Zitat
Original geschrieben von Intruder
Dein Wahlrecht habe ich dir ja auch mitnichten abgesprochen, nur schaudert es mich eben bei dem Gedanken, wo du dein Kreutzchen machst. 
So, und das wendest du jetzt mal auf dein Porsche-Geländewagen-Beispiel an. Bzw. deine Stiftungs-Idee. Merkst du was?
Die übrigen Marktteilnehmer an der Börse werden erst dann eine potentielle Wertsteigerung vermuten, wenn der neue Eigentümer des Aktienpaketes mehr aus den vorhandenen Vermögensgegenständen machen kann, z.B. indem er eine bessere Vermarktung erreicht, bessere Einkaufskonditionen durch Größeneffekte o.ä. hat. Siehe das aktuelle Beispiel Schäffler und Conti.
Eine popelige Stiftung, die nur ein paar Anteilsscheine verwaltet, wird aber nie einen solchen Effekt auslösen.
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Keine sorge, benutze mal die Suche hier im Borad. Wirst sicher auf Einträge von mir stoßen, wo ich eindeutig erkläre nicht "die Linken" zu wählen. Darauf willst du ja hinaus, wenn ich nicht irre.
Ich rede nicht von popeligen Anteilseignern. Und leider gibt es nur allzuviele die eben doch von den popeligen Anteilseignern reagieren und alles mögliche hineininterpretieren, wenn sich nenneswerte Transaktionen innerhalb der Eigentumsverhältnisse vollziehen.
VW kauft Scania, warum auch immer lassen wir mal im raum stehen. Würde es jetzt niemanden geben der an einen Nutzen auch extern glauben würde, hätten wir keine Kursschwankungen. Wobei wir immernoch nur von Glauben reden, in die Zukunft sehen, nicht von wissen. Darüber ob es wirklich eine Nutzwertsteigerung gibt. Bei Daimler Chrysler hat man auch gesehen, was am Ende daraus wurde. Und hätte man hier kein Nutzen gesehn so hätte man erst gar nicht "geheiratet" und auch keine anfänglichen Reaktionen bei Anlegern hervorgerufen.
Die Stiftung, an der du dich ja anscheinend ziemlich hochziehst, war ursprünglich mal ein Beispiel, wie man Eigentumsverhältnisse bei Bedarf verschleiern kann. Was aber auch zugebenerweise eine teilweise andere Baustelle des Geschäftes umfasst. Diese Verschleierung kann dann wieder hilfreich werden, wenn ich selber an den hervorgerufenen Kursschwankungen durch Hineininterpretation von Vielen in diese nochmal positiv für mich partizipieren möchte. Durch ein Paralellhandel beispielsweise. Da wir uns hier dann aber wirklich im strafrechtlichen Raum befinden (Insiderhandel) gibt es von meinerseite hierzu keine weiteren Erläuterungen.
Siemensanier
PS: Würden viele Anleger eine Nutzwertsteigerung nicht darin sehen, Belegschaftsmitsprache (und ein Konzern besteht nunmal großteils aus der Belegschaft) möglichst zu minimieren, Lohnkosten zu senken, so hätte sich diese ganze Diskussion hier eh erledigt.
Besonders dann, wenn ich mittels Eigentumsverschiebung (egal ob durch Übernahme/Fusion, Verschiebung in Stiftungen/Holdings oder Beteiligungen) diese Minimierung erst erreichen konnte.
EDIT:
Das mit Piech ist nicht vollkommen egal. An einer Stelle hätte er das Vermögen des Unternehmen mehren, an der anderen Positition auf dieses aufpassen sollen. An letzter Stelle hätte er jedoch nur daran Interesse sein eignes Vermögen zu bereichern.