Ich sehe da schon noch einen Unterschied zu deinem Aktienbeispiel: Bei den Aktien habe ich ein erhöhtes Verlustrisiko, dem steht ein aber auch eine entsprechende Gewinnchance entgegen. Über ersteres muss der Berater natürlich aufklären und man kann sich dann darüber streiten, ob dies in angemessener und ausreichender Form geschah.
Was ist aber der Benefit bei einem MB-Preis von 19 € in einem aktuell angeboteten Vertrag (also nicht etwa einem Vertrag, der zu uralten Wap-Zeiten angeboten wurde, als Daten noch Luxus waren und die Bytes tröpfchenweise durchs Netz zuckelten)? Meiner Meinung nach dient dies nicht einer ernsthaften Datennutzung, sondern nur dazu, entsprechend hohe Beträge von Kunden abzuziehen, die versehentlich Daten nutzen oder in dem Glauben, bei Herunterladen von einem kleinen Spiel können ja wohl keine horrenden Datenmengen und damit Kosten entstehen.
Damit sind wir beim zweiten Unterschied: Aktienkurse können steigen und fallen, das versteht jeder Grundschüler. "19 Cent pro 10 kB" (gerne auch: "Sie surfen für nur 19 Cent pro 10 kB") sagen einem technischen Laien erstmal gar nix, weil man als 0815-Handyuser keine Ahnung hat, wieviele Daten "10 kB" sind.
Aus beiden Gründen haben seriöse Anbieter schon längst standardmäßig und auch für Bestandskunden auf Minutenabrechnung bei Daten umgestellt, denn "9 Cent pro Minute" ist wiederum auch jedem Grundschüler klar.