Zitat
Original geschrieben von Saturn
Die Weißwürste dürfen aber nicht nach 12 Uhr gegessen werden. Dies stammt noch aus der zeit als es keinen Kühlschrank gab. Zudem mussten sie vor dem Läuten der Mittagsglocken gegessen sein
Auf guad bayrisch: "D´Weißwurscht derf as zwöafe-Leitn ned hern!"
Wie auch bei Internet-Auktionen ist bei Weißwürsten die Regelung 3,2,1... zu befolgen -> 3 Weißwürscht, 2 Brez´n, 1 Weißbier (zumindest während am Essen, danach is wurscht
)
Mehr Background Infos zu Thema Weißwurscht findest du hier.
Und hier noch kurz die Entstehungsgeschichte:
Über viele Dinge sagt man in Bayern „Nix G’naus woaß ma ned“ (Übersetzung für Nicht-Bayern: Genaues ist nicht bekannt) und so verhält es sich auch mit der Geschichte um die Entstehung der Weißwurst.
Die blasse Wurst soll am Faschingssonntag anno 1857 das Licht der Welt erblickt haben, ihr Geburtshelfer: der Wirt, ein gewisser Sepp Moser. Wie das passiert ist?
Im Gasthaus „Zum Ewigen Licht“ machte sich besagter Sepp Moser in aller Herrgottsfrüh daran, das Brät für die beliebten Kalbsbratwürstel herzustellen, die bekanntlich gerade im Fasching in rauen Mengen weggehen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Also legte er sich mächtig ins Zeug, schlegelte und rührte, und hatte anschließend einen ordentlichen Topf Brät fertig. Während er am Arbeiten war, hatte sich die Wirtschaft bereits mit Gästen gefüllt, die nach durchzechter Nacht einen ordentlichen Bratwursthunger an den jungen Tag legten: die ersten Bestellungen trudelten ein. Der Moser wollte sich ans Abfüllen des Bräts machen – und erstarrte: die dünnkalibrigen, für Kalbsbratwürste gebräuchlichen Schfsdärme waren ihm ausgegangen!
Was tun? Das einzige, was sich nach ausgiebiger Suche in der Küche finden ließ, waren dickkalibrige Schweinedärme. Diese nutzte der Moser Sepp kurzerhand zum Abfüllen, damit war das Brät gerettet und den hungrigen Gästen waren die Mäuler gestopft. Weil er aber befürchtete, dass die dickeren Würste beim Braten platzen könnten, drehte er sie ab und brühte sie in heißem Wasser.
Die Weißwurst war erfunden! Aber wie würden die Gäste auf die ungewöhnliche Neuerung reagieren? Nach anfänglichem Misstrauen und vorsichtigen Probierversuchen überwog die Begeisterung – eine neue Wurstkreation war erfunden.
Nach und nach perfektionierte der stolze Erfinder sein Werk, fügte den Grundbestandteilen noch weitere Zutaten, wie Petersilie, Zitronenschale und Häutelwerk, bis er die Erfindung eines gelungenen Gesamtkunstwerks sein eigen nennen konnte.