Zitat
Original geschrieben von schmidt3
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Die aussichtreichste Strategie der SPD, um in einer Regierung Seniorpartner zu sein und so den Regierungschef stellen zu können, ist somit die rot-rot-grüne Karte.
Schau mal meine Beiträge in diesem thread vom 24.02.08 18:27 sowie 24.02.08 18:53 an. Und schon in einem anderen mittlerweile geschlossenen thraed habe ich davon geschrieben, dass die Tolerierungsmeldung mit Ursprung in einem SPD-nahen Medium etwas zu denken geben sollte.
Beck bestätigte mit seinen Aussagen diese Annahme noch. Und tat es auch gestern abend mit seiner gewählten Formulierung wieder. Und natürlich weiss Frau Merkel auch was im Busch ist, deswegen die Infragestellung der großen Koalition. Für sie ist doch abzusehen, dass es bei einer Gesamtmehrheit auf linker Basis auch für sie eng werden kann. Zumindest wenn rot rot grün zusammenfinden. Noch hat sie vom auftauchen der Linken dadurch provitiert, dass die SPD, wie du schon sagst, bei Regierungsbildung meistens nicht der Seniorpartner sein wird. Dieses würde sich aber zukünftig wieder ändern.
Lächerlich hier ist einzig, die Linke durch Aberkennung demokratischer Legitimation aus dem Wahlprozess drängen zu wollen. Genauso wie von der SPD zu erwarten, dass sie durch bürgerlicher Politik es schaffen kann, den Linken Wählerstimmen abzugreifen. Im Gegenteil, dadurch spült sie den Linken noch mehr Wählerstimmen zu. Versucht sie jedoch sich wieder weiter links zu orientieren, kommen die Konservatven und wittern in der Mitte ihre Chance.
Da ist es für mich nicht verwunderlich, dass Beck versuchen wird, mit den roteren Roten mittelfristig auszukommen.
Will man die ganz Roten mittelfristig wieder los werden, so müßte CDU und SPD gemeinsam an diesem Projekt arbeiten. So ist auch das linksrutschen der Kanzlerin zu verstehen, die dieses wahrscheinlich erkannte, jedoch von Ihrer Basis dafür massiv attakiert wird.
Leider sind wir nun doch wieder bei links rechts Geplänkel angekommen, und nicht bei einer gemeinsamen Zukunftsstrategie 
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Siemensanier