prinzipiell ist zunächst die entscheidung gefragt, was erreicht werden soll:
soll a) die zahl der verfügbaren ankommenden leitungen erhöht werden, ist dies generell unproblematisch: beispielsweise könnten drei mehrgeräteanschlüsse unter der nummer 471 sammelgeschaltet werden und zwei unter der nummer 474 (oder wie auch immer) oder
steht b) der wunsch nach durchwahl im vordergrund: dann wäre laut tel. auskunft der bnetza von soeben gemäß der kann-bestimmung in http://www.bundesnetzagentur.d…eichOrtsntzId12076pdf.pdf (seite 35 fallbeispiel 5) durchaus möglich, aus 470/471/472 47-0 bis 47-299 zu machen. jedoch gibt es darauf keinen rechtsanspruch und man räumt ein, daß die regeln den netzbetreiber meist bekannter seien als die ausnahmen.
mein vorschlag (der bei einer individuellen beratung und entsprechenden genaueren analyse der umstände auch anders ausfallen könnte) wäre - wie bereits von einem meiner vorredner skizziert - wie folgt vorzugehen:
1) schaltung dreier basisanschlüsse als anlagenanschlüsse mit durchwahl-sammelnummer, z.b. 96547-0 bis -79;
2) sofortige kündigung aller telefonbucheinträge mit den alten nummern, tilgung der alten nummern von allem, was nicht bei "drei" auf dem baum ist einschließlich lieferscheinen, stempeln, fahrzeugbeschriftung;
3) einsammeln der alt-msn´ in einem mehrgeräteanschluß;
4) einrichtung einer "ansage vor melden" in der tk-anlage, die allen anrufern auf den alten nummern mitteilt, daß künftig neue nummern gelten;
5) nach einem jahr schaltung von rufumleitungen der alten nummern auf die neuen unter ständiger kontrolle, wie stark die zahl dieser umgeleiteten rufe mit der zeit abnimmt;
6) zur einweihung des anbaues gewinnspiel mit der neuen nummer als gegenstand der gewinnfrage;
7) anschließend einen monat lang verdoppelung von skonto oder zahlungsziel für alle kunden, die beim anruf die neue nummer sagen;
portierung der alten nummern auf sip-accounts zum zwecke des parkens, falls man sie behalten möchte - ansonsten rückgabe.
kurtisane: im vorliegenden fall stimme ich dir voll zu, hier riecht alles nach "anlagenanschlüsse sind die bessere lösung". deswegen muß man den fall aber nicht zum anlaß nehmen, sich darüber auszumähren, daß wir piefkes bloß mal wieder zu doof sind, von den österreichern zu lernen.
@all: die aktuelle deutsche lösung ist sehr viel weniger bürokratisch als die vorherige, wo jahrelang viele beamte mit der frage beschäftigt waren, welche ortsnetze denn nun immer zehn-, welche manchmal elf- und welche immer elfstellige nummern haben sollten. die msn sind übrigens keine deutsche erfindung, sondern ein bei einführung des euro-isdn gemachtes zugeständnis an französische gewohnheiten.