Beiträge von ChickenHawk

    Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Die allermeisten wollen arbeiten. Der Tag kann ganz schön lange dauern, wenn man nichts zu tun hat. Ausserdem dürfen die, soweit ich weiß, nur mit dem Geld, das sie dort verdient haben, im Knastkiosk einkaufen.


    Gruß


    Pitter


    Moment wir reden in dem fiktiven Beispiel nicht über "Arbeitsplätze im Knast" so wie sie heute bereits existieren, da ist klar das die meisten Insassen sich über eine Abwechslung vom Zellenalltag und das Geld für den Kiosk freuen.


    Ganz anders sieht es aber aus wenn Arbeit im Knast nicht freiwillig ist sondern eben Pflicht bzw. Zwang und dann auch nicht um Geld für den Eigenbedarf zu haben sondern nur damit der Knast in dem man gerade eingesperrt ist auch finanziert werden kann. Da wäre die Begeisterung bestimmt nicht so hoch...


    Und weil hier ja so frisch und frei von der Leber weg behauptet wird, dass sich eine Knast GmbH rentieren würde: Wisst ihr was jeder Insasse so pro Tag an Kosten verursacht und das schon wenn er nur normal in der Zelle sitzt?
    Wenn diese Personen in der Masse nun einer relativ normalen Arbeit nachgehen sollen wird das exponentiell noch teurer weil entsprechend aufwendige Überwachungs- und Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind. Wenn man all diese Kosten dann auf normalem kaufmännischem Weg versuchen würde über den Preis wieder reinzuholen, dann würde die Reinigung von 3 Tischdecken oder 4 Bettlaken wahrscheinlich so rund 30-40 € kosten, wodurch auch klar ist dass man dafür keine Kunden finden würde.

    Alles schon mal dagewesen (oder auch in den USA praktiziert, z.B. die Mülltrupps am Highway), nur was soll das bringen?


    Sicherlich sind bestimmte Projekte für einige Jugendliche ggf. sinnvoller als der Knast nur billiger sind derartige Geschichten bestimmt nicht. Und das ist dann auch schon wieder des Pudels Kern: Beaufsichtigte bzw. bewachte sinvolle Arbeitsprojekte gibt es nicht so häufig weil die kaum bezahlbar sind.


    Wenn man jetzt den Begriff der "erzwungenen Arbeit" dahingehend verstehen will, dass Gefangene durch Arbeit die Kosten für ihre Unterbringung und Verpflegung z.B. durch Wäschereidienste etc. pp. erbringen sollen würde das auch nur klappen, wenn diese Arbeit wesentlich günstiger ist als auf dem "freien Markt". Damit man aber nicht mit irgendwelchen Knast-Arbeitern dann auch noch andere Leute um ihren Job bringt weil man sie über den Preis aus dem Markt bringt werden derartige Geschichten bei uns in D nur in einem sehr begrenzten Rahmen zugelassen.


    Da brauch man sich nichts vormachen: "Arbeit" im Knast ist nichts anderes als eine Form der Beschäftigungstherapie, wirtschaftlich sinnvoll bzw. erfolgreich kann und wird das nie sein, mal ganz davob ab dass man niemanden zur Arbeit zwingen kann. Oder würdest Du einen Sträfling der sich weigert z.B. Spargel stechen zu gehen dann verhungern lassen wenn er nicht so tut wie von ihm gewollt?

    Ich kann diese ganze Aufregung auch nicht verstehen, ich habe spontan mal eine Verbindung aufs Geratewohl angewählt und siehe da, ich hätte das Familienspezial für 49,- € problemlos buchen können. Von daher ist die Behauptung das würde gar nicht angeboten so schlicht nicht zutreffend.


    Man sollte sich nur über folgendes im klaren sein, die Dauerspezialtickets bekommt man nur wenn:


    - man rechtzeitig im vorraus
    - eher zu ungewöhnlichen Zeiten
    - unter der Woche (nicht Fr./Sa./So./Mo.)


    fahren will.


    Heute zu versuchen eine Verbindung HH-MÜN für nächste Woche Fr. und Sonntag zu bekommen wird in der Tat zum scheitern verurteilt sein, aber nicht weil es für diese Strecke keine entsprechenden Kontingente gegeben hätte sondern weil derart beliebte Strecken und Zeiten eben auch ratz fatz weggebucht sind.


    In der Konsequenz könnte die Bahn nur sagen, wenn da trotzdem noch gemeckert wird schaffen die die Spezialtickets eben ganz ab, dann müssen alle wieder zum vollen Preis fahren.


    Mag ja sein, dass die Werbung im Verhältnis zu den Kartenkontingenten etwas massiv ausfällt, aber mal ehrlich wer tatsächlich irgendwelchen Werbeaussagen der Unternehmen ungefragt und unkritisch Glauben schenkt, dem ist doch auch nicht mehr wirklich zu helfen oder?

    Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel


    Hersteller der Focus Bikes:
    http://www.derby-cycle.de/


    Ist zumindest dieselbe Adresse wie die von Univega:


    Raleigh Univega GmbH
    Siemensstr. 1 - 3
    49661 Cloppenburg


    Würde mich stark wundern, wenn 2 völlig verschiedene Hersteller im selben Gebäude sitzen.


    Und nein ich brauche (zumindest gefühlt) keine Scheibenbremse, die ist da nun mal serienmäßig dabei und da sie qualitativ ja nun auch nicht gerade nach unten ausreißt warum nicht? Wenn es beim selben Rad die Wahl zwischen V-Brake und Scheibenbremse gegeben hätte, dann hätte ich auch die V-Brake genommen.


    Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
    Als Cityflitzer würde mich dies nochmal reizen:
    http://www.stevensbikes.de/200…_DE&sect=equipment#inhalt :cool:


    Auch ein leckeres Gerät, sobald der Mann mit dem großen Sack Geld vor der Tür gestanden hat gibt es eh für jeden Zweck und jedes Wetter ein eigenes Rad ;)

    Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
    Halt uns auf dem laufenden welches Rad es geworden ist! :top:


    Es wird ein Univega Terreno 400 oder 500.
    http://www.univega.com/bike_de…ERRENO&ID=904729&active=2


    http://www.univega.com/bike_de…ERRENO&ID=904728&active=2


    Soweit ich das mitbekommen habe ist das dieselbe Schmiede die auch die Focus Räder herstellen, weiß der Geier warum die da verschiedene Marken bedienen, zumal die Ausstattung und der Preisrahmen ziemlich derselbe ist.


    Die Probefahrt war positiv überraschend, der Händler eher etwas chaotisch liebenswert aber dafür macht er sehr gute Preise.


    Stevens wäre letztendlich auch eine Option gewesen, allerdings war da nicht das "Wohlfühl"-Gefühl bei der Probefahrt und der Verkäufer des (eher hochpreisigen) Geschäfts wollte mich unbedingt vom X5 aufs X6 oder am liebsten aufs X8 hieven.
    Es ist eine Sache das einmal zu probieren aber wenn ich ihm als Kunde mehr als deutlich zu verstehen gebe, dass ich keine 1.000,- € für ein Rad ausgeben will dann sollte er das auch akzeptieren. Sprüche ala "Ich weiß doch Sie können sich das leisten..." finde ich nicht wirklich verkaufsfördernd.

    Zitat

    Original geschrieben von Quindan
    Aber wenn wir den Fall mal umdrehen: was wäre, wenn ein Deutscher im Ausland sowas gemacht hätte? Was für ein Urteil des Richters in dem Land hätte er bekommen? Sicher nicht nur 10 Jahre...


    Und was hat das hier mit uns zu tun? Nicht wirklich viel oder?
    In anderen Ländern wird einem Straftätern auch schon mal die Hand abgehackt, Frauen werden beim Verdacht auf Ehebruch gesteinigt oder in den USA wird ein 11 jähriger der seiner Schwester beim pinkeln geholfen hat wochlang in den Jugendknast gesteckt. Sind das die Maßstäbe an denen wir unser Strafgesetzbuch messen lassen wollen?


    Es ist belegt, dass die Todesstrafe oder mehrfach lebenslänglich in keinster Weise abschreckend wirkt oder die Verbrechensquote senkt, was bringen daher also solche drakonischen Strafen? Die gesellschaftlichen Probleme die derartige Straftaten begünstigen werden nicht dadurch gelöst, dass man statt 10 nun 20 Jahre als Höchststrafe ins StGB reinschreibt. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass die Täter bei der Tatausführung nur eine Sekunde darüber nachgedacht haben was das für Konsequenzen haben könnte? So nach dem Motto: "Wenn ich noch einmal mehr zutrete bekomme ich 10 statt 5 Jahren..."? Wenn die Sicherung erstmal wie in diesem Fall durchgebrannt ist darf man vom Täter keine rationalen Gedankengänge erwarten.

    Zitat

    Original geschrieben von diger
    Nein, das nicht. Aber ehrlich gesagt würde ich Verbrecher, die nicht mehr sozialisiert werden wollen auf immer wegsperren. Meines erachtens geht hier die Gesellschaft vor, und diese muß nun mal geschützt werden.


    Und dann? Einfach nur wegschließen und den Schlüssel wegschmeißen löst auch keine Probleme bzw. wenn man sowas fordert könnte man auch gleich noch einen Schritt weitergehen und fordern solchen Leute die Rübe abzuhacken, schließlich kosten die Häftlinge die Gesellschaft ja eh nur Geld und wenn die eh "auf immer" eingeschlossen werden und nicht mehr rauskommen, warum sollte man sich dann noch die Mühe machen die 30 oder 40 Jahre im Knast durchzufüttern?


    Bei der Festlegung des Strafmaßes soll explizit nicht nur auf die Sühne der Tat sondern auch auf die Resozialisierungsmöglichkeiten geschaut werden und da ist es bei aller Emotion die bei solchen Fällen hochkocht eben nicht angemessen (oder zulässig) 20 Jahre oder mehr zu verhängen, denn davon hat auch keiner wirklich was.