Beiträge von Siemensanier

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    Original geschrieben von Bluewaver
    hehe was erlebt???


    C64 & C128 rüttel den Joystick XXX-Games ;-)



    Ich hatte einen C64 II . Und auf das II war ich richtig stolz. Datasette und Floppydisk sowie zu hochzeiten ca. 16 Joysticks. Für jedes Spiel den passenden, zumindest den Glauben daran.


    Und XXX-Games zum Rütteln gab es auch. Ich glaube sogar auch das war XXX-Games II.


    Und irgendwann mal eine Mutter die von hinten schaute, und das Game auf Ihrem alten Schafzimmerfernseher sah. Da hatte ich dann mal XXX-Games gehabt. Müßte sie eigentlich mal fragen ob sie die Disk heute noch hat ;).


    Irgendwann im Lauf der Zeit wurde dann in der Schule mittels einer Konferenz gleichzeitig das Tragen von Walkmans sowie der Tausch von Disketten innerhalb des Schulgeländes verboten. Der Direx hatte bestimmt auch ein C64 *gr* . Wenn die damals schon geahnt hätten, welch techniche Welle auf die zurollt. :)


    Es ging dann bei mir mit Amiga 500 und dann schon mit meinem ersten PC weiter.



    Siemensanier

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    Original geschrieben von StebuEx

    Siemensanier


    Kannst Du die Logik bitte mal erklären? Das check ich jetzt nicht.....


    Meine Idee: Rendite ist der Lohn für Risiko. Riskant sind bspw. Investitionen in unsichere Dinge - die unsichersten Vorhaben sind oft Innovationen etc. Würden alle auf niedrige Rendite achten, würde keiner mehr Innovationen finanzieren und mit dem Ende des Fortschritts wäre das Ende des Abendlandes nahe...



    Das Problem ist das, das zunehmend überdurchschnittlich mit Kapital weiteres Kapital verdient wird. Und die Verhältnismäßigkeit gegenüber Arbeitsleistung zurückgeht. Siehe PEF (private equity Fonds) die Renditen von 15% und mehr pA versprechen. Irgendwer muß dies aber auch erstmal erarbeiten. Daher die allgegenwärtige Umschichtungen zu gunsten der Shareholder.


    Im Grunde dürfte Kapital nicht dazu eingetzt werden, weiteres Kapital damit an sich zu binden (Vermehrung meines lequiden Individualvermögens). Weil es dann zwangsweise zu Konzentation im "freien" Kapitalflusses kommt. Abstrakt gesehen klebt das Geld irgendwann an einer Vermögensstelle zusammen. Außer das mit dem eingesetzten "Primärkapital" erwirtschfaftete "Sekundärkapital" wird bis zu einem zu definierenden Zeitpunkt verkonsumiert und somit dem freien Kapitalfluß wieder zugeführt.


    Sehr fundamentalistischer Ansatz was Rendite angeht, so gebe ich zu.
    Aber ich vertrete ja auch die Devise, jeder kann in seinem Arbeitsleben soviel pro Monat verdienen wie er will (so auch unsere Manager). Jedoch ist sein Recht zum Besitz von Privatvermögen nach oben gedeckelt. (max. zulässiges pro Kopf Vermögen.)

    Aber ich schweife ab, wollte aber deine Frage beantworten, und nun zurück zu Nokia.


    Anstelle des Boykotts schlage ich ein Schlittenhunderennen vor:
    Deutscher Schäferhund gegen finnischen Husky



    Siemensanier

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    Original geschrieben von Martyn
    Natürlich muss man das alles nicht bis ins Detail könne, aber ein bestimmtes Grundwissen muss man von jungen Menschen einen Schulabschluss anstreben schon erwarten.


    Und wie ein Atom so aufgebaut ist, was es mit dem 30-Jährigen Krieg so auf sich hatte und was Steigung und Krümmung einer Funtion bedeutet gehört imho schon dazu.


    Das bestreitet ja auch niemand. Natürlich muß ein Grundwissen vermittelt werden. Aber auch die Fähigkeit aus dem 30 jährigen Krieg eigene Schlüsse zu ziehen. Ebenso die Kreativität, das bohrsche Atommodell als Anschauungsmodell zu verstehen, es aber nicht unbedingt als 100%ige Abbildung der Wirklichkeit zu verstehen. Zumindest solange bis es einer von uns mal mit eigenen Augen zu Gesicht bekommen hat.



    Dem kann ich mich nur 100%ig anschließen.


    Aber eine Hoffnung bleibt mir. Wir Leben im Jahr 2008 heutiger Zeitrechnung. Und vieles was Schule angeht entstand in einem sehr kleinen Zeitraum dieser Zeitrechnung. Also muß die Innovationsfähigkeit wahrscheinlich im Bildungswesen hoch sein, was auch so eigentlich zu erwarten sein sollte. Außer sie wird durch wirtschaftliche Zwänge ausgebremst.

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Vielleicht brauchen wir mal sowas wie einen Robin Hood der Neuzeit. Einer, der mal irgendeinen der besonders raffgierigen (Bald)AG-Bosse in den Wald verschleppt und ihn dazu zwingt, einen angemessenen Anteil der Gewinne vom raffgierigem Aktionärspack (und natürlich von sich selbst) auf die umzuleiten, die tatsächlich am Wertschöpfungsprozess des Unternehmens beteiligt sind. So was Ähnliches gabs ja schon mal - sind die Leute nicht teilweise gerade wieder aus dem Knast raus?... :rolleyes: ;)



    Nur haben die Leute einen unverzeihlichen Fehler gemacht. Denn Menschenleben war in deren Auge ein zu opferndes Gut. Und Robin Hood der Neuzeit sollte diesen Fehler nicht wieder begehn, und außerdem auch ökologisch Bahnfahren.


    Siemensanier

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    Original geschrieben von galahad13
    Oder glaubt etwa jemand, wenn potentielle Gymnasiasten mit potentiellen Sonderschülern in einem Klassenverbund sitzen, bringt das für irgendeinen Schüler was? Die einen sind generell unterfordert, die anderen ständig überfordert.
    ...




    darf ich den Sonderschüler mal durch einen Hauptschüler ersetzten ;)


    Bei manchen Lernzielen vielleicht schon. Im Sportunterricht beispielweise kann sich das Bild der Leistungsfähigkeit vielleicht umdrehen.


    Der begabte Gymnasiast bekommt die Möglichkeit soziale Kompetenz (Führungsverantwortung und Auseinandersetzung mal nicht auf akademischer Basis) zu erwerben, und der Hauptschüler die Möglichkeit, sich in ganzen Sätzen mit jemanden zu unterhalten. Der Sportunterricht ist nur als ein, wenn nicht das anchaulichste Beispiel, erwähnt. Die Prozentrechnung bekommt jedoch jeder wieder entsprechend seiner Auffassungsgabe vermittelt.



    Siemensanier

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    Original geschrieben von Martyn
    Wenn man mit einem Kurssystem schon in der 5. Klasse anfangen würde, hätte man so in der 10. Klasse keinen einheitlichen Wissensstand mehr, der aber zumindest in den Hauptfächern erforderlich ist.



    Haben wir den gleichen Wissenstand denn in der Praxis wirklich?

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    Original geschrieben von schmidt3
    Ganz abgesehen davon, daß ich weder "angehend" noch "Wirtschaftslenker" bin, kann ich nur feststellen, daß sich die von Dir erwähnten Horromeldungen signifikant auf die neuen Bundesländer konzentrieren, in denen der sozialistische Versuch der Erziehung eines "neuen Menschen" gründlich in die Hose gegangen ist.
    Allerdings muß ich Dir recht geben, daß wir Zeugen eines erschreckenden gesellschaftlichen Wandels sind, nämlich dem direkten Marsch in eine neue DDR de Luxe. In früheren Zeiten hat eine bildungsbürgerlichen Vorstellungen verpflichtete Pädagogik mit durchaus auch autoritären Methoden versucht, den Kindern gleichermaßen Wissen wie Werte zu vermitteln. Und ich bestreite überhaupt nicht, daß es auch hierbei Auswüchse gab. Die rötlich-grüne Schmusepädagogik, die seit einigen Jahrzehnten in den meisten deutschen Schulen vorherrscht, vermag mit ihrer wertfreien und relativistischen "Ich-bin-OK-Du bist-OK"-Haltung allerdings weder das eine noch das andere und reibt sich jetzt beim Anblick ihres gänzlichen Versagens verwundert die Augen. Davon brauchen wir wirklich nicht noch mehr.


    Ich glaube nicht, dass wir uns durch gesellschaftlichen Wandel einer neuen DDR de Luxe annähren. Denn so groß könnte "Wandlitz" gar nicht sein, um alle Gewinner dieses Wandels aufzunehmen. Aber lassen wir das und kommen zurück zur Schule.


    Rot-Grün hat wirklich versagt. Was aber auch zu erwarten war. Denn wirkliche Reformen waren auch von denen nicht zu erwarten. Es war doch im Grunde nur eine Anpassungsmaßnahme an finanzielle Vorgaben.


    Ich mache nicht alle gleich, denn dieses würde bedeuten ein Jahrgang, eine Klasse eine Leistungsstufe. Was zwar sicherlich am "Ausgabenfreundlichsten" aber gleichzeitig völliger quatsch wäre. Aber es muß erlaubt sein, über eine Leistungsgliederung nachzudenken, die nicht auf der Basis vom Alter und somit Klasse, sondern auf Basis von Leistungsvermögen eines jeden einzelnen aufbaut. Und dies sogar ohne Ehrenrunden. Wie ich jeden einzelnden zur Leistungserbringung motiviere ist eine andere Frage.



    Siemensanier

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    Original geschrieben von schmidt3
    Ja, ja unser Bildungssystem ist furchtbar ungerecht und Leistungskontrollen oder gar Sitzenbleiben sind des Teufels. Am besten schaffen wir auch die Noten überhaupt gleich ganz ab und führen die verbindliche Einheits-Ganztags-Walldorfschule ein, wo sich alle im Kuschelunterricht ganz dolle lieb haben können. Das Abitur gibt es dann automatisch zum 18. Geburtstag zusammen mit dem SPD-Parteibuch. Ich vermute durch das Ausschalten jedes Elements von Konkurrenz oder gar "Leistungsdruck" werden die lieben Kleinen dann optimal aufs Leben vorbereitet.
    Es ist wirklich kein Wunder, daß in Bayern und Baden-Württemberg die Realschüler mehr auf dem Kasten haben als die Gymnasiasten in Bremen oder Berlin. Da ist man in der Bildungspolitk noch nicht ganz so sehr von egalitaristischer Realitätsathrophie angefressen. Ich würde den Egalitätsfetischisten hier im Forum ja gerne empfehlen "Geht doch nach drüben, wenn es euch hier nicht paßt", aber das dortige Großexperiment in Sachen Gleichmacherei auf niedrigem Niveau mußte ja aus Mangel an Beteiligung abgebrochen werden. Obwohl ich stark vermute, daß einigen hier die Idee, "bürgerliche Elemente" vom Studium auszuschließen und nur noch "Proletarierkinder" zuzulassen ganz gut gefallen würde. Wohin das dann allerdings führt, haben wir ja gesehen.


    Druschba


    (Die zum Gruß erhobene proletarische Faust müßt ihr euch dazudenken)




    kapierst du eigentlich, warum durch die Medien immermehr Nachrichten von "vernachlässigten Kindern" / "Vätern die ihre gesamte Familie auslöschen" / " und ähnliche Horrormeldungen" laufen.


    Und das auch in BW und Bayern.


    Ich schweife leider vom Thema ab, kann es aber nicht fassen das angehende Wirtschaftslenker einfach nicht verstehen bzw. verstehn wollen dass es einen gesellschaftliche Umbruch gibt, indem die Gesellschaft wieder anfängt Leben zu kosten.

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    Original geschrieben von Martyn
    Tja, aber in gerade in Klasse 7./8. gehts in Fächern wie Mathe noch um Grundlagen, die imho einfach bei allen Schülern vorhanden sein müssen. In dem Fall bekommt Albert dann eben ne 1 und Günther ne 4.


    Niemand ist in allen Fächern gleich gut, aber ein gewisses Mindestniveau muss einfach vorhanden sein.


    Das mit den Grundlagen stimmt, aber wie sie jeden Einzelnen vermittelt werden können ist unterschiedlich.


    Albert braucht es nur einmal zu hören, und kapiert was gemeint ist. Ziel in kurzer Zeit erreicht. Leistungsstufe.


    Günther hört es dreimal, und versteht es immer noch nicht. Erst als man es ihm mit der Blechtommel eintrommelt fällt auch bei ihm der Groschen. Ziel ebenfalls erreicht. Aber erst nach längerem Zeitraum. Grundlagenstufe.


    Zumindest wurde das Ziel bei beiden erreicht, die Aneignung von Grundlagen.
    Welches Grundlagenverständnis hat wohl Günther (und zwar der mit der 4) ?


    Beide hätten übrigens innerhalb ihrer Leistungsfähigkeit eine 1 verdient. Nur mal um zu verdeutlichen was die Noten aussagen können, wenn man nicht mehr eine einheitliche Messlatte anlegt. Nicht mehr viel, warum dann nicht gleich weglassen.



    Siemensanier