Der Berater meldet sich zur Stelle und ist günstiger als Viele denken 
Aber zunächst einmal zur Ursprungsfrage. Das mit dem "Erweitern" ist garnicht so einfach. In der Regel hält der Netzbetreiber dem Kunden nämlich keine Reserven frei, dafür sind Rufnummern ein zu knappes Gut. Das heißt: wenn man bisher z.B. zwei Basisanschlüsse hatte, hatte man 30 Nummern, z.B. "ALTENR-0(0) bis ALTENR-29". Nimmt man nun einen dritten Basisanschluß hinzu, kann man 70 Nummern bekommen. Dabei gibt es aber leider meist nicht einfach "ALTENR-30 bis ALTENR-69" hinzu, weil häufig inzwischen bereits z.B. ALTENR30 bis ALTENR49 als MSN und "ALTENR-50 bis ALTENR-79" als Nummernblock an andere Teilnehmer vergeben wurden. Man bekommt daher nun z.B. "NEUENR-0(0) bis NEUENR-69" und darf seinen Kunden neue Rufnummern beibringen.
Wer gar keinen weiteren Anschluß hinzunimmt, hat mit dem Wunsch nach mehr Nummern schlechte Karten. Auf nachträgliche Wünsche, mehr als die Standardmenge an Nummern zu bekommen, reagieren Netzbetreiber in der Regel mißmutig.
Die Keine-Ports-mehr-frei-macht-nichts-erweitern-Sie-doch-virtuell-Schwätzer schert das natürlich wenig. Nicht wenige von ihnen begreifen von Numerierung ohnehin nicht allzuviel.
Ungeachtet der Verwendung für klassische Hardware-, IP-Hardware- oder Soft-Telefone ist die Lösung für mehr Nummern aber ohnehin meist eher "nicht erweitern, sondern verlängern". D.h. man läßt die Menge an Anfangsziffern unberührt und bohrt einen Teil des Nummernblockes auf. Wenn man also von "0(0) bis 29" bislang "0(0) bis 23" und "29" verwendet, kann man aus den noch freien "24 bis 28" auch "240 bis 289" machen.
Mehr Telefone brauchen in der Regel auch mehr "Amtsleitungen", ob man eine klassische Telefonanlage nun um Baugruppen mit klassischen Telefonports erweitert oder eine Soft-PBX danebenstellt, ändert an diesem Grundsatz nichts. Man kann weitere Anschlüsse aber ohne Nummernänderung dazubekommen, wenn man auf die Nummernblockerweiterung verzichtet.
Was allerdings - auch kostenmäßig - größtmöglicher Blödsinn wäre, wäre eine "klassische" Telefonanlage im haus zu belassen, zusätzliche Ports als Centrex-Lösung (hosted PBX) dazuzunehmen, für einen gemeinsamen Nummernblock den bestehenden Nummernblock in das rechenzentrum zu portieren und die "alten" Telefone an ihrer bisherigen Anlage dann (ggf. adaptiert) per ISDN an das Rechenzentrum anzubinden. Ein dreifach verknoteter Lösungsweg quasi - aber ehe man das einem Dasistdochganzeinfachschwätzer erklärt hat, ist unser Sonnensystem Geschichte.
Nicht, daß wir uns mißverstehen: man kann mit VoIP / LAN-Telefonie / Asterisk / Centrex und all´ diesen Dingen aus dem weiten Feld der IP-Telefonie lauter feine Sachen machen. Nur leider führen diese neuen Möglichkeiten noch häufiger dazu, daß sich unzählige Computerbastelbubis zutrauen, Telefonanlagen zu bauen. Siebzehnjährige glauben zuweilen auch, daß man mit Achtzehn plötzlich wie vom Blitz getroffen "erwachsen" wird. "Volljährig" wäre das richtige Wort.