in der Tat, sehr einseitig. Lässt sich im Grunde jeder Punkt von widerlegen, verspüre ich aber derzeit nur wenig Lust zu, weil zu viel Arbeit...
aber zumindest soviel: 5 Jahre alte Zahlen, die heute in keiner Form mehr stimmen. Die Kirche hat eben auf Grund der zurückgehenden Einnahmen - mehr Austritte, mehr Arbeitslose, weniger Steuerinnahmen - mittlerweile auch nicht mehr die Finanzsituation, die sie zweifelsohne mal hatte. Die Kirche entlässt leider auch mittlerweile Personal bzw. stellt vorerst kein neues ein, weil schlichtweg keine Mittel da sind, um es zu bezahlen. Renovierungsmaßnahmen an Gebäuden werden zurückgestellt, verschoben oder gar nicht erst durchgeführt, weil die Kirche eben mittlerweile Gebäude verkaufen muss, um ihre Liquiditätslücken zu decken.
In der Theorie hat die Kirche natürlich durch ihre Kirchen ein immenses Immobilienvermögen. De facto ist das allerdings teilweise nicht veräußerbar. Zeigt mir jemanden, der eine Kirche kauft... und als Beispiel erlebe ich es eben derzeit bei uns in der Gemeinde so, dass Zuschüsse für die Renovierung unseres Jugendheimes nicht fliessen, weil die Kirche überlegt, dieses Gebäude zu verkaufen. Dass im Zweifelsfalle dann ca 160 Jugendliche kein Betreuungsangebot mehr erhalten bzw dieses stark einzuschränken ist- Jugendgruppen, Pfadfinder etc. - ist halt eine Randerscheinung... Und das macht die Kirche sicher nicht, weil es scheißegal ist, sondern weil schlichtweg kein Geld mehr da ist. Natürlich wird in der Kirche auch viel zu viel Kohle an falscher Stelle ausgegeben, überhaupt keine Frage, aber das ist in der Politik so, das ist in der Wirtschaft so, bitter, aber nicht zu ändern und für mich kein Grund deswegen direkt alles zu verteufeln. Es gibt eben auch positive Dinge, die aber viele sehr gerne schlichtweg übersehen. Schonmal was von der caritas oder Diakonie gehört? SKFM oder Adveniat? Misereor? Brot für die Welt? Auch das ist Kirche!