Beiträge von Erik Meijer

    Produkte, die sich für den Makler lohnen haben aber mit Sicherheit Kosten. Entweder offen oder versteckt. Da zahlst Du die Beratung halt über die Provision, die er für den Vertrieb des Produktes bekommt. Ob der Makler sich da immer für das beste Angebot für den Kunden entscheidet oder für das, wo er die höchste Provision bekommt...? Für lau arbeitet der jedenfalls auch nicht. Ich fänd eine Honorarberatung am fairsten, wo einfach nach Beratungszeit gestaffelt Gebühren erhoben werden. Damit fällt jedwedes Provisionsschneidern weg. Aber welcher Kunde ist schon bereit dazu, für Beratung Geld zu bezahlen? Kaum einer.


    Was meinst Du mit "Werbungskosten"?

    Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    Die Grals-Wächter der political correctness haben in diesem Land ein Klima der Angst geschaffen, das lediglich dazu dient politisch Andersdenkende mundtot zu machen. Mit Meinungsfreiheit hat das schon lange nichts mehr zu tun.


    Hm. Es mag durchaus sein, dass political correctness manchesmal übertrieben wird, aber Klima der Angst? Das finde ich dann wiederum absolut übertrieben. Das empfinde ich nicht als so schlimm, sondern habe nach wie vor das Gefühl zu allem und jedem frei meine Meinung sagen zu können.

    Das Problem ist doch nicht, dass die Strafen nicht hart genug wären. Das Problem ist, dass der vorhandene Strafrahmen nicht ausgenutzt wird. Jemand Anne Will gestern abend gesehen? Dort war Fadi Saad, ehemaliger Gewalttäter, jetzt aber Sozialarbeiter in Neukölln, der schilderte, wie lächerlich die Gerichte mit ihm umgegangen sind. "1. Mahnung, 2. Mahnung, Arbeitsstunden..." und erst nach der achten (!) Straftat hat man ihn dann mal für ein Wochenende in Jugendarrest gesteckt. Klare Aussage bei ihm und auch eines ihn begleitenden Problemkindes: wären die Strafen schneller gekommen und nicht immer so ein Kuschelansatz, dann hätten beide früher aufgehört. Wie sagte der Jugendliche so schön "ich schlag einen zusammen und was krieg ich? Acht Stunden Sozialarbeit. Ich hab das Gericht ausgelacht". --> wenn also potentiell härtere Strafen kommen, aber genausowenig von den Gerichten verhängt werden wie schon jetzt die Möglichkeiten ausgeschöpft werden, dann werden die härteren Strafen schlichtweg nichts bringen. Und eine Abschiebung halte ich im Fall eines Intensivtäters wie dem in München zwar für akzeptabel, aber sie löst dennoch kein einziges Problem.


    Was mich stört, ist dass in der ganzen Debatte viel zu wenig die Rede ist von "wie kommt es eigentlich zu dieser Situation"... und hier ist auch nicht allein Integration oder verfehlte Integration das Stichwort, sondern Prävention als Oberbegriff, der sich aus vielen vielen Dingen zusammensetzt. Integration, Bildung, soziale Chancen, Sozialarbeit, familiäres Umfeld etc. pp. --> und wenn ich als in der Jugendarbeit tätiger sehe, wie Bund, Länder und Kommunen in den letzten Jahren die Mittel in diesen Bereichen mehr und mehr zusammengestrichen haben, dann darf ich mich nicht wundern über die Folgen...Nachsorge war schon immer teurer als Vorsorge.

    tja, und deswegen würde mich halt mal interessieren, was jemand dazu sagt, der auch Ahnung von der Juristerei hat. Dass die über den Tisch gezogen wurde sehe ich als Banker recht fix. ;)


    Nunja, mal sehen, vielleicht kreuzt hier noch ein Jurist auf. Ansonsten wird das Ding halt gekündigt, wenn man uns bzw. meiner Bekannten nicht entgegenkommt und die Bausparkasse hat einen langjährigen Kunden weniger.

    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Die Frage ist nun: Kann man versuchen, die Gebühren entweder auf Kulanzbasis zurückerstattet zu bekommen, oder hat man vielleicht sogar einen Anspruch darauf?


    Anspruch vermag ich nicht zu beurteilen, ich bin kein Jurist, aber meiner Erfahrung nach müsste Deine Frau schon an einen sehr schlecht gelaunten Mitarbeiter geraten, damit der das nicht kulanzweise erstattet. Klar könnte man sich auf den Standpunkt stellen "selbst schuld", aber wenn es wirklich halt einfach mal schusselig gelaufen ist und man nett nachfragt, ob man da was machen kann, dann solltest Du das Geld eigentlich wiederbekommen. Der Ton macht halt die Musik.


    Was das weitere angeht: jep, an der Veränderung des Systems wird auch dahingehend gearbeitet, dass da denn auch mal erscheinen soll "auch als EU-Überweisung möglich", allerdings kann ich nicht sagen, wann es so weit sein wird. Was den weiteren Prozeß bei der Überweisung angeht würde ich auch mal vermuten, dass das den gleichen weg geht, weiß es aber nicht genau, kann ich aber gerne mal in Erfahrung bringen.


    26,50 jedenfalls klingen stark nach "alle Gebühren beim Auftraggeber", da werden dann 12 Euro für die Inlandsbank, 12 Euro für die Auslandsbank und nochmal 2,50 für irgendwelche anderen Gebühren abgerechnet.


    Wie gesagt: ruft mal an oder geht vorbei bei Euerm Berater, sollte normalerweise klappen. Wegen so einer Lappalie sollte man imho nicht riskieren den Kunden zu verärgern. Wenn der Berater blöd reagiert, gibts zur Not ja auch noch den Filialleiter.


    beerzilla: sehe den Kommentar jetzt erst: ja, stehe auf der Payroll einer Bank. Darf ich mal fragen, was Du so beruflich machst, dass Du das so genau sagen kannst, dass es unfähiges Management ist?

    Ich häng mich mal mit ner Frage hier an, die sich aber eher an Leute richtet, die sich mit der Juristerei auskennen... ne Freundin von mir hat seit Ewigkeiten einen Bausparvertrag laufen und mich gebeten, mal drüberzugucken, ob mit dem Ding denn alles so in Ordnung ist.


    Ursprünglich wurde am 22.04.98 ein Vertrag abgeschlossen. Selbiger wurde im Jahr 2004 verändert. Und das ist der Knackpunkt...bei dieser Veränderung des Vertrages wurde sie ziemlich über den Tisch gezogen, ohne es selbst zu merken. Fiel mir aber beim Studium der Unterlagen jetzt auf.


    Sie war seinerzeit arbeitslos und wollte die Einzahlungen reduzieren. In diesem Zuge wurde Ihr ein neuer Tarif und eine fast dreimal so hohe (!) Bausparsumme wie zuvor aufgeschwatzt. Der neue Tarif kostet a) Tarifwechselgebühren, b) hat sie natürlich auch noch Abschlußgebühr auf die erhöhte Bausparsumme gezahlt und als wäre das nicht genug hat c) der Tarif Habenzinsen, die nur noch 50 % der Summe von vorher betragen.


    Alles in allem in meinen Augen dreist ohne Ende. Nicht, dass Bausparen schlecht wäre, aber was da gelaufen ist, das ist unter aller Sau. Frage jetzt an die Rechtsexperten: hat man ausser Kulanz auch noch eine andere Chance, sprich rechtlichen Anspruch, hier etwas rückgängig machen zu können? Klar, es fällt extrem spät auf, aber die Kundin hat sich halt verlassen, dass alles ok ist...das wurde leider ausgenutzt...wollen den Vertreter mal zum Gespräch bitten und ihn zur Rede stellen, aber es wäre trotzdem natürlich gut zu wissen, ob man irgendwelche Ansprüche hat, mit denen man ggfs. in der Hinterhand gelassener sein kann oder ob es leider keine Chance gibt? Danke schonmal im Voraus für Antworten.


    Wundert Dich das? Du hast dann ja auch immer mehr Verbindlichkeiten an der Backe...