Beiträge von phonefux

    Ist es tatsächlich so, dass die Provider "die Minuten" bzw. SMS für einen bestimmten Betrag vom Netzbetreiber einkaufen und daraus dann auf eigenes wirtschaftliches Risiko eigene Tarife stricken, beispielsweise eine Flat in bestimmte Netze oder eine All-Net-Flat? Hiervon bin ich auch immer ausgegangen, bin aber kürzlich stutzig geworden, als es im Speach-Thread von Seiten Speach hieß, ein SMS-Preis unter 9 ct sei wirtschaftlich nicht darstellbar, eine SMS-Flat zu 10 aber sehr wohl, weil man diese von E+ (nicht Vistream selbst!) abgenickt bekommen habe. Das klingt für mich sehr viel mehr danach, dass auch die Flats als solche beim Netzbetreiber als Paket eingekauft werden und dann der Netzbetreiber das wirtschaftliche Risiko trägt, dass die Rechnung aufgeht.

    Wobei wir dann ab dem zweiten Jahr natürlich schon bei 60 € im Monat wären, wenn man mal von 100 SMS pro Monat ausgeht (nur zur Vollständigkeit, damit die TE nicht gleich wieder im Tarifdschungel versinkt).

    Zitat

    Original geschrieben von Rudi78
    Ich stehe gerade auf dem Schlauch. Wird der Effekt, das rein von der Wahrscheinlichkeit her aus O2 nur 14% Netzintern sind - aber 86% Netzextren bei gleichzeit nur 14% des eingehenden Gesamtaufkommens an IC - wirklich aufgehoben ?

    Klar. Nach deiner Rechnung gingen 86 % alle Gespräche in Mobilnetze zwar in andere Mobilnetze als o2, gleichzeitig kommen aber auch 86 % aller Gespräche aus Mobilnetzen aus fremden Netzen bei o2 an. Passt. ;)

    Vom Marktanteil dürfte es nicht abhängen. Der schlägt sich in der absoluten Anzahl der telefonierten Minuten nieder, aber nicht im Verhältnis der ein- zu ausgehenden Gesprächen. Das tatsächliche Telefonierverhalten könnte natürlich eine Rolle spielen, aber auch das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Warum sollten beispielsweise E+-Kunden sehr viel mehr eingehende Gespräche aus anderen Mobilnetzen haben als sie raus telefonieren oder umgekehrt?


    Innerhalb der Kunden eines Netzbetreibers wird es sicher deutliche Unterschiede geben. Vermutlich telefonieren Privatkunden im Schnitt (!) mehr innerhalb des Netzes, weil die Freundes- und Bekanntenkreise "homogener" innerhalb der Anbieter verteilt sind, und Geschäftskunden eher quer Beet durch alle Netze (jeweils wieder mit Ausnahmen von der Regel), aber auch dies dürfte sich bei ein- und ausgehenden Gesprächen die Waage halten.


    Wo es ggf. Verzerrungen gibt sind die Homezone-Tarife, wo ein gewisser Anteil aus den anderen Mobilnetzen auf der Festnetznummer eingeht.

    Zitat

    Original geschrieben von GigaTom
    Nur der Kunde kann daran was ändern, indem er solche Tarife meidet und zur günstigeren Konkurrenz geht.

    Absolute Zustimmung.

    Zitat

    Wer sagt das? Kannst du das irgendwie belegen?

    Erstens behaupten das die Netzbetreiber. Zweitens ist es meines Erachtens logisch. Die Gespräche zu und von anderen Mobilfunknetzen dürften diesbezüglich kostenneutral sein, weil den abgeführten Entgelten für ausgehende Gespräche ebenso hohe eingenommene Entgelte für eingehende Gespräche aus anderen Mobilfunknetzen entgegen stehen. Bleiben noch die Gespräche aus und ins Festnetz. Hier haben die Entgelte ordentlich Kohle in die Kassen gespült, weil eingehend sehr viel mehr eingenommen wurde als ausgehend zu zahlen ist. Und wenn die Terminierungsentgelte eingehend sinken, haut's ein Loch in die Kasse.


    Ausgleichen kann man das nur, wenn die Leute mehr telefonieren, und dazu muss ich die Preise senken. Aber es ist eben nicht so, dass ich die Preise senken kann, weil ich wegen der gesunkenen Terminerungsentgelte geringere Kosten hätte.

    Können, klar. Aber auch müssen? Bei den Netzbetreibern selbst gibt es halt die höherpreisigen Tarife, bei den Discountern ist's billiger. Es regt sich doch auch keiner auf, dass Vodafone eine All-Net-Flat nicht selbst für 29,90 anbietet. :rolleyes:

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    Original geschrieben von GigaTom In Anbetracht der gesenkten Terminierungsentgelte absolut nicht nachvollziehbar.

    Die gesunkenen Terminierungsentgelte führen bei den Mobilfunkbetreiber unterm Strich bei gleich bleibenden Endkundenpreisen zu sinkenden Gewinnen, nicht wie man meinen könnte, zu höheren Gewinnen.

    Zitat

    Original geschrieben von GigaTom
    Deutschland-SIM gehört nicht zu o2, sondern zu Drillisch, die mit dem Tarif das o2-Netz nur nutzen.

    Die Provider können aber nur anbieten, was die Netzbetreiber genehmigen. Von daher ist es völlig nebensächlich, ob ein Provider eine Tochter des Netzbetreibers ist oder "nur" ein Vertragsparter. Es hat schon einen Grund, warum DeutschlandSIM den gleichen Tarif eben nicht im Netz von E-Plus, Telekom oder Vodafone anbietet.


    Ohne die Verträge natürlich im Einzelnen zu kennen, würde ich auch wetten, dass o2 das wirtschaftliche Risiko des DeutschlandSIM-Tarifes trägt.

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    Original geschrieben von GigaTom
    Dass es mittlerweile viel günstiger geht als 50 Euro, zeigt die Konkurrenz ganz deutlich.

    Stimmt nicht. Bei keinem Netzbetreiber gibt es einen günstigeren Airbagtarif. Genau genommen gibt es bei keinem anderen Netzbetreiber überhaupt einen Airbagtarif. Wenn man die Discounter und Provider mit ins Boot nimmt, hat wiederum o2 das günstigste Angebot bei DeutschlandSIM.