Zitat
Original geschrieben von autares
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Original geschrieben von Siemensanier
3. Versuch:
Gab es in der jüngeren Vergangenheit gezielte Bemühungen, defizitäre Geschäfte innerhalb einer Institution mittels Aktivitäten am Rohstoffmarkt zu kompensieren, und somit den dummen Verbraucher für eigene Fehler zur Kasse zu bitten?
Verstehe nicht ganz, wie das funktionieren soll? Kannst du hierfür mal ein praktischen Beispiel nennen?
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Ein praktisches Beispiel wird es von mir nicht geben. Und Namen schon gar nicht. Aber ich werde versuchen das Zenario anhand von zwei Beispielen zu verdeutlichen.
Du erhälst am Anfang des Monats Geldmittel. Leider ist bereits abzusehen, dass diese nicht wirklich für alle Gläubiger und Forderungen im nächsten Zeitraum reichen werden. Bist du mutig? Nimm das Geld (auch wenn du eigentlich praktisch bereits insolvent bist, denn dank dieses Geldes lässt es sich ja immernoch vertuschen) geh in eine Spielbank, setz dich an den Roulettetisch, und wähle Schwarz oder Rot bei vollem Einsatz. Geht es gut, kannst du danach mit deiner grundsoliden buchhalterisch tätigen Ehefrau zu Aldi fahren. Von der Spielbank wirst du ihr natürlich nichts erzählen, sehr wohl aber du hättest eine Lohnerhöhung bekommen
Natürlich nicht gleich das Doppelte. Aber soviel hast du eh nicht mitgebracht, denn du warst so nett, und hast einigen Leidensgenossen die auf die falsche Farbe gesetzt hatten großzügigerweise noch Geld geliehen.
Gleiches Spiel im ganz großen Rahmen. Nimm Geld das du gerade noch so zur Verfügung hast, zieh es vom Alltagsgeschäft ab, finde jemanden, der für dich in die Spielbank geht, denn selber kannst du dich da natürlich nicht sehen lassen, und hoffe, dass er für dich gewinnen wird.
Natürlich liefen solche Geschäfte nicht im FinanceDistrict, eher wohl im Raucherzimmer in den Hamptons. Und für irgendetwas muß es ja gut sein, einen besonders kreativen und hochbezahlten CEO zu beschäftigen. Ansonsten könntest du gleich einen stink normalen Buchhalter für den Job beschäftigen.
Um zu erkennen, das keines der Spielchen ewig gut gehen kann braucht man kein BWL Studium. Wohl aber gesunden Menschenverstand. BWL Wissen hat auch die grundsolide haushaltsbuchführende Ehefrau. Problematisch wird es dann, wenn sie ihren Menschenverstand bemüht, und sich fragt, warum du immer am Anfang des Monats vor dem üblichen AldiBesuch verschwunden bist.
Siemensanier