Beiträge von Siemensanier

    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Zusammenhang? Ich verstehe deinen Gedankengang nicht.



    Sind die geheim?



    Kurz und Gut,


    eine Gesellschaft bzw. jedes einzelne Individuum muß Arbeit erbringen, um zu überleben!


    Das Individuum geht selber auf die Jagd oder sammelt seine Nahrung selber zur Sicherung seines Überlebens.


    Eine funktionierende Gesellschaft verteilt die zum Überleben der einzelnen Gesellschaftsmitglieder notwendige Arbeit gleichmäßig auf die Mitglieder der Gesellschaft auf. Was zur Folge hat, das ein jedes Mitglied dieser Gesellschaft eine Arbeitspflicht zum Wohle dieser hat.


    Diese notwendige Arbeitsverteilung sagt jedoch nichts über die Form aus, in der diese Gesellschaft soziologisch organisiert ist!


    Nun verständlich?



    Eine Quelle zu der angegeben Zahl von 8,5 h/w kann ich nicht veröffentlichen, da sie nicht mein geistiges Eigentum ist. Ich habe jedoch innerhalb einer Arbeitsgruppe auf diese Quelle zugriff . Nur eines kann ich sagen "Top Secret steht nicht auf der Studie."

    Zitat

    Original geschrieben von oleR

    Wo ist der Sinn einer Arbeitspflicht?


    Nochmal: Warum soll jeder arbeiten müssen? Zur Information: In diesem Land gibt es jetzt bei 82 Mio. Einwohnern weniger als 40 Mio. Erwerbstätige.



    Die Arbeitspflicht ist auch eher als eine durchschnittlich zu leistende Lebensarbeitsleistung anzusehen. Ich habe an einer andere Stelle schon einmal erwähnt, dass wir im grunde durch Rationalisierung von Arbeitsprozessen in einer Zeit angekommen sind, bei der der durchschittliche Arbeitnehmer ganze 8,5 h Stunden pro Woche Arbeiten müßte und dieses nichteinmal ein Erwerbsleben lang Die Gesellschaft aber nicht an Lebensstandard verlieren würde. Abgesehn mal davon, dass wir nicht mehr von unnützen CallCentre Agents usw belästigt werden würden. Zahlen / Studien bzw Quellen die die genannten 8,5 h belegen werde ich hier nicht veröffentlichen. Nur als Beispiel: Mir reicht ein Briefzusteller, der mich täglich besucht, auch sehe ich nicht wirklich 3 Discounter die mich mit Nahrung versorgen als Überlebenswichtig an. usw. usw.



    Arbeitspflicht ist vielleicht als Wort falsch gewählt. Arbeitsleistungserbringung in Form von Produktiv- bzw. Dienstleistung zur Erfüllung allgemeiner und individueller Bedürfnisse. Falls dir diese Formulierung besser gefällt.


    Und nicht zu vergessen. Viele werden erst dann neben der Erbringung der gesellschaftlich notwendigen Arbeitsleistung Ihrer eigentlichen Lebensberufung nachgehen können. Was die Gesellschaft zusätzlich um vieles bereichern wird.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Ja, und ich frage mich immer wieso Friseure das nicht schaffen, was andere Handwerker eben doch schaffen: nämlich ihre Preise so zu justieren dass damit genügend Marge erwirtschaftet wird.
    ...



    Gute Frage, für mich liegt der Grund in der persönlichen Haushaltsführung eines jeden Verbrauchers verborgen. Schon lange findet da eine Umverteilung und Umbewertung der eigenen Ausgaben statt. Begründet ist diese Umverteilung darin, dass der persönliche Haushalt schon lange nicht mehr reicht die individuellen Bedürfnisse eines jeden zu befriedigen. Einzelne Posten, und hier besonders die des täglichen Bedarfs, wurden mittels des "Aldi-Phänomen" beginnend Anfang der 80'er zunehmend unterbewertet. Und hierzu zählt nunmal auch das FriseurHandwerk. Es gab auch hier Aldis die es dem Verbraucher ermöglichten an dieser Ausgabenseite zugunsten beispielweise der steigenden Medienausgaben zu sparen. Der real gestiegende Haushaltsbedarf wurde somit vorrübergehend kompensiert.


    Kleine Ahnung wielange dein Haarschnitt durchschnittlich im Monat dauert. Aber im Grunde müßte man bereit sein, wenn der Haarschnitt z.B. eine halbe Stunde dauert, für diesen auch den Gegenwert einer durchschittlich halbstündigen Produktivitätsstunde hinzulegen. Und hier wären nun unsere Statistiker gefragt, abzuklären was die Volkswirtschaft durchschnittlich in einer halben Produktionsmann- bzw. Frau- Stunde erwirtschaftet. Leider berücksichtigt die Marktwirtschaft keinen Ausgleichsfaktor zwischen überlebensnotwendigen Bedürfnissen und solchen des persönlichen Statuszuwachses.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Das sehe ich genauso. :top:


    Unter sozialer Marktwirtschaft verstehe ich jedoch das was wir in Deutschland in den Neunziger Jahren und zu Anfang der 2000er Jahre hatten. Also eine Marktwirtschaft, in der durch Gesetze und Sozialsystem auch die Entfaltungsmöglichkeit und Würde wirtschaftliche schwächerer Personen gesichert ist.


    ...


    Das Experiment "Sozialismus" in östlichen Gefilden ist gescheitert, ohne Zweifel.
    Aber auch da gab es Egoisten, die dieses zur eigenen Machterhaltung missbrauchten. Nur warum soll der Kapitalismus mit genau den gleichen EgoistischenAnsätzen (siehe prof. Sinn) wesentlich längere Zeiträume überbrücken?


    Und unsere bisherige soziale Marktwirtschaft ist auch schon lange nicht mehr überlebensfähig! Nur gönnen wir uns uns den Luxus durch Auslagerung von Produktionskapazitäten (Globalisierung) diese künstlich am Leben zu halten.
    Ohne den Zukauf von menschenunwürdigen Produktionakapazitäten in das System, wäre auch dieses schon lange zusammengebrochen.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus


    Sinn ist kein Papst, der den Anspruch auf Unfehlbarkeit haben kann, vor allem ist er sehr ideologisch unterwegs. Mir ist Prof. Hickel aus Bremen wesentlich sympathischer, und was der sagt klingt komplett anders und ist viel näher an der gefühlten Wahrnehmung der Menschen als das, was der Sinn verzapft.


    Hoffentlich ist Sinn ökonomisch gesehen nur Papst, denn wäre er das nicht, wäre er ja nicht nur Stellvertreter sondern Gott.


    Die zwei genannten Prof´s zeigen aber schön ein weiters Problem, nämlich die wahre Bewertung der Produktivität einer Leistung. Eine Gesellschaft ohne Frisöre würde sehr zottelig aussehen. Daher scheint eine Produktivität dieses Berufsstammes nachweislich zu bestehen. Aber ein Wissenschaftler kann auch mit Irrglauben Produktivität vorgaukeln.


    Da muss ich dann dochmal den netten Prof. Sinn ins Spiel bringen.
    Der Mann ist zu Wirtschaftswunderzeiten groß geworden, darum sollte man mit seiner Einstellung tolerant umgehen. Denn wenn die Zukunft einmal zeigen wird, dass sein wissentschaftliches Wirken vielleicht weniger Produktiv als das Ausleeren eines besagten Papierkorbes eines Bankers war, dann ist Mitleid wohl das angebrachteste.



    Zitat von Wikipedia, da so schön kompakt


    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Werner_Sinn:


    Zitat:
    "In einem Interview der Süddeutsche Zeitung im Oktober 2007 vertritt Sinn den Standpunkt, dass die Marktwirtschaft zwar nicht "gerecht", aber "effizient" sei: "Etwas mehr Ungleichheit in der Einkommensverteilung bewirkt auch für die weniger gut dabei Wegkommenden letztlich einen höheren Lebensstandard, als wenn man ein egalitäres System schafft, wo alle das Gleiche kriegen und alle gleichermaßen arm sind." In Anlehnung an das von Adam Smith formulierte Prinzip der unsichtbaren Hand formuliert Sinn seine Auffassung: "Jeder Mensch in der Marktwirtschaft denkt doch zunächst einmal an sein eigenes Wohlergehen, trotzdem funktioniert die Marktwirtschaft. Sie braucht nicht den guten Menschen, sondern funktioniert mit Menschen, die ihren eigenen Vorteil maximieren wollen." [12] Sinn gehört damit zu den Verfechtern des "Kapitalistischen Paradoxons", wonach der individuelle Eigennutz Grundlage des Allgemeinwohls sei"
    Zitatende




    Gerechtigkeit und Gleichheit in Einkommensfragen scheint also gar nicht das Ziel des "verkorksten" Systems zu sein. Das System basiert nach dieser These auf dem Egoismus eines Jeden, da kann von Gewissensfrage wohl eher keine Rede sein. Wenn die Anhänger dieser Theorie denn mal über den Tellerand eines 1ste Welt Staates hinaus blicken würden, würden sie eines erkennen. Es gibt einen Punkt an dem diese Theorie kippt. Beispiel die vielen durch besessene Machthaber verarmten Staaten in beispielsweise Afrika. An Egomanie kann es da nicht fehlen. Denn wenn der stützende Mittelstand durch die Egomanie bedroht wird, ist das gesamte System bedroht.

    Ich bin eindeutig gegen die Einführung eines Mindestlohnes sowie dessen Gegensatz dem Maximallohn.


    Dafür aber für die Ausweitung der Schulpflicht mit anschließender Arbeitspflicht sowie der Deckelung des eigenen privaten verpflichtenen Vermögens.


    Für mich ist der Mindestlohn nichts anderes wie das Feld "Los" beim Monopoly Spiel. Es zögert den Spielverlauf heraus ändert aber nichts am eigentlichen Phänomen. Dem Ende des Spielverlaufes durch Unterbrechnung des im "Idealfall" unendlichen Kreislaufes.


    Die Arbeitspflicht setzt natürlich voraus, dass ein Jeder auch eine Möglichkeit erhält seiner Berufung nachzukommen.


    Und jetzt darf alles oberhalb der Mittelschicht auf mich eindreschen.
    - Wir sollen angesichts der Klimadiskussion Energie sparen, aber täglich wird mein Haushalt von drei bis vier Packetzustellern angefahren.
    - Der Verbraucher wird aus kostengründen gezwungen seinen Verbrauch dezentral zu organisieren.
    - Sind nicht viele Beschäftigungsverhältnisse mittlerweile für die "Wirtschaft" sogar kontraproduktiv, da sie nur administrative Zwecke aber schon lange keinen produktive Zwecke mehr verfolgen. Also heute schon nichts mehr als die Vorhaltung von gesellschaftlich notwendigen Mindestarbeitsplatzzahlen.


    Und da wären wir schon beim Stichwort der Mindesarbeitsplatzzahlen für eine okonomisch sowie ökologische funktionierende Volkswirtschaft. Denn dieses steht im direkten Zusammenhang mit der notwendigen Arbeitspflicht eines Jeden.


    Leider ist die Zeit noch nicht reif genug um wirklich strukturveränderne Reformen durchzuführen. Denn dazu ist der durchschnittliche Lebensstandard noch zu hoch. Was sich jedoch schon wegen der Energiediskussion schneller ändern kann, als gemein angenommen wird.



    Siemensanier


    Der auch mit Mindestlohn niemals einen Audi R8 fahren würde. Nicht einmal durch die Erfüllung seiner gesellschaftlichen Arbeitspflicht. Dieses jedoch durch die Verwendung von X Mindestlöhnern durchaus erreichen kann. Und ohne Mindestlohn ist der Faktor X eben bedeutend geringer.

    Witzig ist auch immer eine Frage des Geschmacks.


    Ich kann mich noch sehr gut erinnern wie jemand mal anstelle einer Festrede eine Trauerrede über das Ableben zweier "Singles" gehalten hat.


    Also ich fand auch dieses witzig, und mal was anderes. Nur in den Gesichtern der etwas betagteren Gäste konnte man etwas Erschütterung ablesen.


    Es ist schon wichtig die Rede nicht nur am Brautpaar zu orientieren, sondern auch etwas an der Festgesellschaft. Daher ist eine Rede aus der retorte bestimmt nicht die erste Wahl.

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn

    Politisch ist Obama sicher kein Islamischt, und auch schmutzige Wäsche dürfte es nicht soviel geben, nachdem sogar auf Wikipedia bekannt ist:


    "In amerikanischen Medien wurde berichtet, dass Obamas Vater ihn streng muslimisch erzogen und er in Indonesien eine radikalislamische Schule besucht habe. Obamas Vater war jedoch kein praktizierender Moslem, sondern Atheist. Die vermeintlich radikalislamische Schule ist nachweislich eine indonesische Staatsschule, an der Kinder unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen gemeinsam lernen."


    Aber der Name hat schon was, nicht nur Hussein als zweiter Vorname, auch Obama hat ne sprachliche Ähnlichkeit zu Osama.


    Wenn du schon auf wikipedia verweist, da gibt es noch einen schönen aussagekräftigen Absatz:


    Zitat: Wahlkampf für den US-Senat
    "Nachdem er seine Vorwahl gewonnen hatte, kandidierte er gegen den republikanischen Kandidaten Jack Ryan. Obama lag von Beginn an in den Umfragen vorne. Der Vorsprung in den Umfragen vergrößerte sich auf 20 Prozentpunkte, als bekannt wurde, dass Ryan einen Assistenten angestellt hatte, Obama 24 Stunden am Tag zu verfolgen, um all seine Aktivitäten aufzuzeichnen und ihn gelegentlich durch Zwischenrufe oder Ansprachen zu irritieren."


    Ich kenne kaum eine Demokratie, bei der Wahlkämpfe so schmutzig und kapitallastig laufen wie in den USA. Und jeder der in einem höhren politischen Amt dort agiert besitzt einen wäschekorb mit schmutziger Wäsche, ansonsten würde er nicht in diesem Amt agieren. Nur ist halt ein Wäschekorb mehr gefüllt als der andere.


    Wie lief denn damals die Wahl des Herrn Bush ab, eine einziges Trauerspiel.
    Und diesmal befürchte ich ein noch größeres Trauerspiel, was bereits im Laufe der Vorwahlen erkennbar werden wird.



    Siemensanier