Beiträge von Erik Meijer

    Zitat

    Original geschrieben von SiemensFreak³
    Das weiss ich. Es geht aber hier nicht um Caritas oder Diakonie, da die ja wie gesagt nichts mit der Kirchensteuer zu tun haben.


    -SF³


    Und genau das ist der Punkt, wo wir beide unterschiedlicher Meinung sind und offenbar auch bleiben ;)

    hab ne ganze Zeit lang bei der SKL mitgemacht, hier mal 25 Euro gewonnen, da mal 100, aber letztlich mehr bezahlt als bekommen, was bei einer Lotterie ja auch nicht unwahrscheinlich ist ;) da finde ich Aktion Mensch oder Goldene Eins insofern besser, weil da das nicht wieder ausgeschüttete Geld guten Zwecken zugeführt wird.

    "Nein eben nicht. Habe ich weiter oben aber schon geschrieben."


    Dann habe ich es entweder überlesen oder nicht verstanden. Ja, diese Organisationen erhalten auch staatliche Zuschüsse. Diese Organisationen werden aber eben NICHT hauptsächlich durch den Staat finanziert. Und dass deren Wirken in aller Regel doch eher positiv ist, wirst Du nicht wirklich bestreiten wollen oder? Im übrigen besteht z.B. caritas- oder Diakoniearbeit nicht alleine im Führen von Krankenhäusern oder Kindergärten...


    "Dann scheffelt sie eben inzwischen noch mehr Kohle - gut möglich."


    Was ist das denn für ein Argumentationsstil? "Ich habe ein Argument gehört, was ich jetzt so konkret nicht überprüfen kann, also behaupte ich einfach mal, dass es nicht stimmt?" Suuuuper.


    "Trotzdem immer die alte Leier von der armen Kirche "


    hast Du meine Aussage zum Immobilienbesitz nicht gelesen oder willst Du einfach nicht akzeptieren, dass es so ist? Das Erzbistum Köln als Beispiel hat im letzten Jahr soweit ich weiss einen Betrrag zwischen 50 und 60 Mio Euro einsparen müssen, weil entsprechende Einnahmen fehlten. Natürlich kann man da sagen "ja, wer so viel einsparen kann, der hat es ja offenbar übrig". Aber dem ist eben nicht so. Geh mal in unserem Pfarrheim aufs Klo und kotz nicht. Wenn Du das schaffst, Respekt.

    in der Tat, sehr einseitig. Lässt sich im Grunde jeder Punkt von widerlegen, verspüre ich aber derzeit nur wenig Lust zu, weil zu viel Arbeit...


    aber zumindest soviel: 5 Jahre alte Zahlen, die heute in keiner Form mehr stimmen. Die Kirche hat eben auf Grund der zurückgehenden Einnahmen - mehr Austritte, mehr Arbeitslose, weniger Steuerinnahmen - mittlerweile auch nicht mehr die Finanzsituation, die sie zweifelsohne mal hatte. Die Kirche entlässt leider auch mittlerweile Personal bzw. stellt vorerst kein neues ein, weil schlichtweg keine Mittel da sind, um es zu bezahlen. Renovierungsmaßnahmen an Gebäuden werden zurückgestellt, verschoben oder gar nicht erst durchgeführt, weil die Kirche eben mittlerweile Gebäude verkaufen muss, um ihre Liquiditätslücken zu decken.


    In der Theorie hat die Kirche natürlich durch ihre Kirchen ein immenses Immobilienvermögen. De facto ist das allerdings teilweise nicht veräußerbar. Zeigt mir jemanden, der eine Kirche kauft... und als Beispiel erlebe ich es eben derzeit bei uns in der Gemeinde so, dass Zuschüsse für die Renovierung unseres Jugendheimes nicht fliessen, weil die Kirche überlegt, dieses Gebäude zu verkaufen. Dass im Zweifelsfalle dann ca 160 Jugendliche kein Betreuungsangebot mehr erhalten bzw dieses stark einzuschränken ist- Jugendgruppen, Pfadfinder etc. - ist halt eine Randerscheinung... Und das macht die Kirche sicher nicht, weil es scheißegal ist, sondern weil schlichtweg kein Geld mehr da ist. Natürlich wird in der Kirche auch viel zu viel Kohle an falscher Stelle ausgegeben, überhaupt keine Frage, aber das ist in der Politik so, das ist in der Wirtschaft so, bitter, aber nicht zu ändern und für mich kein Grund deswegen direkt alles zu verteufeln. Es gibt eben auch positive Dinge, die aber viele sehr gerne schlichtweg übersehen. Schonmal was von der caritas oder Diakonie gehört? SKFM oder Adveniat? Misereor? Brot für die Welt? Auch das ist Kirche!

    habe ja auch nicht behauptet, dass die Kirchensteuer nur für soz. Einrichtungen verwendet wird, aber dass die sozialen Einrichtungen zu 4/5 vom Staat finanziert werden ist eben auch nicht korrekt. Darum ging es mir, dass die Kirche sich nicht - wie vielfach unterstellt - auch noch alles vom Staat zahlen lässt. Natürlich bekommt sie auch Zuschüsse, gar keine Frage, aber die bekommen DRK und andere Hilfsorganisationen auch.

    und genau diese Annahme ist eben nicht richtig.


    Anbei mal eine schöne Übersicht der evang.-lutherischen Kirche aus Bayern:


    http://www.kircheundgeld.de/in…zufall=6&rubrik=5&aktiv=0


    oder auch über zwei beispielhafte katholische Gemeinden aus dem Erzbistum Köln


    http://www.kirchensteuer-koeln.de


    gute und wie ich finde recht neutrale - wenn auch etwas ältere, aber der Grundtenor stimmt noch heute - Hintergrundinfos aus dem Bistum Limburg:


    http://www.kath.de/bistum/limb…/bistum/geld/steuefaq.htm


    und wenn noch jemand Infos zum Kirchensteuergesetz lesen will viel Spaß


    Ich möchte niemanden bekehren, ich denke, wer die Institution Kirche kritisch sieht oder ihr ablehnend gegenüber steht, wird das auch weiterhin tun, aber zumindest sollte diese Ablehnung auf korrekten Fakten beruhen...


    Äh, meinst Du das ernst? Und wenn ja, warum? Ich halte diese Aussage von Dir nämlich für falsch.

    Mir haben jetzt im Urlaub 2000 Kilometer gereicht um das grösste Problem für Verkehrsfluß festzustellen: die notorischen Links- bzw Mittelspurfahrer. Die rechte Spur ist ja nur für Lkws... und dabei gibt es welche mit 100, welche mit 120, welche mit 150, die stur ihre Spur fahren und damit den womöglich schnelleren nachfolgenden Verkehr behindern, das nervt vielmehr. Ich habe mich weder großartig bedrängt noch blockiert gefühlt von "Verkehrserziehern", aber diese Spurblockierer gehen mir gewaltig auf den Geist. Und wenn dann doch mal einer drängelt, soll er doch, dadurch ist er auch nicht schneller und wenn ich den Überholvorgang abgeschlossen hab, mach ich ja auch wieder Platz. Oder fahre ihm davon, wenn ich ihn ärgern will :D

    Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Und nein, nach dem Kenntnisstand, den man nach intensiver Recherche zu dem Fall hat, kann man IMHO nicht zu einem Schuldspruch, zumindest nicht zu einem eindeutigen, kommen. Und dann gilt nachwievor im Zweifel für den Angeklagten.


    Ich gehe mal davon aus, dass beide Gerichten mehr Fakten zu dem Fall vorliegen haben als Du oder ich selbst bei intensiven Recherchen herausfinden werden. Und darauf werden sie ihre Entscheidung gestützt haben.