Wenn man sich die Historie der "alten" Bond-Filme vor Augen hält, dann wird man feststellen, dass es (mal abgesehen von der schauspielerischen Leistung eines harten/eckigen Typen) kaum Gemeinsamkeisten zwischen den alten und den neuen Filem gibt. Die alten Bond-Filme lebten von den teilweise exotischen Drehorten, die die Filme nahezu zu einer Weltreise werden ließen. Viele der Menschein, die in den 60er und 70er Jahren die Filme geguckt haben, waren froh z. B. mal Rio de Janeiro sehen zu dürfen.
Von daher waren diese Filme auch so erfolgreich und ihnen haftet bis heute noch ein gewisses Flair an.
Früher gab es auch keine Technikgimmicks, die die breite Masse in der Hosentasche mitführte. Heute hat fast jeder ein Handy in der Hosentasche oder ein Navi im Auto. Anfang der 60er war das Peilgerät im Aston Martin db5 im Film Goldfinger ein Meilenstein. Sowas faszinierte die Menschen, weil man das damals noch nicht kaufen konnte bzw. es sowas damals noch nicht gab. Dass dies heute der Fall ist, konnte man damals ja noch nicht absehen. Mit Technikgimmicks kann man heute kaum noch punkten, wenn man sich in unserer hochtechnisierten Welt mal umguckt. In den 70ern wäre ein Widescreen-Plasma im Hauptquatier des Geheimdienstes noch der "Hammer" gewesen, aber heute?
Eine Bedrohung durch den kalten Krieg zwischen Ost und West gibt es so auch nicht mehr. Das Thema Weltbedrohung durch Terror gab es in Bond-Filmen auch schon.
Wenn man das nun alles durch hat, dann frage ich Euch: Mit welchen Storys/Gimmicks/Actionszenen will man denn heute noch die Leute in die Kinos locken? So lange die Action-Szenen der Bond-Filme in ihrer Qualität nicht auf "Alarm für Cobra 11 Niveau" absinken, kann man doch noch zufrieden sein.
Dass es in der "Strib Langsam"-Reihe auf wahnwitzige und unrealistische Action-Szenen gibt, hat eigentlich auch nie jemanden interessiert. Außerdem soll mit solchen Filmen immer noch Geld verdient werden und das erreicht man nur, indem man die breite Masse anspricht. Diese Leute wollen dann auch kurzweilig unterhalten werden. Ob dabei die Story zu kurz kommt oder der Film nicht mehr viel mit den alten Vorbildern zu tun hat, muss dann halt von einigen wenigen, die darauf Wert legen, verschmerzt werden.
Ich vermisse jedenfalls auch die "lustigen" Szenen mit dem Südstaaten-Landei-Scheriff oder dem Trottel von dessen Sohn in Anlehnung an die alten Bandit-Filme mit Burt Reynolds aus den 70ern. Die gewisse Portion Selbstironie oder die zweideutigen Sprüche von Roger Moore oder Shean Connery fehlen heute auch. Zeiten ändern sich halt... 
Die Figur des harten und eckigen Bond-Typs sollte ja auch schon einmal von Timothy Dalton verkörpert werden. Der "Hauch des Todes" gilt bis heute noch als der "härteste" Bond-Film. Warum soll man Daniel Craig nicht daran anknüpfen lassen? Die Zeiten der aalglatten Womanizer, die jede ins Bett bekommen, sind halt vorbei. Emanzipation auch im Film. 
Gruß herold