Beiträge von telthies

    Das muß auch nicht unter dem Stichwort Portierung dort stehen. Das steht dort unter Ortsnetzrufnummern, daß die nur an Teilnehmer abgeleitet zugeteilt werden dürfen, die einen Sitz im entsprechenden Ortsnetz für ihren Anschluß haben. Damit betrifft es also wohlgemerkt Ortsnetzrufnummern, und somit auch HomeZone-Rufnummern. Mobilfunkrufnummern kann man auf andere SIMs portieren, ohne diese dewegen im Inland benutzen zu müssen. Und natürlich kann man einen Vertrag über eine deutsche SIM-Karte auch mit ausländischem Wohnsitz eingehen. Bei Portierungen ist es aber wohl am besten, wenn alle Daten des Kunden identisch sind, also auch die Anschrift so wie beim abgebenden Betreiber.

    Im wesentlichen deckt sich das mit meiner Ansicht. Hinzu kommt, daß die Vorwahl 0172 einen wesentlich höheren Bekanntheitsgrad als Mannesmann-Vorwahl hat, als deren Rufnummerngassen 46 ... 49 dafür, daß sie erst später und massenweise als Prepaid ausgegeben wurden.


    Welche Nummern VIP und/oder hip sind, ist eine Ansichtssache der Generationen. Für meine Generation, die zur Einführung des GSM schon volljährig war, sind 0171 und 0172 die ersten Mobiltelefonvorwahlen überhaupt, dabei 0171 die des Marktführers und ex-Monopolisten (good old kaiserliche Reichspost) und 0172 die des kühnen (da ja eigentlich mehr mit Stahlrohren erfahrenen) Herausforderers und mit seinem Wettbewerb den Markt aufmischenden.


    Aus dieser Perspektive der GSM900-Pioniere ist streng genommen 0177 schon "zweite Generation". Aber aus der Sicht der Generation danach sind wir - und damit auch unsere Vorwahlen - Grufties. Wir sind ja so konservativ, daß wir unsere Nummern beim Vertragswechsel portieren. Wohl weil wir uns keine neuen merken könnten - Alzheimer eben.


    Die nachfolgende Generation hat da eine konträre Einstellung: zum neuen Handy gehört wenn man so richtig hip sein will eben auch eine Vorwahl, die es beim alten Handy noch garnicht gab. Das erinnert ein wenig an die USA, wo ein Automodell nach Möglichkeit jedes Jahr ein kleines Facelifting erfährt, damit sich der Neukäufer vom Besitzer des Vorjahresmodells abheben kann.


    Vor ein paar Jahren erhielt ich eine interessante Lektion in einem ähnlichen interkulturellen Zusammenhang. Da hörte ich nämlich, wie zwei Girlies im besten Disco-Alter (also Typ "auf älter geschminkt, um vom Türsteher für schon 16 gehalten zu werden") sich über Schuhe unterhielten. In ihrem Gespräch ging es darum, daß sie generell "keine Stöckelschuhe" trügen. Das schien mir auf den ersten Blick sehr merkwürdig, den sie staksten auf turmhohen Stilettos durch die Gegend. Des Rätsels Lösung nahte in Form der Begründung, daß das Oma-Schuhe seien. Den Begriff, den meine Generation also durchaus auch für die Dinger an ihren Füßen gebrauchen würde, gebrauchten diese jungen Damen - äh, Hühner, wollte ich natürlich sagen - eben ausschließlich für die klassischen, plateaulosen Lowcut-Pumps ihrer Mütter. Diejenigen, die sie selbst trugen, bezeichneten sie hingegen als "High Heels". In einem Land und einer Zeit, wo viele garnicht wissen, daß Englisch-Muttersprachler ihre "Handies" als "Mobiles" bezeichnen, eigentlich nur sehr mäßig verwunderlich.


    Und vor diesem Hintergrund muß man es wohl auch sehen, wenn "Zahnspangen-Teenies" einen anderen Vorwahlen-Geschmack haben als ihre Eltern. Wer sich bei Hasi & Mausi (mit zweiwöchigem Kollektionswechsel) einkleidet, für den ist ein Handy eben in erster Linie ein trendiges Accessoire. Das gilt dabei ja keineswegs nur für die Nummern (die in diesem Sinne auch zeigen müssen "ich hab´ ein neues Handy"). Klingeltöne zeigen einen ähnlichen "kulturellen Dimorphismus" zwischen Ü40ern und Kids: während wir noch gerne unseren Klingelton danach ausrichten, unser Handy aus mehreren heraushören zu können, geht es bei den Kids speziell darum, nicht mit dem "alten" Klingelton in eine neue Woche zu gehen. Nach den großen Schulferien noch denselben zu haben wie davor, "geht garnicht".

    > aber trotzdem sagt mir mein Bauchgefühl o2 wird in Zukunft wieder
    > 0179 Nummern unter's Volk bringen. Oder doch nicht?
    da teile ich Dein Bauchgefühl. Ich habe zwar noch keine Vorschrift gefunden, die dies regelt. Aber ich gehe davon aus, daß dies dem Sinn nach adäquat gehandhabt wird wie bei den Festnetznummern. Nämlich, daß dem Antrag auf Zuteilung eines neuen Nummernbereiches eine Glaubhaftmachung beizufügen ist, einen Großteil der bisherigen Nummern schon verbraucht zu haben. Der Ausblick auf die künftige Regulierungspraxis stellt zwar fest, daß hier so bald nicht mit Knappheit gerechnet wird - insofern dürften die Anforderungen nicht so hart sein wie im Festnetz (dort sind 75% des bisherigen Zuteilungsvolumens als bereits abgeleitet zugeteilt nachzuweisen). Auch gehe ich nicht davon aus, daß zurückgegebene Nummern in neuer Stellenlänge auszugeben wären (also 0179 achtstellig wie 0176), da bislang auf absehbare Zeit keine feste Stellenzahl als festzuschreiben angekündigt wird. Aber daß z.B. 0172 mit der Ausgabe von /1, /46 ... /49 und weiteren "aufgefüllt" wird, läßt grundsätzlich ähnliches auch für 0179 erwarten. Das "wann" scheint den Netzbetreibern noch freizustehen. Da derzeit keine neuen Netzbetreiber im Funktelefonbereich zu erwarten sind, dürfte dies sich so bald auch nicht ändern. Den größten tatsächlichen Verknappungseffekt im Festnetz hat der Volkssport "MSN´s sammeln" ausgelöst. Grund für die generelle "Elfstelligkeit" neuer Festnetznummern war jedoch ein bürokratischer Anachronismus: die Ortsnetzbindung der Rufnummern. Der Grad der Portabilität ist in Funknetzen jedoch höher, und eine Bindung der Rufnummer an ein "Heimatregion-HLR" der Rechnungsanschrift des Kunden gab es dort nie. Insofern ist trotz einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht auszuschließen, daß uns unsere Bäuche hier trügen und o2 ungenutzte 0179er Rufnummern vielleicht doch einfach verschimmeln läßt ;-)


    Im übrigen war o2 anfangs in vielen Regionen ein schwach abgedecktes Netz und viele Geschäftskunden haben sich dort nicht hineingetraut, weil man nie wußte, was passiert wenn die "Roaming"-Vereinbarung mit D1 endet. Es hätte gut sein können, daß man dann einfach im Regen gestanden hätte. Quam verschwand sang- und klanglos von der Bildfläche, und sogar im Festnetz (wie jetzt beim wiederholten Male leider auch im Energiebereich) hat die damalige erste Pleite eines Anbieters (TelDaFax) viele Kunden erst´mal ratlos gemacht. Daher kenne ich aus dem B2B-Bereich 0179 als eine dort nicht mit zu den ersten gezählten Vorwahlen. In Regionen mit von Anbeginn dichter o2-Netzabdeckung mag diese Einstellung hingegen weitgehend unbekannt sein.

    > 0157a-aaabbbb und aaaaabc
    ich würde sagen, die erste. Viermal a und viermal b, das klingt gut und sieht gut aus. Bei sechs a bevor bc kommt, hat man sich schneller ´mal verzählt. Wenn bc nicht zufällig laufend auf a folgen (wie 234), ist die zweite sogar um Klassen schlechter. Die "falsche Vorwahl" haben beide, aber die erste würde ich dank der klaren Struktur noch als VIP durchgehen lassen. In der Viva-1-Zielgruppe (bis 29) dürfte sie sogar klar VIP sein.

    > Bis vor ein paar Tage gabs die 0171... in der Bucht für 3000 Euro [...]
    > Es hat sich kein Käufer gefunden!
    und auch für sehr viele andere nicht. Wer sich über den Realismus von Preisforderungen ein Bild machen will, dem kann ich nur die Recherchefunktion in der Bucht ´mal empfehlen. Wenn man da z.B. Prepaid-Karten / Preise über 300 Euro / abgelaufene Auktionen anschaut (mit "über 500 Euro" wird das Bild noch deutlicher), der wird dort ganz viele Auktionen mit roten Preisen (= Preis wurde vergeblich gefordert) sehen, und dagegen nur wenige mit grünen Preisen (= Auktion war erfolgreich). Je phantastischer der Startpreis, desto sicherer läuft die Auktion sinnlos ab. Bei den "grünen" Preisen sieht man jedoch einige, die sich der Höhe nach durchaus sehen lassen können. Diesen ist fast immer gemein, daß sie den Bietern bei einem Euro beginnend viel Spaß am sich gegenseitig hochsteigern gelassen haben.

    was bin ich froh, daß ich hier kein Moderator, sondern nur einfaches Mitglied bin. Es liegt gerade ein bißchen Zickenkrieg in der Luft, könnte man meinen. So viel Emotion ist das Thema nun auch wieder nicht wert. Nebenbei: ich besitze einige sehr schöne Nummern und gleichzeitig auch einige stinknormale - bin ich jetzt eine gespaltene Persönlichkeit, und manchmal wichtig und manchmal nicht ?


    > 0170 - abcabcb - kann man sich damit zu den VIP's zählen?
    im Sinne eines meiner Vorbeiträge zumindest zur Lokalprominenz in der Eckkneipe. Spaß beiseite: selbst als abcabca oder abc0abc wäre die Nummer - zumindest mit in keiner Beziehung zueinander wie z.B. 234 stehenden a/b/c - nur sehr mäßig "VIP". Einen Verkaufserlös zur Finanzierung eines einwöchigen Oll-inklusief-Urlaubs auf Balkonien oder den Solaren wird man damit noch nicht erreichen, eher ein kleines Lächeln von der Gabi aus der Buchhaltung. Auch das kann durchaus ´mal den Tag retten ;-)


    Ansonsten sachichma, "je schöner die Nummer, desto sich scheidender die Geister" ;-)

    Die Sechsfach-Nullendung mit 0171/1 und /9 dürfte noch vierstellig zu bekommen sein, fünfstellig wird´s dann bei 0171/2 bis /8. Gleiches gilt sinngemäß für 0172 für die Fünffach-Nullendungen mit /46 bis /49.


    Wer eine solche Nummer besitzt, braucht jedoch gewiß Nerven wie Stahlseile und muß sein Handy nachts unbedingt stummschalten. Vermutlich ist auch sein SMS-Speicher ständig mit Verkaufsanfragen voll. Allerdings hat ja jede Medaille zwei Seiten, eine solche Nummer mit "easy Money Funktion" und "die Rändä isd sischä".