Schlafzimmer, Wasserbett, neue Fenster, jetzt dicht schließende Balkontür ....
erstmalig Schimmel an Außenwandecke.
Da leuten bei mir alle Alarmglocken, aber nicht das ein baulicher Mangel vorliegt, sondern dass das gute Bauwerk durch Veränderung an der Substanz sowie anderer Nutzung an seine physikalischen Grenzen dort stößt.
Leider häufen sich die Probleme mit Schimmelbefall in Wohnräumen in der jüngeren Vergangenheit. Beachtlich auch, dass es vermehrt nach Nutzerwechsel auftritt. So zumindest meine subjektive Erfahrung bei Mieterwechsel.
Nein, das soll jetzt kein Vorwurf an TMausHB sein. Es ist angesichts der Kostendiskussion auch vollkommen legitim an der Kostenschraube zu drehen!
Welche Durchschnittstemperatur hast du denn im Schlafzimmer?
Es ist besonders im Schlafzimmer wichtig morgens nach dem Aufstehen gründlich zu lüften. Damit die Luftfeuchtigkeit ersteinmal aus dem Zimmer rauskommt. Leider hat sich wahrscheinlich über Nacht durch die Heizungstemperaturabsenkung eventuell schon genügend Feuchtigkeit an der Ecke abgesetzt um zu diesem Problem zu führen. Diese müßte also durch neu aufgeheizte "trockenere" Luft von der Oberfläche abgeführt werden
Wobei wir schon dabei wären die Feutigkeit aus der Ecke wieder zu beseitigen.
- Ist die Ecke eventuell durch einen Kleiderschrank o.ä. von der normalen Raumluftzirkulation abgeschirmt?
- Wird die Feuchtigkeit, die sich teilweise an den Fenstern niederschlägt, umgehend aufgenommen? Ohne zu Verdunsten.
- Ist evtl dem Schlafzimmer ein Elternbad oder ähnliches angeschlossen, sodass Feuchtigkeit aus diesem zusätzlich in den Raum gelangen kann. (Zukünftig Tür hierzu geschlossen halten)
- Auch wenn es der Geldbeutel nicht mag (Stosslüften, einmal durchheizen, nochmal Stosslüften)
- Außerdem gehen ich davon aus, dass du im Schlafzimmer keinen botanischen Garten beherbergst. Habe dieses leider bereits einmal in der Praxis erleben müssen, und das sogar mit automatischer Bewässerung und Rechtschutzversicherung. Aber einer vollkommen unfähigenden naturwissenschaftlich unbegabten rechtsanwaltlichen Vertretung.
Nun zum bereits vorhanden Schimmel: Bei 7 x 5 cm würde ich nicht zum Hammer greifen und Putz abschlagen. Die Stelle würde bei mir die nächsten 14 Tage morgens mit einem handelsüblichen Fön bei max Temp. ordentlich erwärmt werden. Eventl noch vorher mit Schimmel Ex o. ä. behandelt.
Und das Lüftungs-Heizverhalten umgestellt bzw angepasst.
Erst wenn das Problem dann trotz Änderung des Nutzungsverhalten weiter blüht, oder gar größer wird, einen Fachmann (und zwar am Besten nicht gerade einen der der Religion Energieberater angehört) zur Ortsbesichtigung hinzuziehen.
Siemensanier
PS: Da bauen die Amis ein Forschungsprojekt Biosphäre2 mit zig Milliarden Dollar
auf, und versagen kläglich. Aber der normale Bürger soll sich mittels Energiesparen / Wäremschutzverordnung sein eigenes stabiles Raumklima in seinen vier Wänden zaubern, und das mit seinen paar Euros. Ja, Ne, ist klar Herr Bundesumweltminister. Dem ich einst erst klar machen mußte, aber da war er ja noch MP von Niedersachsen und nicht BUM, dass eine Tür mit grünem Schild darüber niemals durch eine unzuöffnende Kette verriegelt sein dürfe. 