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Original geschrieben von Tomcat007
Was du als ortsvermittlungsstellen kennst, gibt es in dem Sinn schon lange nicht mehr.
die netzhierarchische Institution Ortsvermittlungsstelle an sich ist ja nicht abhängig davon, ob sie in drei nebeneinandergestellten KVz-Kästen in Gestalt weniger Einschubkarten stattfindet oder ob sie Tanzsääle voller Gestellreihen gefüllt hat. Worum es den Netzbetreibern geht, ist, daß sie keinen vierten Kasten für einen ISDN-Interworkingport danebenstellen müssen. Der Linienbau an sich wird auf der Ortsnetzebene noch eine ganze Weile in seiner Grundstruktur bleiben, soviele Fantastilliarden will keiner in kürzester Zeit in Tiefbau stecken, daß das schnell gehen könnte.
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Original geschrieben von Pooz
Dennoch höre ich von technikaffinen Menschen, dass bei DSL-Ausfall die ISDN-Leitung weiter definitiv aufrecht ist und man telefonieren kann.
Die ISDN-"Leitung" gibt es auf Deiner TAL aber nur als Frequenzband innerhalb einer gemeinsamen Doppelader mit dem DSL-Teil, mehr nicht. Du darfst die Worte auch von Fachleuten aus 2012 nicht mehr für bare Münze nehmen, da wir nun 2014 haben. Stell´ Dir vor, unter der Motorhaube eines Achtzylinders würde alles was der Antriebswelle Zunder gibt inzwischen in eine Zigarettenschachtel passen und das Motorgeräusch würde nur noch von einem fingernagelgroßen Subwoofer erzeugt, dann hast Du eine ungefähre Vorstellung von Miniaturisierung und technischer Revolution in der Vermittlungstechnik.
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Original geschrieben von Pooz
Wofür benötige ich die Konfigdaten? Bisher hab ich die Daten aus dem Brief eingegeben und es lief.
die Konfigdaten benötigst Du für so banale Sachen, wie Kabel-D-Nummern in einem Router Deiner FREIEN Wahl einrichten zu können, anstatt nur aus drei Modellen Fritzbox auswählen zu können.
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> 0179-666.1111
ist zumindest im großkölschen Kulturraum wo man sie Sechssechssechs Ellef Ellef spricht, eine gut zu kommunizierende Nummer,
> 0179-6666677
hingegen mehr unübersichtlich als schön, wennze mich fraachss.
Der größte Teil des Restes vom Schützenfest spricht mich nicht an, die in der verlinkten Quelle genannten Preiserwartungen sind reichlich überzogen. Man kann sich wundern, was einem so alles an Schätzen vor die Angel schwimmt, selbst wenn man - angesichts so mancher Preisvorstellungen zur Erfolglosigkeit verdammt scheinend - am Grundsatz festhält, nur maximal 20 Euro tief zu angeln. Und man kann Bauklötze staunen, wie wenig (wenn überhaupt) schönere Nummern man geboten bekäme, wenn man auf vierstellige Preisvorstellungen einginge. Und genau deshalb tut es auch fast keiner, und solche Angebote stehen monatelang viel wahrgenommen aber nie angenommen herum. Viel Lärm um keinen Deal, könnte man sagen.
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Warum willst Du 0179/9er Nummern haben ? - da ist dann doch eine eingeschlossene Zifferndopplung drin (?)
Meine Ausbeute dieses Jahres waren auch sämtlich 0179/6er Nummern, die mir aber eben strukturell alle gut gefallen haben.
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Original geschrieben von Pooz
Ich schätze mal, dass die 3€/mon Aufpreis eben den Preisen anderer sip-Anbieter nahekommt, wenn es um das Aktivieren eines zweiten Kanals geht.
ich fürchte, damit wirst Du recht haben, auch wenn das m.E. hart auf dem Grat zwischen gerissenem Marketing und krimineller Energie wandelt, eine künstliche Kastration eines Produktes gegen Schutzgeld wieder aufzuheben
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Original geschrieben von Pooz
O2 behauptet, dass für den Empfang ein und derselben Rufnummer auf mehreren Kanälen gleichzeitig deren "ISDN"-Funktionalität nötig wäre, einhergehend mit dem Aufschlag.
das läßt mich meinen Rat wiederholen, für die SIP-Accounts einen anderen Anbieter zu nehmen. Ist eigentlich sicher, daß das Angebot über eine TAL hereinkommt, und nicht etwa wie bei "Vodafone zuhause" über Wireless Local Loop (d.h. über eine Box mit einer SIM-Karte drin) ?
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Original geschrieben von Pooz
Wie nennt sich diese Eigenschaft eigentlich, auf mehreren Kanälen erreichbar zu sein, [...] Wenn es ein Fachbegriff dafür gäbe,
da werden mehrere Fachbegriffe von tangiert, aber einen speziell dafür gibt es eigentlich nur populärfachlich, eben als "ISDN-Funktionalität". Deswegen hat der sich ja hilfsweise herausgebildet.
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Original geschrieben von Pooz
Sollte ich den o2 VoIP buchen, muss ich dann deren "Fassaden-ISDN" Funktionalität für 3€ Aufpreis buchen, wenn ich 2 Gespräche gleichzeitig führen möchte? Mir reicht eine einzige Telefonnummer, möchte aber eben bei einem längeren Gespräch auf der anderen "Leitung" erreichbar sein.
das ist unterschiedlich, ich gebe Dir zwei Beispiele von Kabel D (mit o2 IP hatte ich noch nicht zu tun): ich habe einen Tarif mit Fritzbox und vier Sprachkanälen, und bin auf jeder meiner zehn Rufnummern somit vierfach erreichbar. Mein Vater hat einen Tarif ohne Fritzbox, dann gehen die zwei telefone direkt ans Kabelmodem, und da läßt sich nur über einen Webkonfigurator im Kundenportal einstellen, ob beide Nummern auf beiden Ausgängen klingeln sollen. Das macht aber jeder Anbieter ein bißchen anders, und "ISDN" als Marketingbegriff hat inzwischen so ein bißchen einen "Made in Germany"- und "da weiß man was man hat"-Kundenberuhigungsfaktor, sodaß mit diesen vier Zauberbuchstaben gerne obendraufverkauft wird, was eine selbstverständliche Eigenschaft sein sollte. Bei ernsthaften SIP-Anbietern ist es eher unüblich (bzw. grundentgeltlosen tarifen vorbehalten), Accounts künstlich auf Einkanaligkeit zu kastrieren.
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Original geschrieben von Goyale
Es könnte sein, dass beim Billigheimer O2 ein Aufpreis für die 2. Leitung notwendig ist.
auch das wäre denkbar, häufiger ist aber der Fall, daß sich die Anbieter die Erreichbarkeit gleichzeitig unter serselben Nummer auf allen Kanälen extra (eben meist als "ISDN-Funktionalität") bezahlen lassen. D.h. der Kunde zahlt speziell dafür einen Zuschlag, seinen Anrufern nicht sagen zu müssen "wenn besetzt ist, müßt Ihr eine andere Nummer nehmen" (so wie das eben früüüher bei nicht sammelgeschalteten analogen Doppelanschlüssen war und dann eben erst mit dem ISDN-Umstieg wegfiel).
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Original geschrieben von Pooz
Verstehe. Das heißt also, nach der Ortsvermittlungsstelle ist es ohnehin wieder eine IP-Leitung. Dann bedeutet es ja für mich als noch ISDN-Nutzer praktisch, dass wenn die DSL-Leitung ausfällt, meine Telefonie ebenfalls ausfällt? Das wäre dann ja noch ein Grund gewesen, ISDN zu behalten, da die Telefonie weiter funktionieren würde im Falle einer Störung der Internetleitung.
nein, hinter der Vermittlungsstelle gibt es garkeine "Leitungen" mehr, der Verkehr in IP-Netzen wird nicht leitungsvermittelt, sondern paketvermittelt übertragen. Wenn in einer Vermittlungsstelle der Strom ausfällt, betrifft das Deine Leitung komplett in allen Frequenzbereichen, also nicht nur DSL einzeln. Die Ausfallhäufigkeit ist bei IP nicht höher als in analogen oder digitalen leitungsvermittelt operierenden Netzen. Die Ausfallhäufigkeit ist sogar eher geringer, wenn ein Netz stringenter arbeitet als wenn auf dem Weg zigmal zwischen verschiedenen Techniken hin- und hergewandelt wird. Es gibt Lösungen, die das Faxen in IP-Netzen beherrschen. Physische Faxgeräte in G3 funktionieren nach einem Prinzip, das für leitungsvermittelte Verbindungen konzipiert wurde, ihr ECM ebenso. Das kann immer ´mal Probleme geben. Aber wo es diese gibt, werden die bestimmt nicht weniger dadurch, wenn Du die paketvermittelte Verbindung im öffentlichen Netz (wo niemand nur für Dich noch alte Technik einsetzt) erst auf Deiner TAL in leitungsvermitteltes ISDN umsetzt ehe sie Dein Faxgerät als leitungsvermittelte Analogtechnik serviert bekommt. Mit IP auf ATA sparst Du in jedem Fall gegenüber IP auf ISDN auf ATA eine Übersetzungsstufe und damit eine Hürde für verlustgefährdete Bits / Pixel. 110 und 112 funktionieren im Prinzip wie gewohnt - nur daß Du mit einer Homeoffice-Rufnummer die zum Ortsnetz am Ort Deines Arbeitgebers gehört, auch die dortige Leitstelle erreichst anstatt derjenigen daheim - Kompatibilitätsprobleme gibt es aber mit den AWAGs und AWUGs, wie sie in Alarmanlagen, Fahrstuhlnotrufsystemen und den Basisstationen zu den Funkfingern um den Hals der im Bad gestürzten Omas verwendet werden.
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Original geschrieben von Pooz
Denn viele sagen, es sei besser, einen Vollanschluss zu besitzen, anstatt VoIP. Aber wenn es heute kaum einen Unterschied macht? Dann ist mir die Einsparung der vielen technischen Geräte das Wert.
Oder liege ich ganz falsch mit meiner Vorstellung?
Du liegst zweifach richtig: Zweitens damit, daß Du ganz falsch liegst weil erstens damit, daß es keinen Unterschied macht: POTS und ISDN existieren heute nur noch auf der TAL aka "letzten Meile", d.h. einen ISDN-Anschluß an die Ortsvermittlungsstelle kann man noch bekommen, aber das ISDN dahinter ist bzw. wird schon abgebaut. Der "ISDN-Anschluß" ist noch Fassade im "Negt Generation Network", welches auf der Regional- und Fernebene auch bei den "klassischen" Netzbetreibern inzwischen Stand der Technik ist. Deren simuliertes ISDN ist zwar im Einzelfall noch ein bißchen "geschmacksechter" als das Pseudo-ISDN der mit NGN gestarteten Anbieter, aber im Grunde inzwischen ebenfalls eine Fälschung ...
Du bekommst also sowieso IP, und hast die Wahl es ehrlich unter seinem wahren Namen zu bekommen oder als sein Vorgänger verkleidet. IP-Anschlüsse sind für manches noch nicht ganz fit (Alarmanlagen-, Fahrstuhl- und Hausnotruf-Anschlüsse), aber als Telefonierer kommt man damit gut klar. Die beste Qualität ist erreichbar, wenn man eine Technik konsequent nutzt, d.h. ISDN-Telefone an Anlagen an IP-Anschlüssen bringen keinen Vorteil.
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Re: ISDN-Vollanschluss oder o2 VoIP mit AVM Fritz!Box bei 12Mbit/s ?
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Original geschrieben von Pooz
ich möchte fragen, von wann dieser Artikel hier stammt?
http://www.teltarif.de/isdn-oder-ngn
ein Leserkommentar ist aus 2009, also ist auch der Artikel nicht mehr ganz frisch ...
Ich kann aus meiner Erfahrung mit Kabel D nur sagen, daß ein guter Anbieter für Internetzugang nicht zwingend auch guten Sprachdienst im Griff hat. Daher rate ich dazu, für die SIP-Accounts in jedem Fall einen Anbieter zu nehmen, von dem man alle Zugangsdaten bekommt mit denen man die Nummern auf Equipment seiner freien Wahl registrieren kann. Dann telefoniert man zwar meistens nur sehr günstig statt flat, hängt aber falls die Qualität einen Wechsel nahelegt mit den Nummern nicht im Netz des Zubringers fest.
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Original geschrieben von Klaus Wegener
Ich mag keine nicht löschbaren RUL...
genau das ist ja der Sinn von Zwangsbeglückungen: daß man damit jemanden trifft, der sich darüber ärgert 