Zitat
Original geschrieben von miken
[...] Nutze selber Ubuntu und bin 100 mal glücklicher als jeder XP/Vista-User.
Allerdings ist es für ein Kind, welches den ersten PC bekommt meiner Meinung nach nicht ratsam. Es sei den es hat ein Elternteil an der Seite, welches sich selber auskennt mit einem anderen Betriebssystem außer Windows. Ist dies nicht der Fall gibt es mit Sicherheit Probleme spätestens dann, wenn irgendwas nicht so läuft wie es sollte. Wo soll er dann fragen und um Rat bitten, wenn die Kumpels alle Windows am laufen haben ?
Mike
Genau das ist der springende Punkt. Früher war es mit Linux so eine Sache. Da gab es selten eine Distribution, die von der Handhabung wie Windows war, flugs installiert werden konnte und direkt mit einer grafischen Benutzeroberfläche startete. Damals habe ich noch zu SUSE-Linux-Zeiten gedacht, dass das doch nur was für absolute Freaks und Microsoft-Hasser ist, die aus Prinzip alles anders machen wollen als der Mainstream, der halt Windows nutzt.
Mittlerweile kann man aber schon von echten Open-Source Alternativen sprechen. Oft funktioniert schon direkt nach der Installation fast alles am PC. Die Hardwareerkennung ist deutlich besser geworden und man kann sich im Netz informieren, wenn etwas nicht läuft bzw. wie man es korrekt zum Laufen bringt oder welche Hardware unter Linux problemlos läuft und sie danach kaufen.
Wir surfen heute mit Firefox, schreiben Briefe mit Open-Office und lesen unsere eMails mit Mozilla-Thunderbird. Als FTP-Programm wird z.B. Filezilla genutzt. Sämtliche aktuelle Medienformate kann mit sich nach dem Einbinden als Plugin (was bei Linux Mint nicht nötig ist, da "ab Werk" schon mit eingebunden) im Browser betrachten. Die Nutzung von youtube oder PDF-Dateien ist auch schon direkt nach Installation möglich.
Dass ein DVBT-Stick oder eine Videoschnittkarte nicht sofort mit Linux will und man sich in die Materie erstmal einarbeiten muss, ist natürlich klar. Nur: Wer nutzt schon solch spezielle Hardware? Viele User surfen einfach nur im Netz, spielen also nicht und nutzen den Rechner so, wie ich oben beschrieben habe. Dafür braucht es kein Windows und wenn der Lütten (so wie Deiner) anfängt in HTML zu programmieren, ist es vollkommen egal ob die Seiten auf einem Linux-System entstehen oder auf einer Windows-Kiste. HTML ist schließlich ein Standard, den alle Browser darstellen können. Dass Seiten für bestimmte Browser in bestimmter Art angepasst werden, halte ich eh für eine Unsitte, da ich der Meinung bin, dass man im Internet auf offene Standards setzen sollte, die von allen genutzt werden können, damit auch ärmere Menschen nicht vom Informationsaustausch oder Bildungsmöglichkeiten abgeschnitten werden.
Mir geht es schon lange gegen den Strich, dass man zu fast jedem PC, den man in den großen Elektromärkten kaufen kann ein "Zwangswindows" erhält, dass man mitbezahlen muss, auch wenn es kostenlose Alternativen gibt, die man dann natürlich gar nicht mehr in Erwägung zieht, wenn eh schon alles vorinstalliert und gebrauchsfertig ist. Bloß nicht den eigenen Grips mal etwas anstrengen... :flop:
PC-Hersteller sind doch schon seit Jahren die verlängerte Verkaufstheke von Microsoft, genau wie die Mobilfunkbetreiber für die Handyhersteller. Daher begrüße ich es schon sehr, dass z.B. die Fa. Dell auch Rechner mit Ubuntu-Linux anbietet und der Kunde daher ungefähr 60 - 80 Euro sparen kann.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich nutze selbst einen Windows-PC. Nur finde ich Vielfalt am Markt, Kostenerparnis und offene Standards begrüßenswert, damit nicht ein oder zwei Firmen mit ihren Profitinteressen das Internet kontrollieren. Google und Microsoft sind in diesem Bereich ja schon sehr aktiv. 
So, aber nun back to topic... 
Gruß herold