Zitat
Original geschrieben von wrywindfall
Da darf jeder Depp ungeachtet der sozialen und finaziellen Situation Kinder in die Welt setzen. Aber die, die vielleicht in der Hinsicht ein sicheres Umfeld bieten könnten, werden von der Elternschaft ausgeschlossen... 
Und ergänzend finde ich es auch "lustig", wenn sich Männer als homosexuell outen, weil dann deren heterosexuelles Umfeld oft Angst bekommt. Aber alle Frauen auf der Welt müssen ja auch permanent in der Angst leben, dass der nächste vorbei kommende Mann was von ihnen sexuell will...
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Ich würde das alles gar nicht so pauschal sehen, sonst könnte man ja auf der anderen Seite sagen: Nur wer XY € verdient „darf“ ein Kind
adoptieren. Finanzielle Sicherheit ist für mich kein Killerkriterium was eine glückliche Kindheit und gute Erziehung garantiert.
Aber davon ab: Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es hinsichtlich der Adoption noch Bedenken gibt. Weniger, dass die potentiellen
Adoptiveltern nicht in der Lage sind ein Kind anständig zu erziehen oder ihm genug Liebe zu geben, sondern eher wie das soziale Umfeld
darauf reagiert. Sind wir in unserer gesellschaftlichen Situation wirklich schon soweit, dass man nicht befürchten muss das ein Kind eines
Homo-Paares von seinen Mitschülern nicht gnadenlos in Grund und Boden gemobbt wird, das es aufgrund seiner „Sonderstellung“ es nicht
schwerer haben wir Freunde zu finden? Solange die Toleranz und Akzeptanz zwar auf dem Papier steht, aber sich noch nicht im Denken
und Handeln der Menschen widerspiegelt, tue ich mich auch ein wenig schwer zu sagen, ab Stichtag XY wird alles anders nur weil es so
verordnet wird.
Das ganze ist ein Prozess, der langsam aber stetig weitergehen muss. Integration funktioniert nun mal nicht auf Knopfdruck von jetzt auf gleich.
Und was die Angst vor Anmache o.ä. durch geoutet Freunde und Bekannte angeht:
Ich will (weder von einem Mann noch von einer Frau) sexuell angemacht werden, sofern der Gegenüber nicht eine entsprechende Zustimmung
dazu bekommen hat. Ebenso würde ich mir z.B. in einem Hotel nicht ein Doppelbett mit einem homosexuellen Mann teilen wollen, bei einem
„hetero“ Freund wäre das gar kein Thema. Nicht weil ich Angst hätte, dass der andere nun spontan über mich herfällt, sondern wg. der (wenn auch
nur gefühlten) latenten sexuellen Komponente. Frauen z.B. haben häufig ja auch weniger ein Problem sich vor Homomännern umzuziehen oder nackt zu zeigen was ihnen bei einem Heteromann unangenehm wäre, auch wenn der Mann gar kein sexuelles Interesse an dieser speziellen Frau hat.