Beiträge von phonefux

    Exakt. Es geht neben der Verringerung der Emissionen (durch Anteile regenerativer Stromerzeugung) ganz klar auch um die Verlagerung der Emissionen:


    Erstens tritt das Emissionsproblem (genauer: das Schadstoffproblem) aktuell vor allem in großen Städten auf. Wenn dort die Autos elektrisch unterwegs sind dient das der Gesundheit der Menschen, die sich dort aufhalten.


    Zweitens scheint es ja eine besondere Kreativität zu geben, die Abgasreinigung an den Fahrzeugen zu "gestalten". Ich vermute/hoffe, dass dies bei Kohlekraftwerken nicht in diesem Ausmaß möglich ist und auch nicht erfolgt.


    Daher ist m.E. ein mit Strom gefahrener Kilometer grundsätzlich selbst dann einem mit einem Verbrenner gefahrenen Kilometer vorzuziehen, wenn der Strom (noch) zu 40 % aus Kohle gewonnen wird. Dies gilt besonders an solchen Orten, an denen die Schadstoffbelastung hoch ist.



    Ich habe mich noch nicht vertieft mit der Problematik beschäftigt, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich aktuell einen PHEV ernstlich in Erwägung ziehen würde, wenn ich unser derzeit einziges Auto ersetzen müsste. Die Wirtschaftlichkeit würde dann eher eine zweitrangige Rolle spielen. Beim Zweitwagen sähe dass vermutlich schon wieder anders aus (eher Vollelektro).

    Zitat

    Original geschrieben von Partyboy
    ist wirtschaftlich kaum sinnvoll

    Das mag sein.


    Zitat

    Original geschrieben von Partyboy
    und auch bescheuert, für die paar Kilometer immer den Stecker reinzukloppen

    Das sehe ich anders. Bei einer realen Reichweite von z.B. 38 km (Test Toyata Prius Plug In) lassen sich mit nächtlichem Laden in Ballungsgebieten vermutlich 90% aller Fahrten emissionsfrei absolvieren.


    Da man davon ausgehen muss, dass die Hersteller bei Verbrennern bei der Abgasbehandlung konsequent betrügen gegebene Spielräume ausschöpfen, ist das m.E. für sich genommen bereits ein erheblicher Vorteil.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Carsharing bringt meiner Meinung nach recht wenig. Klar kann man in Grossstaedten und Ballungsraeumen mit ÖPNV und Bahn zurechtkommen. Carsharing braucht man dann eigentlich kaum. Dort wo aber das ÖPNV Angebot unzumutbar duenn ist, gibts auch kein Carsharing.

    Das ist als Beschreibung des status quo sicher richtig. Auch wenn Carsharing auf dem Dorf auch Sinn macht (für gelegentlichen Bedarf), wird es wohl dort, wo man auf ein Auto angewiesen ist, noch lange so sein, dass jedenfalls Berufstätige immer noch das eigene Auto vor der Tür stehen haben.


    Ich persönlich nutze übrigens auch Carsharing trotz eigenem Auto. Letzteres habe ich nämlich nicht immer dabei und es gibt durchaus Situationen, wo für Hin- und Rückweg unterschiedliche Verkehrsmittel Sinn machen (z.B. uhrzeitbedingt).


    Zitat

    Aber das wie du schreibst die Leute erstmal keinen Fuehrerschein machen, spaeter aber dann doch, ist schon ein deutliches Zeichen dafuer, das sie eben eigentlich keine ueberzeugten "Autoverachter" sind sondern es sich eben einfach nicht leisten koennen, bzw. erst wenn sie einige Jahre im Job sind.

    Um es nochmal klar zu sagen: Das "Umdenken" von dem ich spreche, ist gerade kein ideologisches. Umgekehrt ist es mE aber so, dass es eben nicht nur um das Finanzielle geht.


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    Sondern der (fuer mich) erstrebenswerteste Zustand waere das man zwar ein Auto (oder vielleicht sogar zwei) hat, aber da wo es sinnvoll ist trotzdem ÖPNV oder Bahn faehrt. Die genauen Anteile haengen von der Wohnsituation ab. In der Grosstadt werden es vielleicht 20% Autofahrten und 80% ÖPNV/Bahn, in einer Kleinstadt abseits der Ballungsraeume eher umgekehrt 80% Autofahrten und 20% ÖPNV/Bahn.

    Man sieht, dass du eher auf dem Land wohnst, weil Fahrrad/Zu Fuß nicht vorkommt. :D Das sehe ich für den ersten Fall mit 80 % Nicht-Auto-Anteil übrigens definitiv anders. Da ist es mE gerade nicht erstrebenswert, dass jeder noch ein eigenes Auto auf der Straße rumstehen hat, dass in erster Linie Platz wegnimmt und totes Kapital ist. Vor allem, wenn mich das Auto demnächst sowieso automatisch irgendwo hinfährt... ;)

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    Original geschrieben von handyman1981
    Die Mieten,Energiekosten und Co. sind in den letzten Jahren explodiert und ihr wundert euch,dass die Priorität vom Auto weggegangen ist?


    Wer hat sich denn hier gewundert?


    Zitat

    Das hat nichts mit generellen Umdenken an sich zu tun,sondern ist eine einfache Kostenfrage. ;)


    Dass es ausschließlich eine Kostenfrage ist, ist jetzt aber eine reine Behauptung von dir.


    Ich behaupte dann umgekehrt, es liegt jedenfalls auch anderen Dingen, die man schon unter "Umdenken" subsumieren kann, wenn man will:


    - geringeres Bedürfnis ein eigenes Auto zu haben, weil die Alternativen jedenfalls in Großstädten immer besser werden (Ausbau des ÖPNV, Freefloat-Carsharing, etc.)
    - Verschiebung der Bedürfnisse zu anderen Dingen (lieber Geld für ein teures Smartphone ausgeben als für ne alte Karre)
    - Tendenz zum mobilen Arbeiten oder Rumspielen mit dem Handy, was man beim Autofahren nicht machen kann/sollte
    - stärkeres Bedürfnis, zentral zu wohnen (wo wiederum ein Auto weniger notwendig und lästiger ist (Parkplatzmangel))
    - ...


    Das alles hat jedenfalls nichts mit Ideologie zu tun.


    Ich persönlich habe mir zum Beispiel erst ein Auto gekauft, als es wegen erforderlichen Kindersitzen mit Carsharing und Mietwagen unpraktisch wurde. Vorher kam ich super klar.


    Für mich persönlich bedeutet es Freiheit und Unabhängigkeit, dass ich so zentral wohne, dass ich auf das Auto, das jetzt vor der Tür steht nicht angewiesen bin, sondern auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV jegliche Infrastruktur erreiche. Wenn ich für jede Erledigung auf das Auto angewiesen wäre, würde ich mich unfrei fühlen. Aber das kann natürlich jeder sehen wie er mag.


    Und ich vermute stark, dass das nächste Auto, sei es ein Zweitwagen oder ein Ersatz für den aktuellen, ein Elektrisches werden wird.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Wie du siehst differenzieren sie auf der Webseite deutlich. Im Zweifelsfall wechselst du in ein Land, das ApplePay bietet und kostenlose EU-Auslandszahlungen bietet (also z.B. Frankreich oder Italien).

    Klar, Frankreich wollte ich halt wenn möglich vermeiden wegen der Sonderregulierung zum Wohnsitz. Ich bin aber nach wie vor der Ansicht, dass die Darstellung auf der Webseite falsch ist.


    Zitat

    In Deutschland: Ja. Aber auch in allen anderen Ländern?

    Das sind ja EU-Vorschriften, die längst umgesetzt sein mussten. Hier steht das auch so aus der irischen Sicht.


    Ich warte mal noch, ob ich eine Antwort kriege, der Wechsel eilt nicht. Wie es aussieht (siehe unten) geht es ja ohnehin nicht ohne den Support.

    Zitat

    Original geschrieben von blackdragon4
    Ich habe (schon vor einigen Monaten) von Boon UK auf FR gewechselt. Ich habe damals versucht, einen französischen Account zu erstellen und wurde vom System gesperrt, da ich ja bereits einen Account hatte. Der Support hat dann nach einer kurzen Mail meinerseits den UK Account gekündigt und mir das Restguthaben (in Pfund) auf mein Konto zurücküberwiesen, dafür musste ich einfach eine beliebige IBAN angeben. Danach konnte ich ganz normal einen neuen, französischen Account erstellen. Berichten zufolge soll es aber auch klappen, direkt das Land umstellen zu lassen. Vielleicht probierst du es mal über den Telefon-Support.

    Ok, danke, dachte ich mir schon, weil die Identifikation ja über die Handynummer erfolgt. Ich versuche es mal telefonisch, wenn die sich auf die Mail nicht rühren. Weißt du ob die 12 Monate Gebührenfreiheit dann wieder neu laufen?

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    Original geschrieben von handyman1981
    Der erste Punkt hat aber eher damit zu tun,dass Neuwagen aufgrund bekannter Faktoren sehr teuer geworden sind.
    Ein Golf I würde nach heutigen Geldwert 11.500€ kosten. ;)

    Das sehe ich anders. Neuwagen sind heute deutlich günstiger als zu Zeiten des Golf I. Ein Golf VII ist ein völlig anderes Auto als ein Golf I. Man bekommt heute Neuwagen mit deutlich besserer Ausstattung als ein Golf I schon für 7000 €. ;)


    Aber warum soll man die ausgeben, wenn man sein persönliches Mobilitätsbedürfnis auch mit Carsharing, Bahn, Fahrrad und zu Fuß optimal befriedigen kann?


    Zitat

    Auch in Zukunft wird es immer weniger Führerscheinerwerber geben,aber das hat aufgrund des Demografiewandels und schon heutigen Kindermangels einen anderen Hintergrund.

    Gemeint ist natürlich der Anteil eines Jahrgangs der den Führerschein macht. Das hat nichts mit Demografiewandel zu tun. Richtig ist allerdings, dass es gar nicht so viele komplette Führerscheinabstinenzler gibt, er wird nur deutlich später als früher gemacht (auch hier wieder mit Stadt-Land-Gefälle).


    Es gibt etliche Untersuchungen darüber, dass der Stellenwert des Autos, und erst recht des eigenen Autos bei jüngeren Menschen sinkt. Gefragt ist eher Mobilität, weniger ein ganz bestimmtes Verkehrsmittel.

    Niemand da der einen solchen Wechsel gemacht hat?


    Kann jemand bestätigen, dass Zahlungen bei boon innerhalb der Eurozone immer kostenfrei sind, wenn der Account in einem Euroland geführt wird? Das steht in den Preislisten von boon uneinheitlich (F, I, D, AT, ES = kostenfrei; IRL, BEL, NED = 1,5 % Gebühr). Dabei ist es meines Wissens sogar unzulässig, innerhalb der Eurozone Gebühren zu nehmen.


    Der boon Kundenservice ist seit einigen Tagen offenbar stark überlastet, von dort erhalte ich keine Bestätigung.

    Genau, freier Stau für freie Bürger!


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht erst meine Urenkel diese angestaubte Nachkriegsideologie nicht mehr werden nachvollziehen können, und zwar ganz ohne erzieherische Einflussversuche. Es zeichnet sich ja bereits jetzt ab (weniger Autoverkäufe bei jungen Leuten, weniger Führerscheinerwerber). Sehr zur Besorgnis der Autoindustrie.


    Da gibt es aber sicher ein Stadt-Land-Gefälle.