Warum so spät gesendet ?
Ein besonders durch Stil und zurückhaltende Kommentierung eindringlicher Film !
Der leider wieder einmal bewieß, dass meistens, nicht die gefühllosen Dumpfnacken, sondern besonders sensible Menschen Gefahr laufen, in eine wie auch immer geartete Drogenabhängigeit zu geraten.
Es war schon grausam, im Zeitraffer mit anzusehen, wie Tanja zusehend verfiel. Insbesondere das Phänomen, dass Sie durchaus wußte, das einzig sie den Schlüssel zum Ausstieg hatte, sie sich schon lange über alle Kosequenzen vollkommen im klaren war, aber in einer Art Todessehnsucht, immer wieder rückfällig wurde.
Mir stellt sich die Frage, wenn man bereits als TV-Zuschauer förmlich die Hilflosigkeit spürt und mitleidet, wie mag es dann nur für einen Bruder, Vater, Mutter oder sonstigen nahen Angehörigen sein, der eine/n seiner "Liebsten" durch Drogen verliert ?? Grausam !
Umso mehr steigt in mir die Verachtung gegenüber skruppellosen Dealern (ob klein od. groß), aber auch bezüglch den hemmungslosen Ausbeutern (z.B. Freier) der hilflosen Situation !
Gerade weil (auch) Tanja zu Anfang meinte, alles im Griff zu haben (und es aber tatsächlich nie hatte), wäre es von Vorteil, wenn diese Dokumentation, zu einer besseren Sendezeit wiederholt werden würde.
Außerdem sollte man diesen Film, durchaus als "Lehrmaterial" in den Unterricht aufnehmen. Lieber einmal (selbst) gesehen, als tausendmal nur gehört ....
sirius
außerdem schließe ich mich Deinen auffallend geistreichen Ausführungen, ausnahmslos an ! :top: