Beiträge von Erik Meijer

    Altersvorsorge klingt nicht nur im Mund der Berater gut. Altersvorsorge ist wichtig, eine zwingende Notwendigkeit. In welcher Form auch immer. Da muss man dann eben entsprechende Prioritäten setzen in seinem Ausgabenverhalten. Klar, ich kann alles pauschal so negativ sehen wie Du und tausend Gründe finden, warum es nicht geht. Es sind die klassischen Gründe, die ich im beruflichen und privaten Umfgeld höre. Hinterfrage ich dann aber mal, dann stellt man schon fest, dass da durchaus auch Geld für die Altersvorsorge vorhanden wäre, wenn man denn wollte. Wenn man sich mit dem Thema mal beschäftigen würde. Naturgemäß tun das junge Leute noch nicht so wirklich oft, das Rentenalter ist noch endlos weit entfernt, irgendwie nicht greifbar, in der Schule bekommt man nur in den seltensten Fällen was zu dem Thema beigebracht, was soll man sich da damit beschäftigen.


    Bei einem Studium stimme ich Dir zu. Da ist es wirklich für die allermeisten Studenten schwer bis unmöglich auch was zur Seite zu legen. Die müssen ja oftmals arbeiten gehen nebenher, um sich das Studium zu finanzieren. Aber wer zu den Normalverdienern in Deutschland gehört, der hat auch Möglichkeiten, etwas für später zu sparen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber dieses pauschale "geht nicht, weil man hat ja soviele Pflichten" ist quatsch. Demnach müssten ja alle Normalverdiener auch irgendwie nur so rumkrebsen.


    Führerschein ist übrigens ein feines Beispiel. Der kostet ja monatlich Geld. Hast Du den Lappen, haste automatisch Geld frei, was Du Monat für Monat ausgeben konntest. Wenn Du davon nur die Hälfte nimmst für später, tuts Dir nicht mal weh. Klar, wenn ich dann direkt n teures Auto brauche, ist das wieder was anderes. Eben eine Frage der Prioritäten. Spaß jetzt und heute oder auch n Tacken Gedanken an später. Ich mach beileibe auch nicht nur alles beiseite für mein Leben im Alter, ich geb auch heute Geld für Quatsch aus. Aber ich hab da (in meinen Augen) n guten Mittelweg gefunden. Und das können mehr Leute als man denkt.

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    Aber das Thema Vorsorge würde mich schon mal interessieren. Wie soll ein heute 20 jähriger für seine Rente vorsorgen ??? Wer meint denn er habe die richtige Vorsorge ?
    Der Rentner von heute konnte nur wenig vorsorgen, da der versprochene Kuchen immer kleiner wurde je näher die Rente kam und dann nicht mehr wirklich viel mit vorsorgen ging.


    Wie ein heute 20 jähriger vorsorgen soll? Mal kurz überlegen. Geld beiseite legen? Klingt doof, aber je früher Du anfängst, umso besser. Es wird wohl kaum einen geben, der mit 20 bereits ausreichend für das Alter vorsorgen kann, ja, aber anfangen kann nahezu jeder, der bereits Geld verdient. Ob das ausgelernt oder in Ausbildung ist. Im Regelfall haben die dann mehr Geld in der Tasche als die früher Taschengeld bekommen haben. Je älter sie dann werden und hoffentlich dann auch mehr verdienen, umso mehr können (und müssen!) sie dann eben auch fürs Alter zurücklegen. Die werden sich eben nicht auf die gesetzliche Rente verlassen können.


    Die richtige Vorsorge glauben sehr viele zu haben. Wissen tun es dagegen die wenigsten. Es ist teilweise erschreckend, wenn Du Leute fragst und die Dir dann sagen "ja, ich hab da mal was gemacht, aber was, weiß ich auch nicht mehr". Ich glaube, dass die Mehrheit nicht wirklich einschätzen kann, was sie später mal bekommt. Frag mal in Deinem Bekanntenkreis, wer ne Renteninfo bekommt und wer die lesen und erklären kann. Das werden ziemlich wenige sein.


    Der Rentner von heute konnte zum einen sehr wohl gut vorsorgen und bekommt zum anderen eine deutlich höhere staatliche Leistung als spätere Rentnergenerationen das bekommen werden.

    Zitat

    Original geschrieben von Hamburger Jung
    So wie hier heute über die Rentenerhöhung gewettert wird, sollte es für die heutige Generation keine Rente mehr geben. Heute seid Ihr jung und beschwert Euch, dass die Alten so viel Rente bekommen und einem das heute so schlecht geht.


    Wer ist denn "ihr"? So viele Leute sehe ich hier gar nicht, die sich beschweren. Außer dem Ausgangsposting nicht wirklich jemand. Da sind mehr Feststellungen zur Situation als echte Beschwerden.


    Zitat

    Wartet mal ab, wenn Ihr alt seid, dann habt Ihr kaum Geld zum überleben


    nicht von Staat. Richtig. Das hat nüscht mit Geschwätz zu tun, es wird so kommen.


    Zitat

    Aber besonders autares wird später ein sehr verständnisvoller Rentner werden, wenn er nach 40 Jahren und 50-55 Std. in der Woche erfährt, dass er beleidigend wenig Rente erhält...


    Den halte ich für clever genug, ausreichend privat vorzusporgen. Aber was sollen so persönliche Attacken in so ner Diskussion? Kann man das ganze nicht einfach sachlich betrachten?

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Heute gibt es doch viel mehr Sozialeistungen wie früher, unser Staat hat noch nie soviel für Sozialleistungen ausgegeben als heute.


    Letzteres könnte auch daran liegen, dass mehr Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, nicht zwingend daran, dass das soziale Netz heute dichter ist als früher.


    subsevens Beutrag ist ansonsten wirklich niedlich.


    Und zum Thema zurück, ist eine Neiddebatte in der Tat völlig unangebracht. Ich glaube auch kaum, dass autares hier eine Generation gegen die andere ausspielen will. Aber es liegt ja nun mit dem, was er schreibt (zugegeben in der Ausgangsthese etwas provokant) nicht wirklich falsch.

    das unterstellt allen Unternehmen pauschal unlautere Absichten. Vielleicht bin ich ja überall bei den falschen Anbietern, aber so negative Erfahrungen, wie Du sie befürchtest, habe ich noch nirgendwo gemacht. Im übrigen glaube ich auch nicht, dass ein Unternehmen lange Chancen damit hätte, wenn man die Kunden absichtlich lang in die Warteschleife zwingt, durchzukommen. Das würde doch Beschwerden en masse hageln.

    der Rentner von gestern und heute hat dennoch eine um ein vielfaches höhere Rente als der Rentner von morgen und übermorgen. Wenn ich irgendwann mal 880 Euro gesetzliche Rente bekomme, dann mache ich mehr als 1 Kreuz, ich glaube da nicht mehr dran, erst Recht nicht, Generationen nach mir, die heute erst ins Berufsleben eintreten. Und es geht heute mehr Rentnern gut als es später so sein wird. Natürlich haben die, denen es so richtig gut geht, im Arbeitsleben schon die Weichen gestellt. Aber sie konnten sowohl im Arbeitsleben als auch danach auf andere Voraussetzungen bauen, als das die nächsten Generationen werden tun können. Absenkung Rentenniveau, Versteuerung der Rente, längere Lebensarbeitszeit, Kranken- und Pflegeversicherung auf gesetzl. Rente und und und...


    Natürlich gibt es auch heute schon viele Rentner, denen es nicht gut geht, die an der Armutsgrenze leben. Das will ich gar nicht wegdiskutieren. Und ich gönne ihnen auch die Erhöhung der Renten. Aber ich kann auch sehr gut junge Leute verstehen, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen und dann hören, dass am anderen Ende der Generationenpyramide mehr Geld ausgegeben wird.

    Zitat

    Original geschrieben von DaniReu91
    Schlecht :/


    Da kann man sich ja an den vielen nicht erfolgreichen Versuchen erfreuen in Zukunft -.-


    naja, aber wie oft kommt das vor? Wenn ich einmal drin bin in der Warteschleife, dann warte ich halt. Kostet mich doch nicht mehr Zeit, als es ständig wieder zu probieren. Dann wird der Hörer auf Lautsprecher gestellt und bis jemand drangeht, kann ich tausend andere Sachen machen.

    eine Entlastung von 0,3 % bei den Beitragszahlern ist genauso ein Witz. ;)


    Außerdem halte ich ganz ganz wenig davon, hier alt gegen jung ausspielen zu wollen. Beide Seiten können nischt für die Situation, sondern müssen mit dem leben, was der Staat ihnen vorgibt. Ich kann viele Rentner verstehen, die echte Probleme haben. Ich erlebe aber auch viel viel mehr Rentner, denen es richtig, und damit meine ich richtig gut geht. Ich gönn es ihnen. Aber die Jammerei und Meckerei höre ich eher von denen, denen es richtig gut geht. Problematisch ist eben, dass spätere Rentnergenerationen wahrscheinlich nicht mal mehr das Niveau von heute bekommen, was für mehr und mehr Leute nicht zum leben reicht. Und wer es im Alter richtig gut haben will, der wird es vom Staat ganz sicher nicht bekommen. Und aktuell kann ich auch die jüngeren sehr gut verstehen, die einerseits wissen, dass vom Staat im Alter nicht viel zu erwarten ist, die andererseits aber auch Sorge haben, ob sie in der Lage sein werden, selber vorzusorgen. Jede generation hat ihre eigenen Herausforderungen, alt wie jung, auf beiden Seiten kann ich das verstehen. Wir sollten uns aber hüten, mit dem Finger auf "die Alten" oder "die Jungen" zu zeigen.

    bei Leverkusen scheint es umgekehrt. Unterirdische erste 35 Minuten, irre geniale zehn Minuten nach der Pause und danach relativ souverän den Gegner im Griff gehabt. Und einen sauguten Torwart mal wieder. Das wird spannend, wenn Adler wieder gesund ist.