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Original geschrieben von rajenske
Zum Vergleich oben: In Göttingen waren es 20, nicht 200.
Spielt das wirklich eine Rolle? Bei einer anderen Aktion rühmt sich die Antifa mit 70 Aktivisten unterwegs gewesen zu sein...
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Obwohl klar zu verurteilen, wird es trotzdem hochgepusht. Auch mit der "Faschistenkeule" hier im Thread.
Wo bitte wird hier genau etwas gepusht?
- ein Wohnhaus wird mit Benzin übergossen
- Wahlplakte werden systematisch zerstört
- Parteimitglieder und deren Familienangehörige werden bedroht
- Autos von AfD Mitgliedern beschädigt
- Wahlkampfveranstaltungen sabotiert
- Polizisten die die Veranstaltung schützen tätlich angegriffen
"Bei dem Einsatz zum Schutz des AfD-Wahlkampfstandes wurde zudem ein Polizist von dem Faustschlag eines Demonstranten am Kopf getroffen. "
http://www.welt.de/print/welt_…z-fuer-AfD-Wahlkampf.html
Und das alles weil die Grünen/Antifa der Meinung sind mit der AfD eine rechtspopulistische Partei ausgemacht zu haben?
Keine Ahnung ob und wie weit die AfD rechts ist, offiziell grenzen sie sich nach rechts deutlich ab. Ich habe mich mit denen nicht weiter beschäftigt, weil ich - unabhängig von der vermeintlich rechten Position - deren sonstige Inhalte auch nicht unterstützen würde und die Umfragen ja auch zeigen, dass die AfD höchstwahrscheinlich eh unter fernen liefen landen wird.
Aber sobald "Rechtspopulismus" vorgeworfen werden kann darf man sich so aufführen wir die Antifa und die jungen Grünen? Linkspopulismus ist ok, aber bitte nicht die bösen Rechten?
(Nur so am Rande in vielen anderen Länder gibt es Mitte-Rechts Koalitionen, trotzdem sagt keiner das das alles Nazis seinen...)
Rechts ist genau wie Links eine politische Einstellung - in einer funktionierenden Demokratie muss man es eben auch aushalten, wenn es Gruppen gibt die eine andere Meinung vertreten, letztendlich ist der Wähler derjenige der entscheidet - und nicht die politische Gegenseite. Extremismus, egal von welcher Seite ist dagegen entschieden abzulehnen.
Schaut man sich die Gemengelage in Göttingen mal genauer an, stellt man sehr schnell fest, dass zwischen Jungen Grünen, der Antifaschistischen Linken International, der Antifa und anderen linksgerichteten Splittergruppen mehr als nur gegenseitige Sympathie besteht. Es werden gemeinsame Aktionen veranstaltet etc..
Das finde ich persönlich - in Kombination mit den oben genannten Vorfällen - äußerst bedenklich. Eine Partei (oder Teile davon) die angeblich demokratische Werte achtet und für Toleranz steht darf sich so nicht verhalten. Das sich hier auch nach der Berichterstattung durch die Medien nicht viel deutlicher zu den extremistischen Auswüchsen abgegrenzt wird spricht für sich.
Insofern kann ich hier nach wie vor nicht erkennen wo das Thema künstlich gepusht wird und ebenso ist ein Vergleich zu faschistischen Verhaltensmustern keine Keule sondern schlichte Tatsache. Aber egal ob man das jetzt als "Linkenfaschismus", Linksextrem oder wie auch immer bezeichnet: So ein Verhalten darf von etablierten Parteien nicht auch noch gefördert werden - und gerade deswegen darf und sollte da auch in breiter Öffentlichkeit drüber berichtet werden.