Altersvorsorge klingt nicht nur im Mund der Berater gut. Altersvorsorge ist wichtig, eine zwingende Notwendigkeit. In welcher Form auch immer. Da muss man dann eben entsprechende Prioritäten setzen in seinem Ausgabenverhalten. Klar, ich kann alles pauschal so negativ sehen wie Du und tausend Gründe finden, warum es nicht geht. Es sind die klassischen Gründe, die ich im beruflichen und privaten Umfgeld höre. Hinterfrage ich dann aber mal, dann stellt man schon fest, dass da durchaus auch Geld für die Altersvorsorge vorhanden wäre, wenn man denn wollte. Wenn man sich mit dem Thema mal beschäftigen würde. Naturgemäß tun das junge Leute noch nicht so wirklich oft, das Rentenalter ist noch endlos weit entfernt, irgendwie nicht greifbar, in der Schule bekommt man nur in den seltensten Fällen was zu dem Thema beigebracht, was soll man sich da damit beschäftigen.
Bei einem Studium stimme ich Dir zu. Da ist es wirklich für die allermeisten Studenten schwer bis unmöglich auch was zur Seite zu legen. Die müssen ja oftmals arbeiten gehen nebenher, um sich das Studium zu finanzieren. Aber wer zu den Normalverdienern in Deutschland gehört, der hat auch Möglichkeiten, etwas für später zu sparen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber dieses pauschale "geht nicht, weil man hat ja soviele Pflichten" ist quatsch. Demnach müssten ja alle Normalverdiener auch irgendwie nur so rumkrebsen.
Führerschein ist übrigens ein feines Beispiel. Der kostet ja monatlich Geld. Hast Du den Lappen, haste automatisch Geld frei, was Du Monat für Monat ausgeben konntest. Wenn Du davon nur die Hälfte nimmst für später, tuts Dir nicht mal weh. Klar, wenn ich dann direkt n teures Auto brauche, ist das wieder was anderes. Eben eine Frage der Prioritäten. Spaß jetzt und heute oder auch n Tacken Gedanken an später. Ich mach beileibe auch nicht nur alles beiseite für mein Leben im Alter, ich geb auch heute Geld für Quatsch aus. Aber ich hab da (in meinen Augen) n guten Mittelweg gefunden. Und das können mehr Leute als man denkt.