Zitat
Sie können nicht ZUSAMMEN ein Kind zeugen, aber sie können es biologisch gesehen mit jedem andersgeschlechtlichen Partner. Und das ist nun einmal der Punkt.
That's it. Eltern sein ist für mich viel mehr als nur ein biologischer Punkt. Neben vielen schon genannten Argumenten möchte ich noch ein weiteres ins Feld führen. Was ist denn, wenn sich zwei Schwule eine Gebärmaschine besorgen oder zwei Lesben einen Samenspender und der jeweils eigentlich nur funktionell gedachte Dritte entwickelt, wenn das Kind auf der Welt ist, auf einmal Vater- bzw. Muttergefühle? Erhebt ggfs. sogar Ansprüche, weil er ja der leibliche Vater / die leibliche Mutter ist? Ob das so gut fürs Kind ist, das möchte ich mal sehr stark anzweifeln. Sicher, bei einer Adoption ist das vermutlich nicht gegeben, aber es wurde ja auch das Beispiel angeführt, dass man sich ja leicht jemanden organisieren kann, der einem das Kind zur Welt bringt oder eben zeugt...
Zitat
Original geschrieben von DUSA
@ErikM: (ok, schon paar Seiten her): Auf euren Jugendfreizeiten ist es schlicht vorgeschrieben, dass da beide Geschlechter als Begleitung mit dabei sind, aus imho einfachen pragmatischen Gründen: während man die Betreuerin bei Sonderfällen sich vielleicht noch auf dem Jungsklo vorstellen kann, dürfte der Mann schon alleine deshalb davor zurückschrecken, weil da ganz leicht Vorwürfe entstehen könnten, die den Job kosten.
Kann passieren, ja. Kann aber auch einem Schwulen passieren, der die Jungs aufs Jungenklo oder in die Dusche begleitet...das ist jedenfalls nicht der Hauptgrund, warum es vorgeschrieben ist und von vielen Eltern auch gewünscht wird.
Zitat
Für besondere Situationen ist es einfach notwendig, dass beide Geschlechter zur Ansprache vorhanden sind, denn die Kinder werden ja von den Eltern in eure Obhut übergeben.
Richtig, und diese Situationen sind eben nicht nur der Gang zum Klo oder auch die Regel bei Mädels, feuchte Träume bei Jungs, sondern auch viele viele andere Dinge, die sich im zwischenmenschlichen Bereich in so einem Lager (und eben nicht nur in einem Lager, sondern auch im Leben zu Hause) abspielen können, die geschlechtsspezifisch sehr sehr unterschiedlich sein können und wo es gut ist, einen Ansprechpartner zu haben, der die Situation nicht nur vom Hörensagen kennt, sondern eben auch selbst erlebt hat oder zumindest als "Geschlechtsgenosse" mit Sicherheit deutlich einfacher nachvollziehen kann, aber eben auch einen Ansprechpartner zu haben, der "die andere Seite" kennt.
Zitat
In Familien sieht die Sache nu mal anderst aus, weil es dort "intimer" zugeht. Natürlich gibt es auch hier Punkte, wo ein Kind je nach Fall mal die Mama, mal den Papa besser gebrauchen kann. Ist diese/r nicht vorhanden (aus welchen Gründen auch immer), finden die meisten Kinder Ersatz und lernen damit umzugehen und arrangieren sich. Natürlich ist es ideal, wenn Kinder beide Geschlechter als Vorbild haben - v.a. die Jungs leiden darunter, dass es kaum Erzieher und Grundschullehrer gibt, weil ihnen hier die Vorbilder fehlen.
So ist es, von Fall zu Fall werden von den Kindern beide Geschlechter benötigt. Das können gleichgeschlechtliche Paare einfach nicht leisten, so sehr sie sich auch bemühen mögen.
Zitat
Nur sollte unser ideeler Blick auf die Sache auch berücksichtigen, dass Kinder viel intelligenter und resistenter ihrer Umgebungssituation gegenüber sind als wir Erwachsenen glauben und als dass sie da psychische Schäden draus mitnehmen. Ob sich ein Kind/Jugendlicher "gesund" entwickelt hängt von vielen Faktoren ab, aber eben so gut wie gar nicht oder gar nicht, ob da jetzt M+F, F+F, M+M oder was weiß ich rumspringen.
Natürlich bedeutet ein gleichgeschlechtliches Elternpaar nicht automatisch, dass das KInd für sein Leben schwerste psychische Störungen erleidet, klar. Aber die Voraussetzungen für eine gute Entwicklung sind eben m.E. bei gemischt geschlechtlichen Paaren deutlich besser.