Beiträge von rabbe

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Aber wer trägt denn die Schuld?


    Der der pöbelt bzw. dessen mangelhafte Sozialisierung. Die genauen Ursachen sind dann wieder vielschichtig, dass kann an einer schlechter Kinderstube liegen, am sozialen Umfeld, das man nur die Gefälligkeitsartikel für einen Anzeigengroßkunden in den diversen Postillen konsumiert etc.
    Warten wir mal ab, was die von vielen Seiten angemahnte kritische Prüfung dieses Gefälligkeitgesetzes durch den Bundespräsidenten/ Bundespräsidialamt ergibt.

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    Original geschrieben von ElChefe
    ...und kurz darauf das Tarifeinheitsgesetz in Kraft tritt, die GDL also kein Streikrecht mehr besitzt... (ob das Gesetz kassiert wird steht auf einem anderen Blatt. Es wird in Kraft treten und Gerichte werden sich daran halten (müssen) und künftige GDL-Streiks untersagen).


    Ganz so einfach ist es dann doch nicht, wie du dir das wohl vorstellst. :D Mal davon abgesehen, wie fragwürdig dieses Gesetz an sich ist, wirft es wohl eher neue Fragen auf. Ein Punkt ist z.Bsp.


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    - Die Tarifeinheit soll pro Betrieb in einem Unternehmen gelten, nicht für das Unternehmen als Ganzes


    Die Bahn ist ja in verschiedene Bahndirektionen gegliedert usw. Dahingehend kann es dann schon erhebliche regionale Unterschiede geben, was die Zugehörigkeit bzw. die Mehrheitsverhältnisse im Organisationsgrad der verschiedenen Interessenvertretungen gibt.

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    Original geschrieben von murmelchen
    Also trete ich jetzt in die IG Metal und diese kämpft dann künftig für mich anstatt Verdi?


    Du kannst auch in einen Kaninchenzüchterverein eintreten, wenn du der Meinung bist, dass dieser deine Interessen in irgendeiner Weise vertritt/vertreten kann. ;) Ob die Zersplitterung in kleinere bzw. kleinste Gewerkschaften für die Gewerkschaftsbewegung an sich förderlich ist, ist eine andere Frage. Einheitsgewerkschaften gibt es meines Wissens (noch) nicht, keine festgeschriebene Exklusivvertretung bestimmter Berufsgruppen durch bestimmte Gewerkschaften. Meines Wissens hat(te) die EVG mit der Bahn auch einen Tarifvertrag für die (bei ihr organisierten) Lokführer abgeschlossen.

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Du hast den Sinn einer Arbeitnehmervertretung nicht verstanden. Hier geht es um Solidarität, nicht um Einzelkämpfer oder Eliten.


    Ich habe den Sinn einer Arbeitervertretung nicht verstanden? Ich habe doch die unterschiedlichen Konzepte, welche die beiden Gewerkschaften verfolgen, angesprochen. Über den Sinn der Zersplitterung kann man sich natürlich streiten, dass ist letztendlich aber eine andere Baustelle. Offensichtlich fühlen sich viele, mehrere ehemalige EVG-Mitglieder der EVG von dieser nicht mehr oder angemessen vertreten. Offensichtlich sind bei der EVG diejenigen in der Mehrheit, welche sich weniger Freizeit wünschen und stattdessen eine höhere Bezahlung.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Beantworte doch einfach die von mir gestellten Fragen: Welcher Tarifvertrag gilt denn dann? Kann man sich aussuchen, welchen man nimmt? Gilt der TV nur für die jeweiligen Gewerkschaftsmitglieder?


    Gibt es denn schon zwei unterschiedliche Tarifverträge? In kleineren und mittleren Unternehmen (ohne Arbeitnehmer)Vertretung gibt es auch individuelle Vereinbarungen. Insofern halte ich dieses Argument nur für vorgeschoben.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Das wäre ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.


    Warum kämpfen? Mit der richtigen Lobby reicht doch der Bundestag, welcher ein Gefälligkeitsgesetz verabschiedet. ;)


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Und genau das ist auch der Sinn einer Gewerkschaft, dass alle Arbeiter einer Berufsgruppe zu den gleichen Bedingungen beschäftigt werden. Egal, bei welcher Firma sie angestellt sind.


    Der Sinn einer Gewerkschaft ist, dass man die Mitglieder, egal welchen Beruf diese ausüben, und demzufolge deren Interessen vertritt.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Doch die GDL will doch exakt das Gegenteil, nämlich dass es selbst innerhalb eines Unternehmens eine Mehrklassengesellschaft unter den Arbeitern gibt.


    Mehrklassengesellschaft? Weil du dann im besten Fall die Wahl hast, zwischen einem Tarifvertrag, bei welchen sich keine Überstunden übermäßig anhäufen etc. bzw. einem, bei welchen du Überstunden en masse ansammeln kannst.

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Die GDL wünscht sich einen eigenen Tarifvertrag für eine Berufsgruppe, die bereits einen Tarifvertrag hat und von einer anderen Gewerkschaft vertreten wird.


    Naja, eine Gewerkschaft setzt sich nicht aus Berufsgruppen sondern aus Einzelpersonen, Mitgliedern zusammen. Diese Einzelpersonen können frei entscheiden, ob und von wem diese vertreten werden wollen. Es ist dann letztendlich die Aufgabe der Gewerkschaft, deren Wünsche Forderungen umzusetzen. Ein Teil dieser Einzelpersonen, mehrere Zugbegleiter, welche früher durch die EVG vertreten wurden, sind jetzt Mitglied in der GDL, weil sie ihre Interessen von der EVG nicht mehr vertreten sahen.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt In der Folge soll es also zwei unabhängige Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe innerhalb eines Unternehmens geben.


    Es mag zwar dieselbe Berufsgruppe sein, aber die Konzepte der Gewerkschaften sind unterschiedlich. Der GDL geht es um kürzere Arbeitszeiten (im örtlichen Presseorgan war ein Interview mit einem streikenden Lokführer, Familienvater, abgedruckt, aus 2014 248 Überstunden und fünf Urlaubstage, an drei von vier Wochenenden Dienst) und günstigere Sozialvorschriften bei geringeren Gehaltssteigerungen, während die EVG mehr auf Lohnerhöhungen abzielt.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Ich frage dich: Wie soll das funktionieren? Welcher gilt? Kann man sich das dann aussuchen? Oder braucht man das passende Partei... äh... Gewerkschaftsbuch?


    Warum sollte das nicht funktionieren?


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Um es kurz zu machen: Die Forderung der GDL ist asozialer Humbug. Eine Arbeitervertretung ist eine Solidargemeinschaft und umfasst daher immer alle Arbeiter und eben nicht nur bestimme, die was "besonderes" sind.


    Eine Arbeitervertretung umfasst erst einmal deren Mitglieder. Auch bei den Zugbegleitern gibt es derartige Fälle, wie das oben von mir angeführte Beispiel. Menschen, die vielleicht ab und an ihre Familie auch am Wochenende sehen wollen etc.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Die Bahn möchte einen einheitlichen oder zumindest zwei inhaltsgleiche Tarifverträge.


    Das das die Bahn will, ist erst einmal vollkommen in Ordnung. Inwieweit sie dies erreichen wird, wird man sehen, auch inwieweit die Einmischung der Politik durch eine "Lex-DB", welche vermutlich, offenkundig verfassungswidrig ist, ihr diesbezüglich in die Hände spielt.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt Das gebietet schon allein der Anspruch auf Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer.


    Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer? Heißt das dann, dass die Arbeitnehmer bei den diversen Tochterunternehmen der Bahn besser gestellt werden als jetzt?

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    Original geschrieben von schwuppi
    Arbeitest du bei Sky? Ich versuche es jetzt mal zu erklären. Wer sich bei Sky etwas auskennt weiß ganz genau das die besten preise immer zum Monatsende kommen und deshalb ist es müßig darüber weiter zu diskutieren.
    Sollte Sky diesen Monat ausnahmsweise mal das Ding durziehen werden sin spätestens im Juni wieder einknicken. Solltest du dich jetzt fragen warum, der Juni ist das Ende vom Geschäftsjahr bei Sky und spätestens da werde sie einknicken um die Abo zahlen wieder zu schönen.


    Sky ist mal mit der großen Ankündigung gestartet das es keine Rabatt Angebote mehr geben wird, es hat nicht lange gedauert und sie sind eingeknickt.


    Ab und an versuchen sie es auch. Letztes Jahr wollten sie erst auch nicht so recht "meinen" Preis "akzeptieren" und ich habe das Abo einfach auslaufen lassen. Am zehnten, elften des Folgemonats kam dann das "richtige" Angebot.