalter in Mannheim sind sehr offen; das ist nur eine Art Theke, hinter der die Mitarbeiter sitzen. Keine hohen Schränke, keine Panzerglaswände o.ä.
Links war eine Schlange, rechts war eine, dazwischen etwa 6 Meter Abstand. Die Dame mit dem Rollator bzw. die mit den Krücken waren definitiv nicht zu übersehen.
Du lässt offen, ob Du denn wenigstens dann geholfen hast
--> ohne Zweifel hätte man da von Bankseite auch aktiv werden müssen, wenn sichtbar, ja.
Die Schalter dürften übrigens überall sehr offen sein, Kassenhäuschen und Co. wurden eigentlich in allen Filialen vor Jahren abgeschafft.
ZitatHochnäsig sein heißt zu fragen, ob ich denn Dreba-Kunde sei.
Die Frage finde ich nicht zwingend hochnäsig. Kommt drauf an, wie sie gestellt ist. Ist ein zweischneidiges Schwert. Service nur für eigene Kunden oder auch für Nichtkunden? Je nach Lage der Filiale erbringen "wir" auch viele Dienstleistungen für Kunden anderer Banken, die zu bequem sind, sich bei ihrem eigenen Institut zu erkundigen. Oder dort Gebühren zahlen müssten für Dinge, die wir unseren Kunden kostenfrei anbieten. Wenn das Überhand nimmt, geht man dann als Dresdner Bank-Mitarbeiter dazu über, zu fragen, ob der, der etwas von mir will, auch Dreba-Kunde ist. Klar, man könnte meinen, dass das doch logisch wäre, wenn ich nach Dreba-Mappen frage, aber das ist es nicht
ich persönlich sehe es zwar so, dass man gerade durch Verhalten in solchen Situationen bei Nichtkunden bleibenden Eindruck durch guten Service hinterlassen kann, aber ich kann auch die andere Sichtweise nachvollziehen.
ZitatIst das nicht in jedem Beruf mit Kundenkontakt so? Der T-Punktmitarbeiter, der Servicemitarbeiter im Autohaus, in der Bäckerei...alle kriegen geballt den Frust der Kunden ab, egal wo die Ursache liegt.
Das ist überall so, ja. Aber ist das gut so? Klar, das weiß man, auch bevor man den Beruf antritt, aber dennoch ist es manchmal nur nervig.
ZitatNein, hat er nicht, aber ich denke schon, dass ich kreditwürdig bin: mittlerweile VISA Gold, ordentlicher Dispo etc.
Würde ich als Kunde nachfragen, warum ich denn den einen Kredit bekommen würde, den anderen aber nicht. Im Zweifel kommt der Berater dann ins Schleudern und Du hoffentlich den für Dich besseren Kredit.
ZitatBankdienstleistungen sind aber nun mal ein Vertrauensgut. Wie gut oder wie schlecht die Leistungen von Vodafone sind, kann ich hier schnell recherchieren. Ob ein Produkt bei Karstadt was taugt oder nicht kann ich auch ziemlich gut erkennen.
Ob aber die Beratung fair ist und das Produkt wirklich zu mir passt, merke ich als Kunde spät, manchmal nie. Insofern ist es umso wichtiger, eine persönliche, stabile Beziehung zum Kunden aufzubauen: er/sie muss mir als Banker vertrauen!
Gleiches gilt doch auch für Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater!
Keine Frage, ein Verhältnis, was auf gegenseitigem Vertrauen beruht ist für beide Seiten das beste, was passieren kann. Trotz des Vertrauens kann ich aber nur dazu raten, auch die Produkte zu prüfen - zumal wenn ich mich auch so mit der Materie auskenne wie Du. Natürlich kann das nicht jeder und umso wichtiger ist es, das Vertrauen nicht zu mißbrauchen. Aber ich würde das "immer wieder ansprechen" nicht unbedingt als Negativum dabei anführen. Dadurch baut sich für mich kein Vertrauen auf oder nicht. Das merke ich erst im Gespräch selber. Und so ein Geburtstagsbrief ist zwar nett (machen wir auch), aber sollte nur Atmosphöre, aber kein Vertrauen schaffen. Klar, wenn ich mich gut aufgehoben fühle, dann neige ich auch eher zum Abschluß als wenn dem nicht so ist. Ich habe jetzt auch meinen Bäcker gewechselt, nachdem bei Kamps der Franchisenehmer gewechselt hat. Die Brötchen sind die gleichen, aber die sind so muffelig und unfreundlich geworden mit der neuen Truppe...
ZitatDie Ironie ist, dass damals nur der schnelle Rubel zählte und jetzt, da ich als Kunde wirklich interessant werde, die Dreba vom Markt verschwindet.
Aber Du als Kunde ja nicht. Du gehst - so Du nicht kündigst - ja mit in die Commerzbank.
ZitatDa ich Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Finanzierung/Kapitalmärkte studiert habe, kann ich die meisten Sachen doch gut verstehen und auch nachrechnen. Ich weiß auch, welche Rechte mir als Kunde hinsichtlich Abschluss- und Bestandsprovisionen zustehen, ich kenne auch die miserable Performance aktiv gemanagter Aktienfonds, dank Finanztest, faz.net und anderer Quellen kann ich auch ganz gut einschätzen welche Versicherungen ich wirklich brauche und welche nicht.
Das ist doch gut. Versicherungen muss eh jeder für sich entscheiden, welchen Bedarf er da hat / sieht. Ich kann immer nur auf verschiedene Punkte hinweisen und bei Interesse dann Vorschläge machen. Wenn der Kunde den Sinn von Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder auch nur eine simplen Haftpflicht partout nicht sieht: sein "Problem".
Aktiv gemanagte Aktienfonds wären noch wieder ein ganz eigenes Thema, das würde zu weit vom Thema wegfühen ![]()
ZitatOk, ich nehme meine überzogene Aussage zurück und möchte mich bei den Mitarbeitern entschuldigen, denen ich damit Unrecht tue.
Das freut mich, ehrlich! Denn absichtlich liefert niemand schlechten Service ab. Ja, es gibt natürlich auch bei uns Mitarbeiter, die nicht "das gelbe vom Ei" sind. Klar. Leider, aber nicht vermeidbar.
ZitatNochmal: ich bin mir sicher (und das ist mein voller Ernst!), dass in kleineren Filialen wie z.B. bei Dir es sicherlich eine persönlichere Bindung zum Kunden gibt und auch die Betreuung besser ist. Aber meine Erfahrungen in einer Großstadtfiliale mit viel Laufkundschaft ist eben leider eine andere.
Such Dir ne kleinere Filiale in Mannheim. ![]()
achso, und bevor jemand denkt "der hat aber viel Zeit zum Schreiben in seinem Job"... ich bin daheim ![]()