Pauschal lässt sich das wie so vieles nicht abgrenzen.
Viele Leute haben dafür halt viele Interpretationsmöglichkeiten gefunden.
Hier noch mal ein paar Zitate von Oi-Skins bzw. deren HP`s die sich über Google den finden lassen:
"Erstmals möchte ich mich entschuldigen für die Erklärung, die ich lange hier stehen hatte und die Ihr unten noch lesen könnt! Sie ist vom Verfassungsschutz erfunden und entspricht nicht der Wirklichkeit. Zweitens möchte ich mich bei "Schnuckilein" (siehe Mitgliederliste) bedanken, dass er mir den begriff soweit erklärt hat!
Also, "Oi!" ist aus dem Cockney Slang und bedoitet: Hey, ich hab' dir was zu sagen! Dies wurde provokativ gegen die Gesellschafft gewant und hauptsächlich als Gruß verwendet. Die spätere Musikrichtung, ähnlich dem Punk, wurde dann Oi! genannt, weil unter anderem auch sozialkritische Texte gesungen wurden. Trotzdem ist und war Oi! eine unpolitische Spassmusik, da nicht auf Politik, Parlament etc. hingewiesen wurde, sondern auf das Leben der Menschen auf der Strasse (so sang man von Gewalt, Sauferei, Fussball,....).
Aus dem Wort Oi! entstand so eine Lebensweise, in der durch Aussehen, dem Aussprechen von Problemen und "pöbelhaftes" Verhalten, die Gesellschaft provoziert wurde.
Oi! muss man aber auch mit Spass und Partys verbinden, was bei den Skins und Punx zum fast alltäglichen Leben gehörte.
Somit kann man Oi! ungefähr so übersetzen: Sei stolz und steh dazu was du bist und habe Spass am Leben!
Verfassungsschutz form:
Die Skins nahmen die Parole "Strength through joy" auf doitsch "Kraft durch Froide" des NS-Regimes, das ist das einzigste was der Skinhead-Kult mit dem Nationalsozialismus zu tun hat! Obwohl ich persönlich nichts inhaltliches gegen diese Parole einzuwenden habe. Auf jeden Fall ergaben die Endbuchstaben von "joy" in der Lautschrifft das "OI", um es noch besser hervorzuheben wird in der geschrieben Weise noch ein Ausrufezeichen dahinter gestellt."
oder auch hier:
"OI! Skins
Die Skinheadbewegung starb nie ganz aus. Es gab immer einige Skinheads, die den alten Stil weiter lebten und nicht sehr erfreut waren über das Erscheinen einer ganz neuen Skinheadgeneration. Diese Skinheads entwickelten sich aus desillusionierten Punks, die sich von ihrer immer mehr kommerzialisierten Subkultur verraten fühlten und nun noch mehr „schocken“ wollten als die Kids, die Punk als neue Mode begriffen und in teuren Boutiquen einkauften. Sie vereinnahmten den Begriff Skinhead für sich und überspitzten die äußerlichen Merkmale der ursprünglichen Bewegung. Es wurden Stiefel, abgeschnittene Hosen, T-Shirts und Bomberjacken getragen. Aus den bisher üblichen Ober- oder Unterarmtätowierungen wurden jetzt Gesichts- und Handtätowierungen. Kaum ein Tätowierer, der etwas auf sich hielt hat zu dieser Zeit solche Tattoowünsche erfüllt. So kam es, dass Gesichtstatoos oft von Hinterhoftätowierern oder den Kumpels vorgenommen wurden, was sich nicht gerade positiv auf das Äußere der neuen Skins auswirkte. Bald war der Punk als Mode nicht mehr aktuell und auch die populären Punkbands verschwanden. Man wandte sich den Street-Punk Bands zu, die oft schon vor dem Entstehen des Punks gegründet wurden und bis jetzt ein Dasein als Vorgruppen von bekannten Punkbands fristeten. Bands wie Shame69, Cockney Rejects oder Cock Sparrer wurden jetzt als Stars der neuen Szene gehandelt und von ihren Fans abgöttisch geliebt. Diese Szene bestand aus Punks und Skins der neuen Generation, die den alten Skins und den Teds ein Dorn im Auge waren. Das führte zu erbitterten Straßenschlachten, in denen sich Tradition und Stolz auf die Wurzeln der Subkultur und Respektlosigkeit und Abneigung gegen alles und jeden entgegenstanden.
Diese neue Skinheadgeneration und die Tatsache, dass ihre Anhänger keine "schwarze" Musik hörten und ihre Wurzeln nicht mehr mit den farbigen Jugendlichen teilten, ermöglichte es rechtsradikalen Parteien einige der Skins für ihre Zwecke zu rekrutieren. Parteien wie die National Front wurden durch das aggressive Auftreten und das einheitliche Äußere von den Skinheads angezogen. Ihre Überzeugungsarbeit wurde von steigender Arbeitslosigkeit und wachsenden Einwandererzahlen unterstützt. Bald sah man in den Medien (die ohnehin davon überzeugt waren, das Skinheads menschenfressende Hundsöhne waren) nicht nur Bilder von randalierenden Skinheads, sondern von rechtsradikalen Skinheads die Jagd auf Einwanderer machten. Ein gefundenes Fressen für die Medien, für die nun kein Zweifel mehr bestand, das alle Skinheads rechtsradikal sind............."(http://www.http://www.freiburgskins.de/)
Ob und wie weit das jetzt auch mit einer politischen Ausrichtung zu tun hat ist sicherlich von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich.
Daher sollte man mit Äußerungen bzgl. einer bestimmten Ausrichtung eher vorsichtig sein da es hier wie auch in anderen Szenegruppe halt nicht nur schwarz oder weiß gibt.
Gruß
CH