ZitatOriginal geschrieben von ChickenHawk
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Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht sind Unternehmen und Privatpersonen kaum anders, erstmal Hauptsache billig. Das der Preis den man letztendlich zahlt manchmal in keinem Verhältnis mehr steht zu dem was man bekommt spielt nur eine Untergeordnete Rolle bzw. es fragt keiner nach, Geiz ist halt (obwohl Saturn den Slogan abgesetzt hat) immer noch geil. Ich persönlich gebe lieber ein paar € mehr aus und kaufe im Einzel(fach)handel, als übers Netz um auch noch die letzten 5 € zu sparen. Wenn allerdings derselbe Fernseher im Laden 500-600 € teuerer sein soll als über den Internetversand muss ich mir doch die Frage stellen was das in der Kalkulation bei MM oder Konsorten falsch läuft. Ja sie haben mehr Personal- und Raumkosten als ein Internethändler aber bei einer Massenware rechtfertigt das sicherlich keinen Mehrpreis von 25 %.
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Eigentlich scheue ich mich MM und Konsorten in Schutz nehmen zu wollen, aber vielleicht läuft nicht etwas in deren Kalkulation falsch sondern in der des Dumpinganbieters. Und dieser ist es wohlmöglich auch, der wegen seiner finanziellen Ausstattung und unternehmerischen Geschäftsführung/Geschäftsmodell eben nicht in der Lage ist einen entsprechenden Lohn an seine AN´s zu zahlen.
Gleiches Beispiel bei den Subunternehmern im Baugewerbe. Überall halt das Problem der nach unten laufenden Spirale ob bei Preisen, oder Löhnen.
Und auch genau diese Phänomene sind Volkswirtschaftlich ähnlich einer Deflation schwer stabil zu steuern bzw. zu beschreiben. Und führen früher oder später zum Marktversagen.
Warum waren in den letzten Jahren eigentlich immer Markterweiterungen in Regionen, in dem ein vergleichbar niedrigeres Gesamtlohnniveau herschte so populär? Weil es sich dabei um wachsende Märkte, oder doch eher billige Arbeitskräfte für die globalPlayer handelte?
Heute steht der gemeine Pole auf der Oxford Street in London, hält sein Subway Schild in die Höhe, und erhält dafür umgerechnet 10,00€ die Stunde.
Er muß ja schließlich von diesem Geld auch in London überleben. nur wer würde sich ansonsten mit dem Schild an die Straßenecke stellen?
Nochmal zum Staat zurückzukommen.
In den Jahren bis 1990 hat dieser in der östlichen wie auch westlichen Hemisphäre durch die globale Situation die jeweiligen Volkswirtschaften natürlich massiv unterstüzt. Hier mehr und da weniger, was jetzt nicht heißen soll, ich will den kalten Krieg zurück. Aber es bedarf ein Anreiz, damit der Staat den wirtschaftlichen Kreislauf, und dieses besonders in einer Marktwirtschaft, qausi als Herzschrittmacher unterstützt. Da sich die Wirtschaft selbst, wie sich in der Vergangenheit schon mehrfach zeigte, nicht autonom stabil entwickeln, und somit unendlich laufen würde.
Warum gab es beispielweise die goldenen 60er Jahre in den USA? Wären sie jemals zum Mond geflogen, ohne einen Anreiz? Wenn heute immer nach Bildung und Forschung gerufen wird. So fehlen doch auch einwenig die wirklich großen Inspirationen hierfür. Auch wenn beispielweise das Thama Klimakatastrophe derzeit hierfür popularisiert, um nicht zu sagen missbraucht, wird.
Siemensanier