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Original geschrieben von chicobonito
Bei solchen Gedanken sollte man sich tatsächlich erstmal beraten lassen.. Jetzt haben Netzbereiber also schon eine 'Sorgfaltspflicht' und müssen die finanziellen Verhältnisse haargenau prüfen und sich ausrechnen wieviel ALG der Vertagspartner beim Verlust des Arbeitsplatzes kriegen würde und ob er dann neben seiner Miete und seinen Lebensunterhalt noch die Grundgebühren tragen kann?
Das natürlich nicht. Aber ein Blick in die Schufa verrät schon, ob ein künftiger Schuldner in der Lage ist, die Schuld auch zu begleichen, unterbleibt das - oder wird es zu leichtfertig angewendet - trifft den Anbieter in meinen Augen eine gewisse Mitschuld - INSBESONDERE wenn man dem Kunden gleich fünf (!) derartige Verträge an die Backe bindet...
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Original geschrieben von Thomas4711
Das ist Unsinn.
Wenn du einen Vertrag über 2 Jahre unterschreibst, ist es dein Problem, wie du den finanzieren kannst. Der Anbieter schaut sich nur deine Ist-Situation an und wägt dann ab, ob er das Risiko eingehen kann oder nicht.
Schau mal ins Kleingedruckte, da stehen meist so Klausen wie "du hast dafür zu sorgen, das jeden Monat genug Geld auf deinem Konto ist um die Gebühren abbbuchen zu können" oder ähnliches.
Richtig, wenn aber jemand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses so gut da stand, dass ein und der selbe Anbieter zu dem Schluss kam, dass er sich das leisten kann, dann kann doch unmöglich von jetzt auf gleich die Situation so dramatisch werden, dass man sich eben noch 110 Euro locker leisten konnte und plötzlich nicht mehr.
Also: Entweder konnte sich derjenige noch nie diese vielen Verträge leisten und T-Mobile (und natürlich auch er selber) ist leichtfertig die Verträge eingegangen ODER er ist ihm - natürlich dann ggf. mit Einschränkungen in anderen Bereichen - weiterhin möglich seiner Zahlungspflicht nachzukommen.
Zu einem Vertrag gehören immer zwei Parteien. Alle müssen ihren Teil beitragen - und dazu gehört auch, jemandem nichts zu verkaufen oder sich auf Geschäfte mit jemandem einzulassen, der offensichtlich nicht in der Lage ist, die Verträge auch einzuhalten... genau dafür erlaube ich doch dem Anbieter meine Kreditwürdigkeit mittels eine Schufa-Anfrage zu prüfen.
Etwas anderes wäre es natürlich, wenn alle fünf Verträge bei unterschiedlichen Anbietern abgeschlossen wären, dann besteht für den einzelnen keine große Chance, das herauszufinden. Aber wenn alles bei ein und demselben Anbieter läuft, frage ich mich schon, was da bei T-Mobile im Vordergrund gestanden hat: Die Kundenstatistik, die Provision für den Verkäufer oder aber das Kundeninteresse...
Nichts desto trotz entlassen ich den Bruder nicht aus seiner Verantwortung und er muss alles unternehmen, seinen eingegangenen Verpflichtungen nachzukommen, da möchte ich nicht missverstanden werden. "Tipps" wurden hier ja schon zur Genüge gegeben. Bei aller Verantwortung des Einzelnen Kunden darf man aber eben auch die Anbieter nicht aus dem Blick verlieren.
Ich gebe allerdings zu, dass ich hier auf einer etwas allgemeineren Ebene diskutiere (Verantwortung aller Wirtschaftssubjekte), als es konkrete Tipps darstellt.