Beiträge von phonefux

    Ein weiterer Grund: Mobilfunkkunden sind für o2 nur noch Mittel zum Zweck, um neue Geschäftmodelle rund um Big Data aufbauen zu können. Das bisherige Kerngeschäft rückt dabei in den Hintergrund.


    Natürlich muss man dafür die Kunden auch halten, aber da meint man offenbar, dass extreme Rabatte billiger kommen als Investitionen ins Netz.

    Zitat

    Original geschrieben von peterdoo
    Im Dokument steht:
    In einem Zeitraum von 3 Jahren nach Zuteilung der Frequenzen muss bundesweit eine Abdeckung mit der in Ziffer 1. genannten mobilfunkgestützten Breitbandversorgung von mindestens 98 % der Haushalte erreicht werden


    In Ziffer 1 steht:
    "Unter vorrangiger Verwendung des 700 MHz-Frequenzbandes (694 – 790 MHz) muss eine flächendeckende Breitbandversorgung der Bevölkerung mit mindestens 10 MBit/s Übertragungsrate im Downstream mit mobilfunkgestützten Übertragungstechnologien sichergestellt werden."


    Wenn sich die Frequenzen für die vorrangige Verwendung verzögern (BNetzA stellte diese ab April 2017 in Aussicht, was aber anscheinend nicht passierte), wird man kaum die rechtzeitige Einhaltung der Verpflichtung fordern können.


    Das ist nur der Entwurf. Die spätere, tatsächliche Entscheidung der BNetzA zur Frequenzvergabe findet sich hier. Dort wurde der Passus zu den 700-MHz-Frequenzen gestrichen (S. 9 des pdf):


    Zitat

    Der Zuteilungsinhaber muss eine flächendeckende Breitbandversorgung der Bevölkerung mit mobilfunkgestützten Übertragungstechnologien sicherstellen, die eine Übertragungsrate von mindestens 50 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) pro Antennensektor im Downlink erreichen.


    [...]


    In einem Zeitraum von drei Jahren nach Zuteilung der Frequenzen muss jeder Zuteilungsinhaber eine Abdeckung mit der oben genannten mobilfunkgestützten Breitbandversorgung von mindestens 97 % der Haushalte in jedem Bundesland und 98 % bundesweit erreichen.


    In der Begründung (S. 127 f.) wird dann zwar noch einmal auf die vorrangige Versorgung durch 700 MHz hingewiesen, es wird aber ausdrücklich klargestellt, dass die Versorgung unabhängig davon mit allen Frequenzen des Betreibers erfolgen kann und muss. Sie würde sogar gelten, wenn ein Betreiber gar keine 700-MHz-Frequenzen hätte:


    Zitat

    Die Versorgungsverpflichtung gilt auch dann, wenn ein Netzbetreiber keine Zuteilungen im 700-MHz-Band erhält.


    Damit ist klar, dass sich niemand auf eine (vermeintliche) Verspätung berufen kann (dass die Frequenzen erst später frei sein werden, war ja damals ohnehin schon klar).

    Das ist meines Erachtens nicht richtig. Die Verpflichtung war zwar an die Vergabe der 700 MHz Frequenzen gebunden, die Ausbauverpflichtung galt aber gerade unabhängig von einer Versorgung mit diesen Frequenzen. Die Anbieter können und müssen (auch) andere Frequenzen nutzen, um die Versorgung innerhalb von drei Jahren ab Zuteilung der Frequenzen zu erreichen.


    Das hatten wir während der Versteigerung hier schon ausgiebig diskutiert.


    Edit: Hier zum Beispiel. Ich hatte mich da auch durch diesen 100-Seiter von der BNetzA zur Versteigerung gekämpft. Da stand auch nichts davon, dass die drei Jahre erst ab dem Zeitpunkt gelten, wo die 700 MHz nutzbar sind.


    Edit2: TEF meinte ja, bereits jetzt bei 95 % zu sein. Kann ich nicht einschätzen, wenn das stimmt, wären die 98 % ja ggf. doch noch zu schaffen.

    Re: Re: Re: Warum startet o2 nicht endlich durch ?


    Zitat

    Original geschrieben von peterdoo
    O2 will in solchen Gebieten gar nicht mit den anderen konkurrieren.

    Das werden sie aber müssen, denn die Ausbauverpflichtung, 98 % der Bevölkerung innerhalb von drei Jahren mit "Breitband" zu versorgen sind sie bei der letzten Frequenzvergabe ebenfalls eingegangen. Ich wundere mich, dass man sich diesbezüglich so auf die faule Haut legt.


    Zitat

    Original geschrieben von peterdoo
    Sobald die Netzzusammenlegung weitgehend abgeschlossen ist und die Stabilität des Netzes wieder hergestellt wird, kann sich O2 wieder auf den Ausbau und die Beseitigung der Engpässe konzentrieren.

    Der geneigte Kunde fragt sich seit längerem zweierlei:


    1. Wann wird das (endlich) sein?
    2. Was soll die Strategie die Konsolidierung und den Ausbau dermaßen zeitlich zu strecken? Dass das vorne und hinten kneift wenn man erstmal mehr oder weniger alle Kunden in ein Netz packt und dann mal schaut, ob man irgendwo noch ein wenig aufstocken kann war sicherlich auch o2 klar.

    Zitat

    Original geschrieben von KrisKlg
    Stuttgart, Nürnberg, aber auch in Hamburg wurden neue Sender in Betrieb genommen. Wenn man sich die O2 STOBs dieser, aber auch anderer größerer Städte, anschaut, wird schnell klar, dass O2 gut was geplant hat.

    :D Ok, ich korrigiere: Die drei Telefonica-Standorte plus den Standort des größten Business-Kunden hat man ausgebaut.


    Derweil, in Berlin am Potsdamer Platz Outdoor mit LTE:
    http://www.speedtest.net/my-result/i/2147788619

    Zitat

    Original geschrieben von KrisKlg
    Das passiert nicht nur in München.

    Aha. In den anderen Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl (Hamburg, Köln) gibt es also auch 100 neue LTE-Standorte? Und in Berlin 300?


    Oder ist das so zu verstehen "Nicht nur in München, sondern vereinzelt auch woanders, z.B. in Nürnberg"?

    Ich lese in beiden Artikeln keine wirklichen Argumente gegen den Plug-In.


    Natürlich wäre ein günstiges, leichtes Elektroauto mit einer großen Reichweite, gepaart mit einem dichten Ladenetz die bessere Alternative. Die gibt es aber derzeit noch nicht.


    Ein Vollhybrid ist nicht mehr als ein Verbrenner mit jede Menge Technik um den Benzinverbrauch zu senken. Aber keine Alternative, wenn man (außer zum Bäcker um die Ecke innerhalb der 30er-Zone) rein elektrisch fahren will.

    Danke für die Rechnung. Ich glaube allerdings dass ohnehin niemand davon ausgeht, dass aktuell ein PHEV oder EV die wirtschaftlichste Antriebsart ist.


    Gibt es eigentlich von den deutschen Herstellern einen Vollhybriden (also nicht Plug-In), der ein ernsthafter Konkurrent für den Prius ist?


    Bei den Plug-Ins im ADAC-Vergleich liegen ja teilweise Welten zwischen den Kandidaten.