American Style
ZitatIch bleib dabei, Pleiten gehören zu einer Marktwirtschaft dazu. Und da sollte der Staat nicht jedesmal dazwischenfunken - oft ist eine Pleite schlicht der Anfang für was Neues.
Das ist schon eine eigenartig fatalistische Einstellung. Du meinst wohl nicht im ernst, dass bei MC nur 25 jährige, örtlich ungebundene Alleskönner beschäftigt sind ... ?!
In jedem Betrieb (und so sollte es eigentlich auch sein!) gibt es eben auch ältere, aber auch nicht bes. qualifizierte Mitarbeiter (z.B. Portier,Telefonisten usw.), ja- Du wirst es viell. nicht glauben, sogar schwerbehinderte Angestellte soll(te) es dort geben. Für die ist es eben nicht "sooo" einfach eine neue, gleichwertige Beschäftigung zu finden.
Genau solche, durch soziale Kurzsichtigkeit geprägte Einstellungen sind es, die immer mehr, früher nur in den USA, in letzter Zeit aber leider auch verstärkt in D um sich greifen. Dieser Zustand ist ein weiteres Abfallprodukt der Spaßgesellschaft (a`la Westerwelle), bloß nicht an morgen denken und schon garkeinen Gedanken daran verschwenden, dass es viell. auch für mich einmal schlechtere Zeiten geben könnte. Im Moment geht es mir ja gut, was interessiert mich der Andere - der wird es schon irgendwie wieder selbst hinbekommen ... !
Wenn diese Einstellung schon die Mitarbeiter/Angestellten (spekuliere jetzt einfach in Deinem Fall ) inne haben, wundert es mich nicht, dass auch für Führungskräfte der Begriff "soziale Verantwortung" immer mehr ein Fremdwort wird.
Um damit zum Thema zurückzukommen, sozial verantwortlich hat sich Hr. Schmid eben nicht verhalten, sonst hätte er nicht um jeden Preis "gepokert" und auf einem unvergleichlichen Ego-Trip das ganze Unternehmen riskiert. Natürlich trifft so manches auch auf die Aktionen vom FT-Chef zu, das beweist aber nur, das diese Mentalität wohl länderübergreifend zur traurigen Gewohnheit werden wird, letztendlich dürfte es den künftig Arbeitslosen egal sein, wem genau sie dies verdanken können ....:flop: