Beiträge von telthies

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    Original geschrieben von pumpinirm
    Ich habe diesen joke mit dem "Schiss" vor dem Techniker und den "kalten" Fingern nicht wirklich verstanden. [...] Du kannst aber versichert sein, so viel Selbstbewusstsein besitze ich schon das ich aus dem pubertären Alter mit "Schiss oder Angstsymptomen" laaaange heraus bin; [...] wenn auch durch den einen oder anderen ( nicht von telthies) etwas Hohn durchzublicken war.

    Blanke Adern (da wo sie in die Schraubklemmen kommen) sind sensibel wie Zahnhälse und Fernmeldetechniker haben wirklich manchmal kalte Finger wie Gynäkologen, vor allem wenn sie bei dem Wetter was wir gerade haben kurz vorher am KVz waren. Und paraokkulte Phänomene haben wirklich Schiß vor nüchternen Technikern. Hohn las ich hier übrigens nicht den geringsten, ich habe die Beiträge aller Kollegen auf Deinen Einwurf hin darauf abgesucht, ohne Befund. Koryphäe, na ja, *schamvollerröt*, Kapazität genügt :-)

    Unlogisches Verhalten Deines Fehlers können wir hier im Forum diskutieren, aber nicht beseitigen. Ich kann hier Prüfhörer vor den Bildschirm halten bis zum Abwinken, es bringt nichts. Mir scheint, Du wirst zwei Wagnissen nicht ausweichen können:
    1) einen Entstörer Deines Anbieters kommen lassen
    2) ertragen, daß Der dann zu Dir kommt, während wir hier nicht gerade zufällig live zugeschaltet sind.


    Bis der Entstörer seine Diagnose geliefert hat, bin ich aus der Diskussion erst´mal ´raus.

    Also im TAE-Teil des Splitters ist dann eines der beiden Telefone - erstens welches von beiden, und zweitens wo ist das andere angeschlossen ?


    Daß nicht benötigte Adern lose herumliegen, ist üblich - daß man ihre blanken Enden dann isolierend umhüllt, wird wenn das andere Ende gesichert als harmlos bekannt ist, manchmal unterlassen. Aber eben da kann der Hase im Pfeffer liegen, denn irgendetwas wird da mal angeschlossen gewesen sein. Jede dieser freien Adern an ihrem blanken Ende mit Isolierband zu umwickeln, wird kein Fehler sein.


    Mich irritiert aber nach wie vor, daß sich die Störung auf den Telefonie-Teil beschränken soll. Wenn ganz sicher keine Dosenanlage angeschlossen ist, verschiebt das den Verdacht auf den Splitter.


    Der ApL markiert den technischen Übergang vom Ortsnetz ins Hausnetz, der rechtliche Grenzposten ist die erste TAE dahinter. Damit ist der Teilnehmer vereinfacht gesagt ab da verantwortlich, wo die Welt des Steckbaren beginnt.

    Mich irritiert immer noch, daß Du die Klemmen (ja, ich meinte Schraubklemmen) als rechts, erste und zweite "von oben" gezählt bezeichnest. Ich kenne aber keine TAE mit Klemmenleisten, die links und rechts von oben nach unten gingen, sondern nur solche mit Klemmenleisten nur oben von links nach rechts (Einzelanschluß) oder außer oben auch unten, aber ebenfalls waagerecht verlaufend (für zwei Anschlüsse in einem Dosenkörper). Irgendwo habe ich immer noch eine Befürchtung, daß Deine TAE keine TAE ist, und ein Bild hiervon (stell´ es selbst ins Netz oder mail´ es mir) könnte Erhellung bringen.


    Ein Kabel mit einem Adernpaar in eine Dose rein und mit dem anderen Adernpaar wieder raus ist und bleibt der klassische Hinweis darauf, daß es dann zu einer anderen Dose weitergeht. Das kann durchaus auch wieder durch den ApL gehen.


    Du hast dazu immer noch nicht erläutert, wie das zweite Telefon angeschlossen ist. Und wo ist der Splitter, den hast Du auf dem Weg vom ApL zur Telefondose garnicht erwähnt ? - hältst Du am Ende den Splitter für die TAE ?

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    Original geschrieben von BertiK
    017x-86 88 660
    017x-98 202 98
    [...] aber was mach ich jetzt bloß damit?

    das ist wesentlich abhängig vom x: x=1 (oder 2), dann Freudensprünge machen, da dürfte dann Jede dreistellig "wert" sein; x=9, dann nicht ganz so hohe Freudensprünge machen, momentan sind die 0179er nicht knapp genug; andere x, dann so irgendwo im Neunundzwandzigeurobereich auf den Markt werfen.

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    Original geschrieben von pumpinirm
    Ich hasse nichts mehr, als das ich eine Meinung als gegeben hinnehmen muss, was eben bei derartigen Dingen leider der Fall ist.


    Mit dem Wissen, was ich bis jetzt hier im Forum erhalten habe, besitze ich bei dem nächsten kommenden Besuch des Technikers auf jedenfall einen besseren Background.

    Pardon, das war ein Mißverständnis: ich hatte das so interpretiert, als fühltest Du Dich in einer Pflicht, des Technikers Jägerlatein verstehen zu müssen. Dein Wunsch von ihm keinen Bären aufgebunden bekommen zu können, ist natürlich etwas anderes. Das tun Entstörer aber eher selten, da werden Hotliner für geschult :-)



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    Original geschrieben von pumpinirm
    Und beim nächsten Techniker werde ich darauf bestehen, das dieser vom APL ausgehend eine neue Leitung ins Erdgeschoss legt und dann eine neue Dose installiert.

    Das wird er nur gegen Kostenübernahme tun, wenn dieser Leitungsabschnitt an sich intakt ist; und auch nur auf Putz, Bauarbeiten macht er dafür nicht.



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    Original geschrieben von pumpinirm
    Was mich auch verwundert hat, ist sicherlich das da noch zwei wietere Kabel zu sehen sind. Wie erwähnt, die Dose ist eine rechteckige mit drei Stecksplätzen, wobei auf der Dose die Steckplätze weiter herausstehen im Gegensatz zu jenen aus den 80er Jahren und danach, daher hielt ich diese Dose für recht alt. Bei abgeschraubten Deckel sind wie erwähnt zwei Kabel an der rechten Seite angeschlossen und zwar auf dem 1. und 2. Steckplatz von oben. Auf der linken Seite befinden sich noch zwei Kabel, die allerdings dort frei rumhängen und nirgendwo eingesteckt sind. Nur sind diese merkwürdigerweise an den Enden jeweils "blank" als ob diese irgendwann mal angeschlossen waren.

    Die Beschreibung der Dose klingt sehr merkwürdig: ich kenne TAE-Dosen nur mit Klemmenleisten oben (oder für zwei Anschlüsse oben und unten), aber keine mit Klemmenleisten seitlich. Bist Du ganz sicher, daß es eine TAE ist und nicht ein AMS in einem TAE-Gehäuse ? - kannst Du mal ein Bild machen, irgendwo hinstellen (Flickr oder so) und hier verlinken ? - bzw. mir mal mailen, parla ätt web.de



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    Original geschrieben von pumpinirm
    JA, DSL funktioniert mit ganz normaler Geschwindigkeit, auch wenn ich von diesem Anschluß telefoniere funktioniert alles normal und was gestern ebreits anders war, wenn im Haus angerufen wird knistert die Leitung nicht mehr wenn ich den Hörer abhebe und ein vollkommen normaler Gesräuschpegel. nur das halt an beiden Enden es einmal klingelt und beim Anrufer es solange in der Hörermuschel knistert bis im Haus abgehoben wird.

    Also das Knistern hört nach dem Abheben wieder auf oder schwächt ab ?

    Auch wenn manche Netzbetreiber auf der letzten Meile ISDN und Analog noch als Illusionen aufrecht erhalten: ab der Vermittlungsstelle voipen wir sowieso alle. Die Migration zu NGN hält kein Netzbetreiber an, nur weil manche Teilnehmer dem Braten noch nicht trauen.

    Uiuiuiuiui, würde Samson sagen - ich fange mal mit dem unwichtigsten an: ja, Frank hat Recht, ich kenne tatsächlich noch graue Autos der DBP Fernmeldedienst (zu meiner Kindergartenzeit), die Telefonzelle auf dem Oberstufenschulhof war allerdings aus unbekannten Gründen noch grau, während ihre Geschwister alle schon gelb waren.


    Also erstmal ist mit dem akademischen Grad "Laie" automatisch die Berechtigung verbunden, nach Herzenslust ahnungslos sein zu dürfen und dem Techniker (ohne c, hat nichts mit dem Tech-Nick aus der Werbung zu tun) keinerlei Verstehen seines Jägerlateins zu schulden. Also entspann´Dich.


    Und nun zu des Pudels Kern: TAE-Dosen gab es in den 60ern noch nicht, die kamen erst in den 80ern auf. Davor waren die VDos en vogue, von denen sah der Teilnehmer nur den Deckel wo an der Unterseite das Kabel herauskam. Davor wiederum gab es schon einmal eine gesteckte Form des Apparateanschlusses, die Generation ADo (diese gehört in die 60er). Da schauten vier bis acht Kontakte aus dem Stecker, der etwa das Volumen eines kleineren heutigen Steckernetzteils hatte. Noch davorer (in den 50ern aktuell) gab es runde Steckdosen.


    Heutige TAE´s haben sogenannte passive Prüfabschlüsse drin, die der Störungsstelle ermöglichen, die Leitung aus der Ferne durchzumessen (und dann eben zu sehen, da stimmen Widerstände nicht, Verdacht auf Kurzschluß). Eine betriebsbereite TAE (nebst Einbau) bereitzustellen, ist immer Aufgabe des Anschlußnetzbetreibers.


    Der interessante Punkt ist nun, daß Du nach dem Abnehmen des Deckels eine Weiterführung der Leitung entdeckt hast: wenn 1 und 2 auf 6 und 5 wieder hinausgehen, weist das klar auf eine Dosenanlage hin. So heißt das, wenn in einer Wohnung Anschlußdosen in mehreren Zimmern alle wie an einer Perlenschnur hintereinander auf derselben Leitung aufgereiht sind. Dann kann man immer nur eine davon gleichzeitig benutzen. Braucht man eine davon nicht mehr und will lieber glatte Tapete dort haben statt weiter die Dose sichtbar in der Wand, nimmt man die Dose heraus, verdrillt die Leitungsenden der Stränge "davor" und "dahinter", pappt einen Blinddeckel drauf und wenn dann später das Isolierband in die Jahre kommt, wundert sich der Enkel der von der Dose garnichts weiß. Übliche Verdächtige sind Arbeitszimmer und Schlafzimmer. Einfach ´mal so rund 30 cm über dem Boden die Wand abklopfen.


    Als erste Hilfe könntest Du auch die hinausgehende Leitung an 6/5 (also "rechts") herausnehmen. Ich fürchte nur, die aktuell benutzte Dose ist nicht die erste, sondern die unbekannte Dose liegt im Leitungsweg davor.


    Ich teile Franks Auffassung, daß der Klingelstrom - der höher ist als Dein Sprechstrom bei lautem Sprechen - überspringt. Danach fließt dann noch genügend Strom für ein Spratzeln auf der Leitung. Daß dann nicht garnichts mehr fließt, erklärt sich vermutlich (in bin kein ausgebildeter Fernmelder) aus dem Umstand, daß bei analoger Telefonie "Power over CuDA" angesagt ist, d.h. die Versorgungsspannung für den Sprechkreis über dieselbe Leitung kommt, über die die Sprache dann auch moduliert wird. Wenn das jetzt ein alter Fernmelder mit Oberlehrer-Gen liest, kriege ich wieder eins auf die Nase :-)


    Jedenfalls ist das nur teilweise Dein Problem: eine Dosenanlage in Deinem Haus ist in Deinem Verantwortungsbereich. Wenn die das Problem baut, geht diese Fehlerbehebung auf Deine Kosten. Muß hingegen die Straße aufgerissen werden weil die Leitung beschädigt ist, vergnügt sich der Netzbetreiber damit. Auch ein unvorsichtiger Maulwurf auf Deiner Seite der Grundstückgrenze dürfte daran nichts ändern, in diesem Punkt bin ich aber nicht sicher. Die Erdkabel sind für ihren Job auch geeignet, leider lassen sie aber evtl. an einer Muffe unter dem Bürgersteig in sie eingedrungenes Wasser auch nicht wieder raus.


    Bis zum ApL ist die Leitung klar "öffentliches Netz" (und dann bis zur "ersten TAE" immer noch Monopolbereich). Wenn Du sicher sein willst, lasse Deine neue "erste TAE" direkt neben den ApL setzen, dann kann keine unbekannte Dose mehr dazwischen sein. Dabei gehe ich von der Hoffnung aus, daß der ApL bei Euch im Haus ist (gelegentlich ist er auch im Nachbarhaus, bei Doppelhäusern garnicht so selten).


    Wie gesichert ist denn die Erkenntnis, daß nicht der Splitter der böse Bube ist ?, der ist ja schließlich auch vor den Telefonen. Am besten beschreibst Du ´mal die Anordnung aller Komponenten in Fahrtrichtung vom Amt zum Telefon. Mich irritiert an der ganzen Geschichte am meisten, daß das DSL nicht betroffen sein soll.

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    Original geschrieben von pumpinirm
    Gibt es da so etwas wie eine Sicherung im Verteilerkasten an der Ecke oder im Schaltwerk? Oder müssen da jetzt gar Kabel erneuert werden? Ich kann mir einfach immer noch nicht wirklich erklären was wo da jetzt defekt ist. wie geht denn das, das es auch "Knistert" sobald ich diesen Anschluss extern Anrufe auch wenn kein Telefon angeschlossen ist. Ich hatte das so verstanden, das bei eingehenden Telefonaten das Telefon reagiert und diese Gabelschaltung dann dementsprechend reagiert ob ein Anruf rausgeht oder reinkommt. Also muss doch von der Logik her dieser ganze Defekt noch vor der TAE Buchse stattfinden???

    Der Kabelverzweiger an der Ecke ist kein Sicherungskasten, allerdings kann durchaus eine Korrosion oder ein Kabelschaden auch dort vorliegen. Der Gabelumschalter ist kein Schalter an einer Weggabelung der Verkehrsrichtungen rein und raus, wie Du Dir das offenbar vorstellst, denn eine solche Gabelung gibt es nicht. Der Gabelschalter heißt so, weil er durch die Gabel wo man den Hörer aufknallt betätigt wird. Seine Funktion ist, wenn man den Hörer abnimmt den Anrufer zum Angerufenen durchzuschalten (also das Klingeln abzuschalten und das Gespräch dieselbe Leitung benutzen zu lassen, auf der davor der Klingelstrom hereinkam), bzw. nachdem man aufgelegt hat, die Leitung wieder für das Klingeln des nächsten Anrufes freizumachen. Wenn dieser Umschalter gestört ist, steht die Leitung nicht mehr, sondern sie flackert quasi.


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    Original geschrieben von pumpinirm
    Internet und wenn ich jemanden von diesem Anschluss anrufe, funktioniert alles einwandfrei.

    das ist sehr merkwürdig, und/aber für mich eben ein Hinweis, den Gabelumschalter (wobei es reicht, wenn nur einer der beiden spinnt) in Verdacht zu nehmen. Von allen Störungen die die Leitung selbst betreffen, müßte der DSL-Teil ebenso empfindlich betroffen sein.


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    Original geschrieben von pumpinirm
    Achja, auf bei dem jenigen der uns anruft, klingelt es nur einmal in der Leitung und dann nur noch das knistern.

    das heißt, der erste Ruf schaltet von Klingeln auf Kurzschluß um und spricht dafür, den (mechanisch dominierten) Gabelumschalter des Nostalgietelefons aus dem Verdacht herauszunehmen und ihn auf den (elektronischen) Gabelumschalter des Schnurlosen (und dabei garnicht unbedingt einen im Mobilteil befindlichen Teil dieser Schaltung) zu konzentrieren. Aber von diesem hast Du ja geschrieben, daß es bei einem Versuchsaufbau mit gleichem Phänomen unbeteiligt war, also scheidet es hier eigentlich aus. Das bestärkt mich in der Ansicht, daß es noch irgendwelche unbekannten Anlagen, Umschalter, mindestens dritte Dosen oder dergleichen gibt, die vielleicht in vergessenen Ecken sind, längst übertapeziert oder sonstiges. Oder der Teufel steckt wie skybird1980 meint, in einer der bekannten Dosen.