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Original geschrieben von oleR
Fazit: Das derzeitige System ist IMO schlicht für den Arsch. Ich habe ein Jahr verloren, einige meiner Mitschüler von damals kann man mit Mathe nur jagen. Nötig wäre eine Differenzierung der Leistungen mit entsprechender Betreuung. Aber darauf können wir lange warten, wenn im Schulbereich weiter gespart werden soll und die Schulzeit stattdessen mit unausgereiften Konzepten wie G8 verkürzt wird.
PS: schmidt3, vor dem Sozialismus brauchst du dich im Bildungsbereich jedenfalls nicht zu fürchten. Es ist Fakt, dass der Bildungsstand kommunistischer Länder mit dem kapitalistischer Systeme mindestens mithalten konnte bzw. kann.
Naja so unterschiedlich können eben Praxiserfahrungen sein. So wie du, und wie ich schon vorher einmal erwähnte, habe auch ich eine Klasse wiederholt. Und Zufälle gibt es, es war ebenfalls die 7. . Nur ist bei mir relativ zeitnah der Knoten geplatzt. Wobei der Auslöser hierfür wohl der Wechsel des Klassenlehres gewesen sein dürfte. Zum Streber bin ich zwar nie mutiert, aber zum Schulvertreter des neu initiierten Kreisschülerrates. Und schon damals , als ein Fach noch Arbeit Wirtschaft (AW) hies habe ich schon beim Lehrer, mit meinen der Norm nicht immer konform gehenden Überlegungen, angeeckt. Was sogar dahin führte, das er eine einfache Frage stellte, auf der nach seiner Lehre auch nur eine Antwort möglich war, ich als Schüler diese aber verweigerte. Wir sahen uns einmal ca. 20 min Auge in Auge an nach dem er diese Frage im Frontalunterricht stellte und der Satz fiel: "Ich weiß, das einer von euch die Antwort weiß, und die will ich jetzt von ihm hören." Und wenn nicht irgendwann die Pausenklingel geläutet hätte, würden wir uns heute wahrscheinlich noch Auge in Auge anschauen. Meine Mitschüler hatten zumindest währendessen 20min Freizeit.
Ich glaube nicht, dass es wirklich immer Angst vorm achso bösen Sozialismus ist. Eher die konservative Angst vor Neuem und Veränderungen. Und da ist schnell mal die Keule des versagenden Sozialismus hervorgekramt.
Später bin ich auch nur deswegen zum Bund gegangen, um mir ein aussagefähiges eigenes Bild über diesen Verein machen zu können. Dieses praktische Studium blieb mir beim Sozialismus jedoch verwehrt. Erfahrung mit Sitzenbleiben konnte ich selber sammeln, ebenfalls mit dem Bund, aber mit Sozialismus? Zumindest in meiner eigenen Familienhistorie. Ich brauche nur nach München ins "Deutsche Museum" zu fahren, um einen Teil meiner eigenen Familiengeschichte zu finden (Nein die hat nichts mit Siemens zutun auch wenn mein Nick daran anlehnt). Und dieser Vorfahre war bestimmt kein Sozialist. Eher erfolgreicher Unternehmer zumindest bis das wirtschaftliche Umfeld umkippte.
Erst kippte das wirtschaftliche Umfeld, dann kamen die Nationalsozialisten, dann die Sozialisten bzw. Kommunisten. Bestimmt ein schweres Schicksal für einen Kapitalisten dieses mit anzusehen. Oder zu sehen wie seine AN's mitmal Bomben oder Autobahnen bauen. Zumindest konnte er seinen eigenen Hintern retten, und das sogar ohne Mitläufer zu werden, oder vielleicht sogar nur deswegen. Aber eben nicht die unzähligen Hinterteile seiner ehemals Dienenden. Eigentlich müßte ich doch genau deswegen die größte Abneigung gegen teiweise vielleicht sogar sozialistische Ansätze pflegen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Weil ich aus "eigener" Erfahrung ansehen konnte wie schnell aufgebautes Vermögen bei instabilen gesellschaftlichen Umfeld wegbricht. Und dieses nicht nocheinmal erleben möchte. Beim ersten Mal konnte einiges "gerettet" werden, wie wird es aber beim nächsten Mal sein?
Wer nicht bereit ist Neuerungen zu akzeptieren oder gar voranzutreiben kann sein Schaffen früher oder später im Museum betrachten. Und so ist es ebenfalls mit unserem Bildungswesen, um dann mal wieder zum Thema zurückzukehren.
Denn so wie es im Moment läuft gehört es ins Museum, und zwar nicht als positiv Beispiel.
Siemensanier