Erkenntnisse
Die Krise der SPD hat größtenteils damit zu tun, dass sogar der einfälltigste Wähler nun erkannt hat, dass Schröder schlicht und einfach Rotkohl ist ![]()
Aber Spaß beiseite, was weitaus erschreckender ist, ist die Tatsache, dass eine stetig abnehmend Minderheit (die Wähler), über eine rechnerische Mehrheit (Nichtwähler) "bestimmt".
Die Anzahl der Wahlverweigerer steigt ständig, gleichzeitig steigt "eigenartigerweise" auch die Anzahl der Skandale u. Mauscheleien, quer durch alle Parteien.
Genau darin sehe ich die Gefahr, zwischenzeitlich sind sogar Meineide, ob vor Gericht oder irgendeinem Untersuchungsausschuß, gerade für die vermeintlichen Volksvertreter, gang und gäbe.
Außerdem ist es zwischenzeitlich so, dass es praktisch keinen Politiker mit "Format" mehr gibt. Darunter verstehe ich Menschen, die bei ihrem Standpunkt bleiben, wenn (oder gerade ) auch bei diesem Standpunkt bleiben, wenn der "Wind von vorne kommt"!
Letztlich ist es so, dass die Köpfe oder aber die Parteizeichen austauschbar sind. Dahinter verbergen sich aktuell, nur noch, durch eine langwierige Parteikarriere weichgespülte Mikrofonhalter, egal welcher Coleur.
Die Ideale, sind dabei immer auf der Strecke geblieben u. wurden so dem parteiinternen "Fortkommen" geopfert.
Insofern sehe ich die größte Gefahr, einerseits aus der sich daraus ergebenden Politikverdrossenheit. Andererseits in Tendenzen zur Persönlichkeitswahl (a`la USA), bei der nicht mehr Inhalte (Wahlprogramme) zählen, sondern nur noch Nebensächlichkeiten, wie Medienpräsenz u. Werbewirksamkeit. Damit ist dann Politik gänzlich auf dem Niveau von Waschmittelwerbung angelangt. Klar, dass damit keine langfristigen Weichenstellungen mehr möglich ist, sondern nur noch zeitnahe PR-Politik, ausgerichtet auf aktuellste Wahlprognosen ....
Deshalb bin ich eigentlich für die Abschaffung von Wahlprognosen, damit wäre es viell. möglich, zumindest ansatzweise Politik wieder aus Visionen zu gestalten. Auch wenn diese vielleicht (noch) nicht Mehrheitsfähig sind. Gleichzeitig wären auch Politiker mit echtem Profil gefragt. Das politische Ende von windkanalgetesteten, sprechblasenproduzierenden, Westerwelles u. Co. wäre endgültig gekommen.
Leider schlägt das Pendel aber wohl eher in die andere Richtung, PR-Berater bestimmen zunehmend über die Zukunft eines Landes :flop: