Beiträge von Erik Meijer

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    Original geschrieben von Mephisto
    Tja, da stell ich dann einfach nochmal meine Frage in den Raum: warum nicht einfach besagtes Konto unter die Lupe nehmen und die Zahlungseingänge zurückverfolgen? Wär' doch a) einfacher b) effizienter unc c) wesentlich unbedenklicher gewesen, als 22.000.000 accounts zu screenen...


    Weil möglicherweise die Gelder en bloc von den Kreditkartengesellschaften weitergeleitet werden und somit eine Rückwärts-Einzelverfolgung doch gar nicht so einfach ist.


    Habt Ihr wirklich den Verdacht / die Befürchtung, dass da mehr hintersteckt? Aber was? Was sollten die Strafverfolgungsbehörden mit einem solchen Wust von Daten anfangen können? Mit welchem Ziel?


    Den sie übrigens gar nicht zu sehen bekommen haben. Die Überprüfung haben die Banken / Kartengesellschaften vorgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat lediglich die 322 Daten erhalten. Die 22 Mio. Accounts mit den dazugehörigen Daten kannten die Banken wohl auch vorher schon und kennen sie auch weiterhin.


    mannesmann: rechtswidrig war das ganze wohl nicht, wenn man die Meldungen liest. Selbst die Datenschutzbeauftragten haben nichts zu meckern. Eher waren die Banken sogar in der Pflicht zu liefern.

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    Original geschrieben von AdministratorDr
      Erik
    Es geht nicht primär um die generelle Kriminalisierung sondern darum, dass wenn man merkt, das sowas ohne große Probleme funktioniert, erweitern kann. Das ist das Problem.


    Naja, in der Diskussion sind u.a. solche Sätze gefallen: "Erstens werden über 22 Millionen Menschen erstmal potentiell krimininalisiert"


    Und das ist schlichtweg falsch.


    Übrigens mal zwei Aussagen zu dem Thema / Auszug aus Spiegel Online:


    ""Das Verfahren ist grundsätzlich so in Ordnung", sagte der stellvertretende Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins, Johann Bizer. Dies gebe auch das Ermittlungsrecht her. "


    "Bei der Operation "Mikado" haben 14 Unternehmen der Kreditkartenwirtschaft auf Anfrage der Staatsanwaltschaft Halle ihre Kunden auf bestimmte Kriterien hin überprüft."


    D.h. die Staatsanwaltschaft selbst hat gar nicht die Daten überprüft, sondern nur Zugang zu den Daten erhalten, die diese eine Zahlung betreffen. Die Kreditkartengesellschaften haben also lediglich Daten überprüft, die sie ohnehin schon hatten.


    Inwieweit man das erweitern kann...glaubst Du, die Staatsanwaltschaft lässt sich demnächst alle Abrechnungen pauschal schicken und sucht dann auf eigene Faust? Wovor genau besteht diese diffuse Angst?


    Natürlich kann mit vielen Daten Mißbrauch betrieben werden, wenn sie in die falschen Hände gelangen. Aber da mache ich persönlich mir eher Gedanken um mein Handy und meine ec-Karte, aus denen sich theoretisch ohne grossen Aufwand ein grosses Bewegungsprofil und Analyse der Lebensgewohnheiten erstellen liesse. Zu den Strafverfolgungsbehörden habe ich,was die Verwendung dieser Daten angeht mehr Vertrauen als zu privatwirtschaftlichen Unternehmen.

    dann stehe ich offenbar weiterhin auf weiter Flur allein... aber es sind imho nicht 22 Mio Menschen kriminalisiert oder verdächtigt worden, sondern lediglich auf EINE bestimmte Buchung hin die Kreditkartenabrechnungsdaten hin überprüft worden. Ich kann nicht entdecken, dass man die gesamten Abrechnungen sich jetzt angeschaut hätte, zusätzliche Daten gespeichert worden wären etc. pp. Sondern lediglich die, die diese Buchung aufweisen unterliegen jetzt einem Verdacht.


    Und selbiger Verdacht ist nun noch mal kein Beweis und die Verdächtigten müssen nicht ihre Unschuld beweisen, sondern immer noch die Staatsanwaltschaft die Schuld. Ich wiederhole mich da gern.

    So habe ich das auch verstanden. Es sind alle Kreditkarteninhaber auf eine bestimmte Zahlung hin zu Gunsten eines bestimmten Empfängers überprüft worden. Und nur die Daten der Kunden, die diese Zahlungen hatten, sind preisgegeben worden.


    Wie ich in meinem ersten Posting schon schrieb, stehen diese Kunden dann wohl unter Verdacht (also nicht 22 Mio. pauschal), aber es ist immer noch am Staate, die Schuld zu beweisen und nicht am Kreditkarteninhaber die Unschuld zu beweisen.

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    Original geschrieben von Spätlese
    Die Kippen im Straßenbild sind doch noch das kleinste Problem in der Gesamtproblematik.
    Der Rauch schädigt Raucher und Passivraucher. :flop:


    jo, darauf bezog sich meine Antwort auch nicht. Die war auf den armen Kollegen 5-minutes-alone bezogen, der sich nicht anders zu helfen weiss, als seine Kippen auf die Strasse zu schnippen.

    Inwieweit ist denn da die Unschuldsvermutung umgekehrt worden? Da stehen ja jetzt nicht alle unter Generalverdacht. Die Kreditkarten allein werden wohl kaum als einziger Beweis ausreichen. Und nach wie vor gehe ich davon aus, dass die Staatsanwaltschaft hier die Täter überführen muss und nicht umgekehrt man seine Unschuld beweisen muss.


    Ob das rechtlich i.O. ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich glaube kaum, dass eine solch große Aktion durchgeführt worden wäre, wenn sie illegal wäre.

    update...einige Tips sind hier ja schon...sind die bald drei Jahre später noch aktuell? Was ist hinzugekommen? Bin auf eine Hochzeit in Kokkola eingeladen und überlege, drumherum dann eben einen Urlaub zu planen, 10-14 Tage etwa. Habe mir schon ein dickes Paket von der Tourismuszentrale kommen lassen, aber nehme gerne auch noch Tips, Empfehlungen, Links o.ä. mit.

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    Original geschrieben von SecretWorld
    Nun mal Schluss mit Ernst, 14 von 19 Postings sind Belehrungen und dazugehörige Antworten. Ich glaub, ich schau hier öfter rein, das ist Realsatire vom feinsten :D


    Und die anderen 5 sind von einem, der offenbar den Längsten hat!


    Don't feed the trolls.


    Realsatire geht anders. Das hier ist traurig. *kopfschüttel*