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Original geschrieben von polli
gehe ich recht in der Annahme das die jetzt umgesetzten Gesetze bezugnehmend auf Mobiltelefonie technisch vor allem Änderungen bezüglich des Zugriffs und der Speicherung bewirken, die Daten an sich aber bereits in der Vergangenheit sowieso generiert wurden und man mehr aufwand hatte wenn man sie lesen wollte?
Ja und nein. Bislang muß ein Netzbetreiber die Daten rausgeben, die er hat. Wenn ein Kunde die Verbindungsdaten direkt nach Rechnungserstellung hat löschen lassen, gabs einfach nichts mehr. Irgendwelche Daten, die im Funknetz angefallen sind, aber für alles andere unnötig waren, wurden bisher natürlich nicht gespeichert (warum auch, kostet ja nur Geld).
Mit der Vorratsdatenspeicherung müssen auch Dinge gespeichert werden, die bislang nicht vorhanden sind. Das geht von Anrufversuchen über versendete und empfangene E-Mails bis hin zur IMEI des genutzten Telefons.
Da nun mit deutlich größeren Datenmengen und -strukturen gearbeitet werden muß, benötigt man entsprechende Systeme, um die Daten zu korrelieren, zu speichern und (das vergessen leider viele) auch wieder halbwegs performant aus dem Datengrab heraus zu holen.
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Dementsprechend geht das Thema wohl in ne ähnliche Richtung wie die Verfolgung von Verbrechern über Bilder die von den Mautbrücken auf den Autobahnen gemacht werden.
Genau. Zunächst baut man den Datenbestand auf und "wenn die Daten doch schon mal da sind" werden sie gleich für den nächsten Zweck eingesetzt. Polizei & Co haben natürlich großes Interesse an den Daten. Natürlich erleicherten sie die Ermittlung, aber es schafft auch Mißbrauchspotential.