Aber die Mindestvoraussetzungen sind ja nun einmal gegeben, um eine lohnende Anlage zu erhalten. 5 Jahre Beitragszahlungsdauer, mindestens 12 Jahre Gesamtlaufzeit. Vorteil: Steuerfreiheit nach 12 Jahren.
Aber ansonsten gibt es gegenüber eine direkten Anlage in den Fonds nicht wirklich einen Vorteil. Die Fonds, in die die fondsgebundene RV investiert, kann ich auch selbst direkt kaufen und habe da sogar noch eine grössere Auswahl und mehr Einfluss. Der Versicherung und ihren Anlageentscheidungen bin ich ausgeliefert. Und das nicht alle Gesellschaften in der Lage sind, seriös zu wirtschaften, hat sich ja in der Vergangenheit auch gezeigt.
Wozu also die Verwaltungskosten auf einen Fondssparplan draufsetzen, der mir als Kunde letztlich ja von der Rendite der Fonds, in die investiert wird, abgezogen wird, insbesondere vor dem Hintergrund der hier angesprochenen kurzfristigen Verfügbarkeit.
Wer eine LV abschliesst, obwohl er diese Tatsachen weiss, handelt in meinen Augen nicht seriös. Denn die ganzen Vorgänge wie Geldentnahme, Wiederauflebenlassen etc. bedeuten für die Versicherung Arbeit, verursachen Verwaltungskosten etc. Und die Versicherung, die bereits nach 2 Jahren die Beiträge komplett in das Ansparguthaben für den Kunden investiert, möchte ich auch erst einmal sehen.
Ab 12 Jahren lasse ich gerne mit mir reden über LV, aber der Hauptaspekt, der für LVen spricht, ist nunmal die Steuerfreiheit der Erträge, und die ist bei kürzeren Laufzeiten nicht gegeben. Im übrigen gibt es auch Rentenfonds, die mehr auf Kursgewinne der Papiere setzen als auf Zinszahlungen als Renditebringer. Insofern ist das Thema Kest auch nicht bei jeder Direktanlage gegeben.