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Eine Kettenreaktion von Störfällen hat am Sonntag die Stromversorgung in ganz Italien lahm gelegt. Betroffen waren nach Angaben der staatlichen Gesellschaft ACEA 57 Millionen Menschen - das Ausmaß war damit größer als bei dem dramatischen Stromausfall in Nordamerika vor sechs Wochen. Erst allmählich wurde die Versorgung im Laufe des Sonntags wieder in Gang gebracht. Hintergrund des Stromausfalls ist die massive Abhängigkeit der italienischen Versorgung vom Import aus den Nachbarländern.
In der Nacht zum Sonntag fielen nahezu gleichzeitig mehrere Leitungen aus, die Strom aus der Schweiz und Frankreich nach Italien bringen. So stürzten in der Ortschaft Brunnen im Kanton Schwyz Äste eines Baums auf eine 380-Kilovolt-Leitung der Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel), wie die Gesellschaft in Olten mitteilte. Der Ausfall dieser wichtigen Nord-Süd-Leitung über den Lukmanierpass sowie weiterer Leitungen führte zu Überlastungen. Gegen 3.25 Uhr war dann ganz Italien mit Ausnahme der Insel ANZEIGE
Sardinien ohne Strom.
Quelle: Yahoo.de
Es hätte auch bei uns passieren können:
AP) Durch blitzschnelle Gegenmaßnahmen haben die heimischen Stromversorger offenbar ein Übergreifen des Stromausfalls in Italien und im schweizerischen Tessin auf das deutsche Netz verhindert. Der Sprecher des Stromriesen Vattenfall Europe, Johannes Altmeppen, berichtete der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe), in Deutschland seien sofort Kraftwerke gedrosselt und Pumpspeicherwerke zum Verbrauchen von Strom angeschaltet worden. Damit habe ein Überschreiten der normalen Netzfrequenz von 50 ANZEIGE
Hertz verhindert werden können.
Dem Bericht zufolge hätte es ohne diese Gegenmaßnahmen im westeuropäischen Stromverbundnetz, ausgehend von Italien, eine Rückkoppelung in Form überhöhter Netzspannung auch in Deutschland geben können. Nach Angaben Altmeppens sind anhaltende Blackouts wie in Italien oder zuvor in den USA, Großbritannien und Skandinavien in Deutschland vorerst nicht vorstellbar. Der Kraftwerkspark und das Netzmanagement seien derzeit hervorragend geeignet, um solche Probleme abzufedern.
Gefahr droht laut Altmeppen aber auch für Deutschland in zehn Jahren, wenn bis dahin nicht ausreichend Ersatzinvestitionen in Stromerzeugungskapazitäten erfolgten. Nach Berechnungen der deutschen Energiewirtschaft müssten - auch wegen der Abschaltung von Kernkraftwerken - in zehn Jahren Kapazitäten von rund 40.000 Megawatt durch neue Kraftwerke ersetzt werden.
Quelle: Yahoo.de
Edit: 500tes Posting :p